Schule, Beruf, Privates - eine kurze Frage an die KI kann in vielem helfen. Doch was steckt hinter der KI? Wie sehr kann man ihrer Antwort vertrauen? Wie entsteht die Antwort intern überhaupt? Und nicht zuletzt: Wer hat Interesse daran, dass du genau diese KI befragst?
KI ist längst überall. Genau deshalb wird sie von immer mehr Menschen genutzt. Schließlich geht das oft schneller, als die Antwort auf andere Weise zu finden. Dabei ist den weitaus meisten Nutzern gar nicht bewusst, wie eine KI überhaupt arbeitet. Oder dass es mehrere unterschiedliche Arten künstlicher Intelligenz gibt. Die üblichen Verdächtigen, die man heute meist meint, wenn von KI die Rede ist (ChatGPT, Gemini, OpenSeek, Claude, ...) sind sogenannte Large Language Models. Auf diese beschränkt sich auch Jamie Bartlett in seinem Buch. Dabei arbeitet er auch heraus, dass die genaue Entstehung einer speziellen Antwort selbst für die Erschaffer dieser KIs nicht detailliert nachverfolgbar ist. Der Autor arbeitet heraus, wie man seine Fragen formulieren muss, um möglichst exakte Antworten zu bekommen. Um so komplexer eine 'Unterhaltung' mit der KI wird, um so mehr muss der Nutzer darauf achten, dass die KI ihm nicht nach dem Mund redet, um ihn zufriedenzustellen. Denn darauf sind die Systeme programmiert. Das ist komplex, weshalb der Autor auch auf konkrete Gefahren hinweist, die er mit einigen realen Fällen untermauert. Das macht dieses Buch auch und sogar gerade für KI-Nutzer interessant, die die technischen Hintergründe nicht verstehen.
Etwas negativ fällt die deutsche Übersetzung auf, in der wenig gelungen versucht wird, Gender-Formen in den Text hineinzuinterpretieren. Verstehen die Übersetzer nicht, dass bei Aufzählungen wie "Journalistinnen, Sicherheitsspezialisten und Juristen" sprachlich zwar Sicherheitsspezialisten und Juristen beider Geschlechter, jedoch ausschließlich weibliche Journalisten angesprochen werden?
Fazit:
Ein gelungener Leitfaden für alle, die KI-Systeme benutzen (wollen).