Ein wundervoller Abschluss der Burma Trilogie. Es war heftig, aber herzerwärmend.
Wie die letzten zwei Bände hat mich auch dieser nicht enttäuscht. Die Art, wie der Autor schreibt, ist einfach so gefühlvoll, poetisch und liebevoll, dass man sofort mitten im Geschehen ist und ohne Pause weiterlesen möchte, er zieht einen regelrecht in seinen Bann.Nachdem man Julia in den vorherigen Büchern begleitet hat, steigt man im dritten Band einige Jahre später in die Geschichte ein. Ko Bo Bo ist mittlerweile zwölf Jahre alt, lebt jedoch bei seinem Onkel U Ba und nicht bei seiner Mutter Julia und seinem Vater Thar Thar. Bo Bo kann die Gefühle der Menschen in ihren Augen sehen. So erkennt er auch, dass seinen Onkel etwas bedrückt, und genau hier beginnt die eigentliche Geschichte.U Ba erzählt ihm, warum Bo Bo von seiner Mutter getrennt ist: Sie sei schwer krank. Diese Erkenntnis bringt Bo Bo schliesslich dazu, seinem Herzen zu folgen und Julia zu suchen, denn er ist fest davon überzeugt, dass ausgerechnet er sie heilen kann.Es ist eine unglaublich schöne Geschichte. Es gibt einige Stellen, die sehr hart wirken können, aber dennoch sind sie voller Tiefe und Gefühl. Der Schreibstil ist wie immer flüssig und leicht, man fliegt nur so durch die Seiten. Besonders mag ich auch die kurzen Kapitel. Man kann Bo Bos Gefühle sehr gut nachvollziehen, hofft mit ihm, dass er Julia wiederfindet und sich die Familie wieder vereint.Das Ende war für mich ein wenig zu abrupt, gerade weil es der letzte Band ist. Aber vielleicht soll es auch genau so sein, denn manchmal braucht es keine grossen Worte, um wieder Frieden im Herzen zu finden. Genau dieses Gefühl hat mich nach Abschluss der Trilogie begleitet: ein leiser, innerer Frieden.Von mir eine ganz klare Leseempfehlung und unbedingt der Reihe nach lesen.