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SCHWEIGEPFLICHT

Thriller. Originaltitel: Stockholm Delete. Deutsche Erstausgabe. 1 schwarz-weiße Abbildungen.
Taschenbuch
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Emelie Jansson ist frisch gebackene Anwältin - und hoffnungsvoller Nachwuchs einer der angesehensten Anwaltsfirmen des Landes. Teddy ist ein Ex-Knacki, der für diese Firma Spezialnachforschungen betreibt und sich fortan auf der anständigen Seite des … weiterlesen
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SCHWEIGEPFLICHT als Taschenbuch

Produktdetails

Titel: SCHWEIGEPFLICHT
Autor/en: Jens Lapidus

ISBN: 3442718198
EAN: 9783442718191
Thriller.
Originaltitel: Stockholm Delete.
Deutsche Erstausgabe.
1 schwarz-weiße Abbildungen.
Übersetzt von Susanne Dahmann
btb Taschenbuch

8. April 2019 - kartoniert - 637 Seiten

Beschreibung

Emelie Jansson ist frisch gebackene Anwältin - und hoffnungsvoller Nachwuchs einer der angesehensten Anwaltsfirmen des Landes. Teddy ist ein Ex-Knacki, der für diese Firma Spezialnachforschungen betreibt und sich fortan auf der anständigen Seite des Lebens bewegen will. Doch dann wird in einem Sommerhaus auf den Stockholmer Schären ein schrecklich zugerichteter Toter gefunden, ein bewusstloser Mann wegen dieser Tat in U-Haft genommen, und ein Karussell setzt sich in Fahrt, das alles in Frage stellt, wofür Emelie und Teddie angetreten sind: Karriere, Freiheit, eine Zukunft. Wird es den beiden gelingen, die richtigen Entscheidungen zu treffen?

Portrait

Jens Lapidus (geboren 1974) hat eine der erstaunlichsten Karrieren Schwedens inne. Er ist nicht nur einer der angesehensten Strafverteidiger des Landes, sondern auch einer der erfolgreichsten Autoren. Durch seine anwaltliche Tätigkeit verfügt er über mannigfaltige Kontakte zu Schwerverbrechern und genuine Einblicke in die schwedische Unterwelt, die Normalsterblichen normalerweise verwehrt bleiben. Die Authentiziät, Schnelligkeit und Direktheit seiner Romane suchen ihresgleichen. Seine Bücher wurden in 30 Sprachen übersetzt, vielfach preisgekrönt und mehrfach verfilmt.

Pressestimmen

"Gute Dialoge, glaubwürdige Charaktere und ein spannender Plot." Kester Schlenz, stern
Bewertungen unserer Kunden
Guter Skandinavien-Krimi mit einigen unnötigen Längen.
von dieschmitt - 20.05.2019
Zum Inhalt: In einem Sommerhaus in Schweden wird ein Toter gefunden. Dieser ist furchtbar entstellt. Die Anwältin Emelie und der ehemalige Häftlich Teddy, der für die Anwaltskanzlei Spezialaufträge übernimmt ermitteln in einem Fall... und plötzlich geht es um viel mehr, als einen Fall. Meine Meinung: Ich habe das Buch gerne gelesen. Der Schreibstil des Autors ist flüssig und anschaulich. Ich fühlte mich von Anfang an in der Geschichte gefangen und habe es genossen mitzurätseln. Die Geschichte beginnt interessant und entwickelt sich spannend und nicht vorhersehbar. Allerdings hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Tempo in der Geschichte gewünscht. Wenn man die Geschichte an für sich etwas mehr gestrafft hätte, wäre dies problemlos möglich gewesen. Die Figuren des Buches sind gut gezeichnet und gut dargestellt. Sie sind interessant ich hatte bei einigen Protagonisten Bilder der Personen vor Augen. Das Ende des Buches hat mich verblüfft, damit hätte ich nicht gerechnet. Alles in allem empfand ich das Buch als einen umfangreichen, soliden Skandinavien-Krimi mit einigen unnötigen Längen. Fazit: Guter Skandinavien-Krimi mit einigen unnötigen Längen.
Langer Schweden Thriller
von Leseratte83 - 19.05.2019
Emelie Jansson ist frischgebackene Anwältin - und hoffnungsvoller Nachwuchs einer der angesehensten Anwaltsfirmen des Landes. Teddy ist ein Ex-Knacki, der für diese Firma Spezialnachforschungen betreibt und sich fortan auf der anständigen Seite des Lebens bewegen will. Doch dann wird in einem Sommerhaus auf den Stockholmer Schären ein schrecklich zugerichteter Toter gefunden, ein bewusstloser Mann wegen dieser Tat in U-Haft genommen, und ein Karussell setzt sich in Fahrt, das alles in Frage stellt, wofür Emelie und Teddie angetreten sind: Karriere, Freiheit, eine Zukunft. Wird es den beiden gelingen, die richtigen Entscheidungen zu treffen? (kurzbeschreibung vom Buchrücken) Der Anfang war zwar interessant, aber doch etwas verwirrend und zu viele verschiedene Personen. So dass ich etwas Zeit gebraucht hatte, das ich in der Story war. Obwohl gleich eine interessante Spannung mit dem Leichen fund da war. Aber leider war die Spannung nicht durchgehend da, sie hat leider etwas geschwankt. Trotzdem habe ich das Buch nur ungern als den Händen gelegt, da ich immer wissen wollte, wie es weiter geht. Aber zum Ende hin war das Buch für mich total spannend und hat auch dort den Höhepunkt erreicht. Trotz den leichten schwechen kann ich das Buch nur sehr empfehlen. Da der Schlus für mich total interessant war und einiges der leichten Schwechen ausgeglichen hat. Ich vergeben 3,5 Sterne
