Ein Mann kommt zu sich. In einem verlassenen Haus.
Ohne Erinnerung, ohne Namen, ohne Erklärung.
Er tritt hinaus in eine Stadt, die funktioniert, redet, vorschnell urteilt - und ihn doch nicht wirklich wahrnimmt. Während er versucht, sich ein Leben aus Alltäglichkeiten zu bauen, wächst das Gefühl, dass er anders ist. Nicht durch das, was er tut, sondern durch das, was er sieht. Seine Gedanken sind schwerer, seine Ruhe irritiert, seine Wut hat Folgen, die niemand einordnen kann.
Gerüchte entstehen. Menschen weichen ihm aus. Und unter der Oberfläche der Stadt beginnen sich Dinge zu verschieben: Stimmungen kippen, alte Gewissheiten bröckeln, unheimliche Zeichen tauchen auf, die sich nicht mehr wegdiskutieren lassen. Zwischen politischer Gereiztheit, öffentlicher Angst und einer vorsichtigen Nähe zu einer Frau, stellt sich eine Frage, die größer ist als Schuld oder Zufall.
Die Stunden, die bleiben erzählt von einem Fremden in einer Zeit, die selbst sich selbst fremd geworden ist. Von Endlichkeit als Maß aller Dinge. Von Nähe als Möglichkeit und von der stillen Erkenntnis, dass manche Entscheidungen nicht von uns getroffen werden, sondern sich ergeben.
Nicht alles, was passiert, ist ein Angriff.
Manches ist eine einfach eine Konsequenz unseres Tuns.