Vorweihnachtliche Unterhaltung!
Das Handlungsgerüst, das sich um die 24 Türchen eines ganz besonderen Adventskalenders rankt, umfasst weitere Einführungskapitel im November, die zunächst das winterliche Ambiente in dem fiktiven Dorf Nyponviken in Südschweden (Schonen) und die aktuelle belastende Lebenssituation der Hauptfiguren Petra und Charlie beschreiben. Entlang dieser einzelnen Türchen entwickelt sich die Beziehung zwischen beiden nachvollziehbar, während die Liebesgeschichte mit Nick und das Familiendrama um die verstorbene Schwester Alice nicht wirklich überzeugen. Schnee, Glühwein, passende weihnachtliche Bachwaren, Weihnachtsschmuck, traditionelle Festivitäten inmitten sympathischer Mitmenschen bilden zwar einen angenehmen Rahmen, doch die Figurenzeichnung verläuft im weiteren Verlauf ohne mitreißende Tiefe, Spannung oder Überraschung bei der Bewältigung von Trauer, Existenzangst und Verlust. Erst das 18. Adventskalendertürchen überrascht mit wichtigen Fakten zur Künstlerin Lilly mit einem Touch von Mistery. Diese unerwarteten Enthüllungen suggerieren zwar eine Auseinandersetzung mit weitreichenden Gefühlen, die aber im Schreibstil nicht wirklich tief greifen. Leichte, vorweihnachtliche Lektüre! 3*