Komplexer Thriller
von tkmla - 17.05.2019
Die junge und unerfahrene Juristin Emelie Jansson hat gerade ihre Zulassung von der schwedischen Anwaltskammer erhalten, als sie persönlich als Verteidigerin eines Mordverdächtigen angefordert wird. Benjamin Emanuelsson liegt schwerverletzt im Haftkrankenhaus und wurde am Tatort eines brutalen Mordes aufgegriffen. Er verlangt nicht nur Emelie zu seiner Verteidigung, sondern auch Teddy, einen freien Mitarbeiter der Kanzlei und Ex-Knacki. Wie sich herausstellt, war Teddy an der Entführung von Benjamins Vater vor vielen Jahren beteiligt. Weder Emelie noch Teddy wissen, was mit Benjamin passiert ist. Aber je weiter sie ermitteln, desto tiefer geraten sie in einen Sumpf aus Lügen, Intrigen und Verbrechen. Der Autor Jens Lapidus hat als Insider des schwedischen Rechtssystems enormes Hintergrundwissen. Das lässt er in seinen Thriller auch einfließen. Die Figuren sind allesamt nicht nur schwarz oder weiß, sondern decken alle möglichen Grauschattierungen ab. Es ist schwierig, hier klare Sympathien zu verteilen. Komplex ist wohl das Wort, mit dem ich die Handlung am zutreffendsten beschreiben könnte. Es gibt einige verschiedene Handlungsstränge, die sehr lange komplett parallel zueinander ablaufen. Dazu kommen Rückblenden, in Form von Vernehmungsprotokollen eines Informanten der Polizei. Und auch wenn Jens Lapidus am Ende alles zusammenfließen lässt, ist das Lesen in der ersten Hälfte des Buches etwas erschwert. Es ist nicht so, dass ich mich zwingen musste, weiterzulesen, aber es war stellenweise schon zäh. Die Kapitel an sich waren spannend genug, dass man wissen wollte, wie es weitergeht. Leider gab es immer die Bremse, wenn im nächsten Kapitel ein völlig anderer Handlungsstrang erzählt wurde. Wenn dieser Fahrt aufnahm, kam wieder ein Break. Im Gesamtblick ist "Schweigepflicht" in seiner Komplexität auf jeden Fall spannend und gut konstruiert. Wer einen Pageturner sucht, der liegt hier wohl nicht unbedingt richtig. Aber wer sich auf die ausgeklügelte Handlung einlassen kann, wird mit einem soliden Thriller belohnt.
Nicht mein Buch
von Anonym - 12.05.2019
Die junge Anwältin Emelie, eigentlich auf die Firmen- und Finanzwelt spezialisiert, wird ins kalte Wasser der Strafverfolgung geworfen, als ein Verdächtiger in einem Mordfall genau sie als Anwältin verlangt. Mehr überrumpelt als von eigenen Entscheidungen geleitet, stolpert sie in den Fall und beginnt, die Ermittlungen aufzunehmen. Unterstützung kann sie lediglich bei einem ehemaligen Knastbruder finden. Bereits mit der Unterwelt Stockholms verbandelt ist Teddy auch nach seiner Haft erneut bereit, dem schwedischen Gesetz erneut entgegenzutreten. Gemeinsam begeben Emelie und Teddy sich auf eine Reise, die mehr Schattenseiten aufdeckt als jedem lieb ist. Was mit einem toten in einem Sommerhaus spannend und schlank begann, breitet sich auch den ersten 100 Seiten fulminant aus. Eine Vielzahl an Personen wird eingeführt, teils als nebensächliche Hauptcharaktere, teils als weitere Nebenakteure. Doch es sind viele. Dennoch bleiben die Handlungsstränge dabei recht direkt und werden nur auf die wirklich wichtigen Personen bezogen. Schon nach wenigen Seiten findet sich der Leser in unterschiedlichen zeitlichen Gegebenheiten, ohne dass er es vom ersten Moment an weiß. Er muss sich erst einfinden und er muss sich über die Abfolgen der unterschiedlichen Gegebenheiten klar werden. Mir persönlich kam die Spannung recht schnell abhanden. Erst zum Ende des Buchs konnte ich die Spannung wiederfinden und hatte mehr Spaß am Lesen. Der Rest kam mir teils langatmig vor, mit ausgedehnten Beschreibungen und Dialogen. Mich hat das Buch leider nicht überzeugt.
Lesevoraussetzungen: langer Atem und Muße
von topper2015 - 12.05.2019
Wie viele Schweden-Thriller leidet leider auch Schweigepflicht an der Namenskrankheit. Ich weiß, dass ein so komplexer Thriller viele Figuren benötigt, damit die Geschichte realitätsgetreu und authentisch wirkt, aber es fiel mir schon sehr schwer mir alle Figuren zu merken und wofür sie zuständig sind. Für mich definitiv zu viel. Der 640-Seiten-Thriller erfordert vom Leser einen langen Atem und viel Muße, doch es lohnt sich. Schweigepflicht ist alles andere als ein 0-8-15 Thriller, der mehr oder weniger oberflächlich einen Mord behandelt, sondern er ist sehr detailliert und auf Jens Lapidus Expertise als Strafverteidiger aufgebaut. Somit ist die ganze Geschichte auf eine gewisse Art und Weise mit unserer realen Welt verknüpft (Man hat auf jeden Fall das Gefühl :D). An einigen Stellen war mir das Buch jedoch zu langatmig, da beispielsweise die selbe Handlung bzw. Situation aus verschiedenen Perspektiven erzählt wurde, da in dem Buch mehrere Handlungsstränge parallel verlaufen.
