Mit Die alte Schule am See - Wo das Glück dich findet" hab ich den zweiten Teil der Alte-Schule-Saga von Jana Lukas gelesen. Schön war's wieder am Starnberger See.
Man kann die Bücher übrigens unabhängig voneinander lesen, aber schöner ist es, wenn man den ersten Teil auch kennt und weiß, wie sich die Bewohner in der alten Schule zusammengefunden haben.
In diesem Buch lesen wir die Geschichte rund um die Concierge Jule, die sich mit ihrem kleinen Hausmeisterservice Die gute Fee vom See. Sie macht aber nicht nur Reparaturen, sondern kümmert sich auch um alle sonstigen Probleme, wie zb Karten für Veranstaltungen besorgen oder die Abholung bei der Reinigung. Es gibt kein Problem, das sie nicht lösen kann.
Jule lernt Chris kennen. Sie wurde von seiner Assistentin engagiert, um in seinem Wochenendhaus etwas zu erledigen. Dabei begegnen sich die beiden und geraten direkt aneinander.
Chris ist jemand, der alles selbst erledigen möchte und keine Hilfe will. Nachdem er bei einem Unfall sein Knie verletzt hat, bleibt ihm jedoch nichts anderes übrig als Jules Hilfe anzunehmen. Dabei muss er noch viel lernen.
Jule hat noch eine zweite Front, an der sie zu kämpfen hat. Ihr Bruder steht auf einmal vor ihrer Tür. Er hatte in der letzten Zeit einiges ausgefressen und seine Eltern wollten ihn während der Sommerferien eigentlich in einem Bootcamp unterbringen. Er hat sich einfach in Kiel in den Zug gesetzt und ist zu Jule gefahren. Sie beschließt, dass er erstmal da bleiben kann, doch nur unter bestimmten Voraussetzungen. Ob das wohl gutgeht?
Herrlich war es wieder in der alten Schule. Die Charaktere sind durchweg sehr sympathisch und während dem Lesen, würde ich gern Teil dieser Schulgang sein.
Zusammenhalten ist das Motto der Bewohner und jeder ist für den anderen da. Natürlich läuft nicht alles rund und ich hab beim Lesen einige Male den Kopf geschüttelt und verzweifelt vor mich hin geseufzt.
Da wir sowohl aus der Sicht von Jule als auch der von Chris lesen, konnte ich mich sehr gut in beide Protagonisten hineinversetzen. Der leichte und flüssige Schreibstil hat mich dazu animiert, meist mehr zu lesen, als ich geplant hatte. Und die Umgebungsbeschreibungen haben den Starnberger See vor meinem inneren Auge entstehen lassen. Es war ein bisschen wie im Urlaub.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung, denn es war ein sehr schöner Wohlfühlroman.