Langatmig
von Laura - 06.05.2019
Als der Wachmann Tony Catalhöyük ein Sommerhaus überprüft findet er eine brutal zugerichtete Leiche, und einen bewusstlosen Mann nicht weit entfernt. Der Fall scheint klar, der Hauptverdächtige, Benjamin Emanuelsson wurde am Tatort erwischt. Noch im Krankenhaus verlangt Benjamin die frisch gebackene Anwältin Emelie Jansson als seine Verteidigerin. Zusammen mit dem Ermittler ihrer Kanzlei, Teddy, betreibt sie Nachforschungen, und erkennt schnell, dass der Fall weit in die Vergangenheit reicht und sie in einen Strudel aus Intrigen und Geheimnissen führt. So turbulant, düster und spannend der Thriller beginnt, so schnell verliert er auch wieder an Fahrt. Viele Perspektiven, viele Handlungsstränge, eine große Anzahl an Personen bringt leider wenig Spannung rein, sondern erschwert eher ein wenig den Einstieg. Versteht das nicht falsch: der Thriller ist durchaus gut geschrieben, der Plot super, er ist nur etwas langatmig. Mehr als 600 Seiten sind für Fantasy und Science-Fitction Romane durchaus angebracht, denn hier wird eine vollkommen neue Welt entdeckt. Ein Mord, wie komplex er auch sein mag, bringt aber nicht so viel Potential mit sich. Wäre das Buch 300 Seiten kürzer hätte es einen wesentlich deutlicheren Spannungsbogen. Der Schluss nimmt dann noch mal Fahrt auf und führt die Handlungsstränge zusammen. Geduld ist eine Tugend und wird durchaus belohnt. Ob ich die Geduld für diesen Thriller noch mal aufbringen würde kann ich aber nicht beantworten.
Ein Ex-Knacki und eine junge Anwältin auf der Suche nach der Wahrheit
von Siglinde Haas - 05.05.2019
Teddy hat früher für die serbische Mafia gearbeitet. Für die Beteiligung an der Entführung von Mats Emanuelsson saß er acht Jahr in Haft. Nun arbeitet er als freier Mitarbeiter für die angesehene Wirtschaftskanzlei Leijon. Emelie, die aus kleinen Verhältnissen stammt, arbeitet in dieser Kanzlei. Gerade als sie die Prüfung zur Anwältin bestanden hat, erhält sie den Anruf der Polizei, dass Benjamin Emanuelsson sie als Verteidigerin haben will. Er sitzt wegen Mordverdacht in U-Haft. Gegen den Willen ihres Arbeitgebers nimmt sie das Mandat an. Auf ausdrücklichen Wunsch ihres Klienten bittet sie Teddy um Unterstützung. Teddy weiß sofort, wer der Angeklagte ist. Er ist der Sohn seines Entführungsopfers, der sich später umgebracht hat. Teddy fühlt sich gegenüber Benjamin schuldigt und bietet ohne Zögern seine Unterstützung an. Er ist sich sicher, dass der Mord mit der Entführung zusammen hängt. Gemeinsam mit Emelie beginnt Teddy , die Ereignisse von damals aufzurollen. Emanuelsson war spielsüchtig. Um seine Spielschulden bezahlen zu können, wurde er Buchhalter der serbischen Mafia. Liegt hier das Motiv ? Wollte Benjamin sich an den Hintermännern der Entführung rächen ? Und wer hat nach so vielen Jahren noch ein Interesse daran, dass das damalige Geschehen im Dunkeln bleibt ? Emelie und Teddy riskieren ihre gesamte Existenz, um den Fall zu lösen. Das Buch hat mich nach wenigen Seiten in seinen Bann gezogen. Gut gefallen hat mir der Wechsel zwischen den eher dramatischen und actionreichen Vorfällen in der Gegenwart und der eher ruhigen Schilderung rund um Emanuelssons Vergangenheit. Die gab mir als Leser, die Möglichkeit wieder zu Atem zu kommen. Teddy war mir sehr sympathisch und ich fand ihn als Person überzeugend und realistisch dargestellt. Trotz seiner kriminellen Vergangenheit besitzt er einen aufrechten Charakter. Er ist bemüht sein Unrecht zu sühnen, ohne Rücksicht auf sich selbst. Emelie entwickelt sich von der Karriere bewussten Wirtschaftsanwältin zur engagierten Strafverteidigerin. Als sehr angenehm habe ich empfunden, dass ich, obwohl einige Handlungsstränge parallel laufen, nie den Überblick verloren habe, dank der klaren Gliederung des Buches. Meine Lesefreude wurde gegen Schluss etwas getrübt. Es gibt eine Rettungssequenz, die für mein Gefühl nicht passend und auch übertrieben war. Aber das war mein persönliches Empfinden. Andere mögen begeistert sein. Insgesamt war es ein sehr spannendes und unterhaltsames Buch, was nicht unwesentlich an der ungewöhnlichen Erzählweise lag.
Emelies erster Fall ...
von Angi - 04.05.2019
Von Jens Lapidus kannte ich bisher nur die Stockholm Noir-Trilogie, die auch schon erfolgreich verfilmt wurde. So war ich sehr gespannt auf diesen Auftakt zu einer neuen Reihe. Hauptperson ist diesmal die junge Anwältin Emelie Jansson, die gerade erst ihre Prüfung erfolgreich absolviert hat und bereits eine der großen Hoffnungsträgerinnen der renommiertesten Wirtschaftsanwaltskanzlei Schwedens ist. Dann ist da noch Teddy, ein inzwischen rehabilitierter Kleinkrimineller, der in seiner Vergangenheit einen schweren Fehler gemacht hat. Er hat im Auftrag Unbekannter einen Mann gekidnappt und dieser hat sich schließlich das Leben genommen aufgrund der schlimmen Erlebnisse in der Gefangenschaft. Teddy fühlt sich deshalb der Familie gegenüber schuldig. So ist es für ihn selbstverständlich, dass er dem Sohn des Mannes helfen will, als dieser unter Mordverdacht festgenommen wird. Benjamin wurde unweit eines Tatorts in seinem verunfallten Auto gefunden, die Indizien sind erdrückend und er kann sich an nichts erinnern. Er fordert Emelie als seine Strafverteidigerin an, was deren Chef allerdings nicht erlaubt. Sie entschließt sich, den Fall trotzdem anzunehmen und es zu verheimlichen. Unter sehr erschwerten Bedingungen stürzt sich die junge Anwältin also in ihren ersten eigenen Fall und ermittelt mit Teddy zusammen auf eine Faust. Sie stoßen auf ein Netz aus Korruption und legen sich mit dem organisierten Verbrechen an. Es wird gefährlich für alle Beteiligten ¿ Jens Lapidus ist ja selbst ein sehr angesehener Strafverteidiger und plaudert somit aus dem Nähkästchen. Solche Bücher liebe ich immer sehr, denn man spürt einfach, dass er weiß, worüber er schreibt. Dazu hat er sich noch einige wirklich liebenswerte sympathische Charaktere ausgedacht, die ich gleich ins Leserherz geschlossen habe. Die toughe Emelie, ihre Anwaltskollegin Josephine, Teddy und dessen Neffe Nikola und viele mehr machen die Story zu einem Erlebnis, bei dem man gern mit den Beteiligten mitfiebert. Die Geschichte ist spannend aufgebaut, zunächst kann man einige Passagen, die ein Informantengespräch dokumentieren, nicht richtig einordnen, aber so nach und nach ergibt alles ein stimmiges Bild. Es geht um Geldwäsche und andere dunkle Finanzgeschäfte, um Diebstahl, Bandenkriminalität und vieles mehr. Ein Einblick in die finstersten Ecken Schwedens. Toll und mitreißend beschrieben, so dass man beim Lesen einfach gefesselt ist. Was mir dann allerdings nicht so gefallen hat, das war das Ende: ein Cliffhanger, der wirklich neugierig auf die Fortsetzung macht. Hoffentlich müssen wir nicht allzu lange darauf warten. Mir hat dieser Thriller einige Stunden beste Leseunterhaltung beschert, die Story ist komplex und prima durchdacht, ich mag die Protagonisten und bin gespannt, wie es mit ihnen weitergeht!
Hat mich nicht wirklich fesseln können
von Rose75 - 29.04.2019
Bei diesem Buch habe ich mich vom schönen Cover und den Lobeshymnen auf den Autor auf dem Buchrücken verführen lassen. Leider bin ich mit der Handlung nicht wirklich warm geworden. Die ersten 400 Seiten sind so dahingeplätschert und für mich hat die Spannung erst im letzten Drittel etwas angezogen. Den Plot fand ich durchaus interessant. Ein unbekannter Toter, ein komatöser Hauptverdächtiger und ein ungleiches Ermittlerteam . Die Hauptcharaktere waren für mich weder sympathisch noch irgendwie glaubhaft. Emelie scheint die ganze Zeit total überfordert und zaubert dann wenn es darauf ankommt, juristische Kunststücke aus dem Hut. Teddy kommt trotz aller Bemühungen nur schwer aus seinem alten Leben, der organisierten Bandenkriminalität, heraus. Die alten Bekannten begegnen ihm überall. Für mich waren die Beschreibungen der kriminellen Machenschaften rund um Geldwäsche, Scheinfirmen, Strohmänner ... interessanter als die Mordermittlung. Die Bezeichnung Thriller ist für mich hier nicht treffend. Ein ordentlicher Krimi würde ich sagen. Durch den Cliffhanger am Schluss vermute ich, dass es eine Fortsetzung geben wird. Ob ich die lesen würde, halte ich momentan noch für fraglich.
Schwedens böse Unterwelt
von Miss Norge - 29.04.2019
Ein gehypter Thriller aus Skandinavien? An jeder Ecke war nur Gutes darüber zu hören bzw. zu lesen, also, her damit, um mir meine eigene Meinung zu bilden. Cover und Klappentext klangen super, doch man muss sich schon bis etwa zur Seite 150 durchhangeln bevor der Sog entsteht unbedingt dran bleiben zu wollen. Viele Namen, viele Personen, viele verschiedene Handlungen die so irgendwie gar nicht zueinander passen wollen, aber es irgendwie müssen. Man wird in die dunkle und böse Unterwelt Schwedens gelockt und sieht sich Situationen gegenüber die der Autor Jens Lapidus deswegen so grandios beschreiben kann, weil er einer der angesehensten Strafverteidiger Schwedens ist. Das merkt man an den konkreten und strikten Vorgehensweisen die bei U-Haft, Anhörungen und dem Gerichtsprozess von ihm erklärt werden, so genau kann es nur ein Insider in Szene setzen. Die Protagonisten sind krass und selten in dieser Art und Weise zu finden. Sie sind alles, nur eins nicht, zu 100% vertrauenswürdig. Meinem Empfinden nach fehlt es auch ein wenig an Dramatik und Spannung, hier hätte der Autor ruhig viel mehr aufdrehen können. So nach und nach setzen sich die einzelnen Puzzleteile zusammen und der Cliffhanger am Ende ist sehr gemein. Überall war zu lesen, Endlich ein Thriller der es mit der Stieg Larsson-Reihe aufnehmen kann , nein, das kann er nicht. Stieg Larsson bleibt unerreicht, aber trotzdem war das Buch für mich lesenswert, wenn man wie gesagt, am Ball bleibt.
Schweigepflicht macht sprachlos
von buchverrückt - 28.04.2019
Im Thriller "Schweigepflicht" von Jens Lapidus ermittelt die frisch gebackene Anwältin Emilie und der Ex-Knacki Teddy gemeinsam, um ein Verbrechen aufzuklären und die Unschuld von Emilies Mandanten Benjamin zu beweisen. An diesen Thriller hatte ich hohe Erwartungen. Es ist das erste Buch bei dem mich die Biografie des Autors neugieriger gemacht hat, als der Klappentext auf dem Buch. Und ich wurde nicht enttäuscht. Man merkt direkt, dass der Autor vom Fach ist und in Schweden als bekannter Strafverteidiger agiert. Dies spiegelt sich auch in innovativen Ideen wieder, wie die zahlreichen Vernehmungsprotokolle, die die Handlung begleiten und als Erklärungen fungieren. Lapidus besticht durch seinen sehr prägnanten und detaillierten Erzählstil. Die Verbindungen zwischen den einzelnen Protagonisten werden bereits zu Beginn angedeutet, das verleiht der Geschichte zusätzlich Spannung. Von der ersten Seite an präzise, strukturiert und durchdacht. Die Rückblenden und die Gegenwart werden geschickt miteinander verstrickt, ohne dass man den Faden verliert und ohne unnötige Erzählungen am Rande. Es passiert viel, ohne dass das ganze überladen wirkt, man erkennt fortwährend den roten Faden. Lapidus verfügt über umfangreiches Insiderwissen über das schwedische Rechtssystem, was er faszinierend und lehrreich in seinen Thriller einbaut. Die zwei Handlungsstränge scheinen auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun zu haben, verstricken sich dann aber immer mehr. Jeder der Charaktere ist durchdacht, sie haben jeder ihr eigenes Päckchen zu tragen, das macht sie so interessant und authentisch. Ich mag es, wenn der Titel immer mal wieder im Buch auftaucht. Darüber hinaus bietet der Thriller ein Potpourri an interessanten Themen: schwedisches Strafrecht, Wirtschaft, Spielsucht und Korruption. Jens Lapidus lässt den Leser untertauchen in beide Welten, die Welt des Strafrechts und die Unterwelt der korrupten und illegalen Machenschaften. Tiefer kann man in die Welt der Gangster und Anwälte nicht eintauchen. Er ist ein Meister der Andeutungen. Besonders gefällt mir die Besonderheit, dass dieser Thriller ganz ohne Polizeiermittlungen auskommt und die Polizei nahezu keine Rolle spielt. Emelie und Teddy ermitteln selbst. Dies ist ein Thriller, wie ihn nur ein Insider schreiben kann, endlich mal wieder ein Buch, das man nicht aus der Hand legen kann. Ich wünschte ich hätte den Autor schon eher kennen gelernt. Die Charaktere sind ehrlich und man täuscht sich nicht in ihnen. Sie wollen alle Gerechtigkeit und die Klärung des Falles. Keiner entpuppt sich nachher als korrupt, denn alle verfolgen das gleiche Ziel. Eine klare Leseempfehlung.
Etwas schwergängig...
von duenefi - 24.04.2019
Schweigepflicht fängt sehr spannend und vielversprechend an . Man merkt schon auf den ersten Seiten, dass der Autor sein Handwerk versteht und durch seinen Hauptberuf Anwalt Insider ist. Die Leseprobe beginnt spannend mit Tony, dem Wachmann, der lieber Polizist wäre und bei der Kontrolle eines Hauses wegen Einbruchalarms eine ermordete Leiche findet. In der Nähe des Hauses steht ein verunfalltes Auto, dessen Insasse dann offensichtlich der Verdächtige ist. Dann sind da noch Nikola, der u.a. wegen Drogenmissbrauchs in einer Anstalt sitzt, Mats, der einen Deal mit der Polizei machen soll als Informant, Nikolas Onkel Teddy, Ex-Knacki und inoffizieller Mitarbeiter einer Anwaltskanzlei. Außerdem Emelie, die ihre Anwaltsprüfung soeben bestanden hat und nun ihren ersten Mandanten zu bekommen scheint - der Insasse des Wagens am Mordhaus. Wie genau die Charaktere miteinander verbandelt sind, kommt im Verlauf der Handlung heraus. Der Schreibstil von Jens Lapidus ist zwar gut lesbar und sicherlich auch den Charakteren angepasst, aber das ständig "krass" und "naiß" nervt recht schnell. Wenn zu Anfang so viele Handlungsstränge aufeinandertreffen, wird ein guter Spannungsbogen aufgebaut. Dieser flaute aber leider recht schnell ab und es wurde stellenweise zäh und langatmig. Die Protagonisten bleiben leider ein wenig blass, weder habe ich mitgefiebert noch besondere Sympathien oder andere Gefühle für bestimmte Personen entwickelt. Etwas mehr Emotion und eine längenmässige Straffung und es wäre ein klasse Schwedenkrimi!
Schwierig
von raschke64 - 23.04.2019
Emelie ist gerade Anwältin geworden. Sie arbeitet in einer angesehenen Wirtschaftskanzlei und hat eine große Karriere vor sich. Mehr freischaffend arbeitet in dieser Kanzlei auch Teddy, ein ehemaliger Häftling, der jetzt sein Geld mit ehrlicher Arbeit verdienen will. Doch alles kommt anders, als in einem einsamen Haus im Wald ein brutal zu Tode gekommener Mann gefunden wird. Nicht weit von ihm in einem Auto befindet sich ein junger Mann im Koma, der nur langsam aus diesem zurück findet und nach Teddy verlangt. Emelie nimmt sich der Sache an. Doch es wird gefährlich. Die Beurteilung des Buches ist für mich ein wenig schwierig. Damit meine ich den Inhalt. Denn es geht um viel Kriminalität und viel Bandenkriminalität. Es ist erschreckend, was sozusagen unter dem Radar der Polizei alles abläuft. Allerdings empfand ich das Buch auch als sehr gut geschrieben. Der Stil hat mir gefallen. Es wechseln Protokolle der Polizei sich ab mit gut beschriebenen Slang der Banden und der Jugendlichen aber auch ganz normalen Berichten. Manchmal war mir das Ganze ein wenig zu ausführlich, aber über den größten Teil des Buches herrscht eine gewisse Grundspannung, die zum Ende hin einige Überraschungen hervorbringt. Das Buch lässt sich hervorragend lesen und ich denke eine Fortsetzung ist schon angelegt. Ich würde sie lesen.
Zu lang und zu distanziert
von melange - 22.04.2019
Zum Inhalt: Emelie ist eine junge, aufstrebende Anwältin für Wirtschaftrecht, ihre Karriere scheint in geordneten Bahnen zu verlaufen. Doch dann wird sie als Verteidigerin eines jungen Mannes aufgerufen, der des Mordes verdächtigt wird. Gegen den Widerstand ihrer Chefs übt sie das Mandat aus und bittet Teddy um Hilfe. Einen Ex-Kriminellen, der für die Kanzlei arbeitet und auf wundersame Weise mit dem Tatverdächtigen verbunden ist: Er hat vor Jahren dessen Vater Mats entführt. Mats beging Selbstmord und Teddy fühlt, dass er dessen Sohn etwas schuldig ist. Mein Eindruck: Über 600 Seiten bedeuten für den Leser, dass er viel zu verdauen hat: Viele Charaktere, viele Verbrechen unterschiedlichster Couleur, viele Verwicklungen, viel Schmerz, viele Tote. Aber bei aller Fülle fehlt etwas: Der rote Faden, der alles miteinander verbindet. Zwar gibt es zum Schluss eine Art von Auflösung, diese ist jedoch nicht einmal ansatzweise komplett und beglückt mit einem offenen Ende, das eher wütend und sprachlos als zufrieden zurücklässt. Natürlich informiert sich dann der vormals geneigte Leser und stellt fest, dass er den ersten Band einer Trilogie gelesen hat. Und das erklärt dann so einige Schwachstellen des Werkes: Die Charaktere sind wenig beschrieben, wenn auch tiefgründig gewollt. Die Aufklärung fällt verhalten bis gar nicht aus, die schiere Anzahl von Informationen (immer neue Figuren mit Namen und zum Teil zusätzlich Spitznamen) überfordert und möglicherweise wäre es besser gewesen, Lapidus hätte sich auf ein Feld beschränkt. Aber so gibt es illegale Waffen, Drogen, Überfälle, Jugo-Mafia, Wirtschaftskriminalität, Spielsucht, Kinderpornos, große Unbekannte, korrupte Polizisten und einen Leser, der kapituliert. Denn was zu viel ist, beginnt zu langweilen. Der Autor wirft Bröckchen, wendet sich wieder einem anderen Teil zu, viele Figuren werden eingeführt um dann nicht mehr erwähnt zu werden (vielleicht ja in Teil 2?). Und wenn man dann endlich auf Seite 637 angelangt ist, ist man sprachlos vor Wut, denn eigentlich ist nichts wirklich zu Ende. So ein Thriller - Trilogie hin oder her - kann mir gestohlen bleiben. Egal, wie viele Preise dafür vergeben wurden. Dass James Ellroy ihn positiv bespricht, hätte dabei Warnung sein müssen - ist er doch selber gerne (zu) weitschweifig. Mein Fazit: Bewundernswert, wer da aufmerksam bei der Stange bleibt. Mir blieb diese Kunst verwehrt.
Schwedenthriller
von kiki - 22.04.2019
Tony fährt zu einem Sommerhaus auf der Insel Värmdö, die in den Stockholmer Schären liegt. Dort ist ein Alarm ausgelöst worden. Im Haus entdeckt er einen brutal zugerichteten Toten. Etwas abseits vom Haus steht ein verunglückter Wagen, hinter dem Steuer eine bewußtlose Person. Emilie Jansson ist gerade mit ihrem Studium fertig und fängt in der angesehenen Kanzlei Leijon als Anwältin an. Sie ist für Wirtschaftsrecht zuständig, Strafrecht wird von dieser Kanzlei nicht vertreten. Teddy ist für eine Entführung zu acht Jahren Haft verurteilt worden, inzwischen entlassen und für die Kanzlei Leijon als Ermittler tätig. Benjamin, der in dem verunglückten Wagen saß, wird des Mordes verdächtigt und sitzt in U-Haft. Als er aus seiner Bewußtlosigkeit erwacht, bittet er um Emilie als seine Anwältin. Ein rasanter Thriller, der auf eine Fortsetzung hoffen läßt.
Überfrachtet
von amena25 - 16.04.2019
Als in einem Ferienhaus in den Stockholmer Schären die schrecklich zugerichtete Leiche eines Mannes gefunden wird und in der nächsten Umgebung ein bewusstloser junger Mann aufgefunden wird, wird dieser sofort in Untersuchungshaft genommen. Trotz seines schlechten Zustands kann der junge Mann, Benjamin Emanuelsson, sich dahingehend äußern, dass er Emelie Jansson unbedingt als seine Verteidigerin will. Doch Emelie ist erst seit einigen Wochen Anwältin, hat einen Job bei einer der renommiertesten Kanzleien des Landes ergattert - und ist außerdem spezialisiert auf Steuer- und Wirtschaftsrecht. Von Strafsachen hat sie eigentlich keine Ahnung, dennoch fühlt sie sich Benjamin Emanuelssons Wunsch verpflichtet. Mit der Annahme des Falls widersetzt sie sich aber der ausdrücklichen Anweisung ihres Chefs und riskiert damit nicht nur ihren Job in der Kanzlei. Unterstützt wird sie von Teddy, einem Ex-Knacki, der für die Kanzlei Spezialaufträge übernimmt. Zwischen Teddy und Emelie herrscht eine merkwürdige Anziehung, der aber beide nicht nachgeben wollen. Pikant an dem Auftrag ist außerdem, dass Teddy vor Jahren den Vater von Benjamin, Mats Emanuelsson, entführt hat. Zwar geschah dies nur für einen ihm unbekannten Auftraggeber und Teddy bereut diese Tat inzwischen zutiefst. Doch Mats Emanuelsson hat sich kurze Zeit nach der Entführung durch einen Sprung von einer Fähre umgebracht. Emelie und Teddy versuchen nun, Licht in die Vergangenheit von Benjamin und seinem Vater Mats zu bringen, um so herauszufinden, wer der unbekannte Tote ist und um Benjamin verteidigen zu können. Für Teddy bedeutet dieser Fall auch die Chance einer Wiedergutmachung an der Familie Emanuelsson. Der Fall ist äußerst komplex, sodass man sich von Beginn an mit sehr vielen Namen und zahllosen unterschiedlichen Konflikten herumschlagen muss. Die schnellen Perspektivwechsel sorgen für Abwechslung, aber auch für Verwirrung. Stellenweise führt dies zu einer Überfrachtung der Handlung, was auch der Spannung leider abträglich ist. Dennoch packt einen der Fall. Und man leidet mit Emelie mit, die als blutige Anfängerin zwar einige Dinge unorthodox angeht, aber gerade dadurch sympathisch und erfrischend wirkt. Ein spannender, aber leider etwas ausufernder Thriller.
Rezension
von Anonym - 15.04.2019
In einem Sommerhaus auf den Stockholmer Schären wird ein schrecklich zugerichteter Toter gefunden. Ein bewusstloser Mann der mit seinem Auto in der Nähe des Tatorts verunglückt ist, wird wegen dieser Tat in U-Haft genommen. In einem wachen Moment im Krankenhaus wünscht er, dass die frischgebackene Anwältin Emelie Jansson seine Verteidigung übernimmt. Zusammen mit Teddy, einem Ex-Knacki, der für Emelies Kanzlei spezielle Nachforschungen betreibt nimmt sie die Ermittlungen auf. Es zeigt sich schnell, dass dieser Fall sehr komplex ist und weit in die Vergangenheit reicht. Ich brauchte einige Zeit, mich in den Krimi einzulesen. Die verschiedenen Handlungsstränge und vielen Personen waren zunächst etwas verwirrend. Die Geschichte war interessant, die Beschreibungen der Stockholmer Unterwelt wirkten sehr authentisch. Die einzelnen Handlungsstränge waren jedoch sehr komplex, detailreich beschrieben und in meinen Augen oft zu langatmig, weswegen sich keine richtige Spannung aufbauen konnte. Leider waren die Charaktere der Protagonisten teilweise recht oberflächlich und im Ganzen nicht stimmig. Ich konnte ihre Handlungsweise nicht immer nachvollziehen und mir war kein Charakter wirklich sympathisch. Zum Ende hin wurde der Krimi spannender und es fügte sich alles zusammen. Das Ende konnte mich jedoch nicht überzeugen.
Weil ich an etwas glaube.
von Elisabeth B. - 15.04.2019
Jens Lapidus` hoch gelobter 637-seitiger Thriller "Schweigepflicht" ist im April 2019 bei btb erschienen. Sie: Emelie, frisch gebackene Anwältin in einer der renommiertesten Wirtschaftskanzleien des Landes. Er: Teddy, Ex-Knacki auf dem Weg der Läuterung und freier Mitarbeiter in ebendieser Kanzlei Als auf einer Schäreninsel ein grausam zugerichteter Leichnam gefunden und daraufhin der bewusstlose Benjamin Emanuelsson des Mordes verdächtigt wird, engagiert dieser Emilie als seine Verteidigerin. Gemeinsam mit Teddy begibt sie sich daraufhin auf die Suche nach dem wahren Hintergrund - und stößt dabei auf einen Fall, der schon viele Jahre zurückliegt. Der Beginn des Buches ist etwas verwirrend, werden doch viele verschiedene Charaktere und scheinbar unzusammenhängende Handlungsstränge rasch nacheinander eingeführt, was andererseits aber auch neugierig darauf macht, diese zu durchdringen. Und tatsächlich werden im Laufe des Lesens Zusammenhänge immer ersichtlicher. Das Auffinden der Leiche gleich zu Beginn weckt ebenfalls Interesse und baut einen Spannungsbogen auf, der allerdings etwas später ziemlich rasch einbricht. Über weite Strecken des Thrillers dümpelt die Handlung eher so vor sich hin, und Rückblenden in das Leben der Protagonistin berühren die Thematik des Romans eher am Rande. Erst gegen Ende nimmt die Handlung wieder an Tempo zu und endet schließlich in einem überraschenden Finale. Der Epilog mit seinem Cliffhanger lässt eine mögliche Fortsetzung offen. Das Geschehen wird aus unterschiedlichen Perspektiven und auf unterschiedlichen Zeitebenen geschildert, wobei vor allem Aktennotizen den Zusammenhang zum mehrere Jahre zurückliegende Fall herstellen. Stil und Sprache des Autors sind flott zu lesen und durchaus vielfältig sowie der jeweiligen Perspektive angepasst, was an sich ein Pluspunkt wäre; allerdings mochte ich Wörter wie "voll krass" und "naiß" am Ende kaum mehr lesen. Was auf der einen Seite ein gutes sprachliches Mittel darstellt, um ein Milieu zu verdeutlichen, kann auf die Dauer recht ermüdend wirken. Insofern verstehe ich nicht so recht, was an diesem Roman "sprachlich genial" sein soll, vor allem da sprachlich Ausgefeiltes oder Besonderes gänzlich fehlt. Die Charaktere sind vielschichtig und entwicklungsfähig gezeichnet, was man insbesondere Teddys und Nikolas Darstellung entnehmen kann. Dennoch wurde ich mit keinem der Charaktere wirklich "warm", bleiben sie doch trotz allem eher distanziert. Vor allem Emelie fiel mir mit ihrer teilweise doch sehr unprofessionellen Herangehensweise immer wieder auf die Nerven. Der Thriller spielt vor allem im Umfeld der schwedischen Jugoslawen-Mafia, die Grundstimmung ist entsprechend eher deprimierend, ohne dass jedoch eine ansonsten in diesem Bereich anzutreffende Brutalität zum Tragen käme, was mir persönlich positiv aufgefallen ist. Anhand von Teddys Neffen Nikola werden zudem Probleme aufgezeichnet, die Jugendliche haben, wenn sie ihren Platz in der Gesellschaft suchen. Punkten konnte der Thriller bei mir auf jeden Fall mit der integrierten Kritik am Justizwesen, wenn Emelie am Ende sagt: "Ich will zu einem System beitragen, das alle unterstützt, (...) sich um die Menschen bemüht, die schwach und isoliert sind." Lapidus präsentiert mit "Schweigepflicht" einen Thriller, der eine durchaus lesenswerte Botschaft übermitteln will, der meiner Meinung nach jedoch aufgrund von Längen und einer teilweise doch sehr eintönigen und zu milieuhaften Sprache einiges an Spannung und Wirkung einbüßt: ein Buch, das man lesen kann - aber nicht muss.
Bandenkriminalität in Stockholm
von Anonym - 14.04.2019
Das unspektakuläre Cover ist in Grau-/Grüntönen gehalten und zeigt als Luftaufnahme wohl das Sommerhaus auf den Stockholmer Schären, in dem ein übel zugerichteter Toter gefunden wurde. Dieses ist der Aufhänger des Werkes: Das Buch besteht aus 637 Seiten, und es wird deutlich, dass Jens Lapidus eigentlicher Beruf als Strafverteidiger wichtige und direkte Einblicke in die Stockholmer Unterwelt mit ihren Bandenkriegen ermöglicht. Jedoch wird durch die sehr große Anzahl an Charakteren, die zwar für sich jeweils detailliert und authentisch beschrieben sind, der Lesefluss deutlich eingeschränkt, denn ein sehr konzentrierter und ausdauernder Leser wird vorausgesetzt, dem es gelingt, mehre parallel verlaufende Handlungsstränge, die zwar miteinander verbunden sind, zu verfolgen und die zentrale Story nicht aus den Augen verlieren. Der Schreibstil ist zwar abwechslungsreich, aber auch gewöhnungsbedürftig, bedingt durch viele umgangssprachliche Redewendungen, ja sogar arabische Elemente und teilweise holprige Formulierungen. Die zwei Protagonisten, Emelie, die junge aufstrebende Juristin, hat mich nicht gänzlich überzeugt. Teddy, der Ex-Knacki, hat ebenso gewisse Unglaubwürdigkeiten in seiner Charakterzeichnung. Beide sind völlig gegensätzlich. Ist deshalb eine vernünftige Zusammenarbeit möglich? Die Lektüre war für mich nicht immer spaßbehaftet, da durch das ganze ausufernde Drumherum die Spannung auf null zu sinken drohte. In der Kürze liegt die Würze! Das sollte Lapidus beherzigen, falls er noch einen Thriller schreiben sollte. Von mir daher nur knappe 4 Punkte
Ein Schweden-Thriller
von Inge Weis - 13.04.2019
Mitreißend, spannungsgeladen und erschreckend - eine Mischung die diesen Thriller lesenswert macht. Am Ende fließt dann doch immer Blut. Über manches Unrecht kann man hinwegkommen. Es abhaken als eine weitere Lektion, die man gelernt hat, und als Gefahr, die es in Zukunft zu umgehen gilt. Aber bestimmte Arten von Verrat verlangen nach einer Reaktion. Und manchmal gibt es keine andere als Blutvergießen. Der erste Fall ihres Lebens. Ein Klient im Koma. Und der Einzige, der ihr zur Seite steht, ist kriminell. Ein Blick in Stockholms Unterwelt. Emelie Jansson ist frisch gebackene Anwältin kämpferisch, sehr individuell - und hoffnungsvoller Nachwuchs einer der angesehensten Anwaltsfirmen des Landes Anwältin, - wird zur Pflichtverteidigerin eines bewusstlosen Mannes der wegen eines Mordes in U-haft ist. Teddy ist ein Ex-Knacki, der für diese Firma Spezialnachforschungen betreibt und sich fortan auf der anständigen Seite des Lebens bewegen will. Doch dann wird in einem Sommerhaus auf den Stockholmer Schären ein schrecklich zugerichteter Toter von Hausmeister in Uniform Tony Catalhöyük gefunden, ein bewusstloser Mann wegen dieser Tat in U-Haft genommen, und ein Karussell setzt sich in Fahrt, das alles in Frage stellt, wofür Emelie und Teddie angetreten sind: Karriere, Freiheit, eine Zukunft. Wird es den beiden gelingen, die richtigen Entscheidungen zu treffen? Doch Emelie wäre nicht das was sie ist, wenn sie nicht alles für ihren Mandanten tun würde. So ermittelt sie mit Teddie auf eigene Faust und dringt in ein Milieu ein, welches von Erpressung, Geldwäsche, Drogenhandel und Kinderpornografie geprägt ist. Man spürt die Angst von Hausmeister in Uniform Tony Catalhöyük, der uns zu Anfang einen ausgesprochen spannenden Einblick in die kriminellen Kreise Schwedens gibt. Kurzum, authentisch, skandinavisch, gut. Jens Lapidus erzählt aus verschiedenen Perspektiven und jeder Strang ist für sich eine lesenswerte Geschichte und es kann passieren, dass der Leser für so manchen Bösewicht Sympathien hegt. Lapidus spielt in einer ganz anderen Liga. Das ist nicht nur spannend, sondern auch sprachlich genial. Es ist einzigartig wie er seine Charaktere sprechen lässt - das ist meisterhaft. Zusammen ergeben sie einen ganz besonderen schwedischen Kriminalroman ideal für alle Leser von Stieg Larsson! Emotionen, viel Spannung, schnell, realistisch, großstädtisch, modern, eine kämpferische Anwältin, die mit Humor und Energie gegen das Verbrechen kämpft - und es prickelt zwischen Emelie und Ex-Knacki Teddy: Passt. Dieser Roman ist hoffentlich der Auftakt für weitere Geschichten der kämpferischen Anwältin, die der Autor mit viel Humor präsentiert. Pures Lesevergnügen! Der Thriller ruft nach einer Fortsetzung.
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