Skurril, wortgewandt, langatmig und kurzweilig, eigen, speziell und lesenswert
Eine über Jahrzehnte andauernde Geschichte von Vater Dominic und seinem Sohn Danny, die nach einem tödlichen Unfall in einem Holzfäller-Camp in New Hampshire fliehen und sich als Köche und Schriftsteller durchs Leben schlagen, wobei sie stets auf der Flucht vor einem rachsüchtigen Verfolger sind. Sie begegnen Liebe und Verlust und das größte Abenteuer ihres Lebens ist immer nur einen Tag voraus.Irving ist ein Erzähler, der weiß dass Geschichten Wunder sind, der seine Geschichten zu Märchen werden lässt, der fabuliert, philosophiert und sich auch mal in seinen eigenen Worten vergisst. Für den Leser bedeutet dies skurrile Ereignisse, besondere Protagonisten, eine epische Geschichte über eine tiefe Vater-Sohn-Bindung, die durch eine Katastrophe ausgelöst wird und zu einer jahrzehntelangen Flucht wird, die von Liebe, Verlust und der Suche nach einem Sinn im Leben geprägt ist. Nicht wenig vom Reiz des Buches entsteht durch die zum Teil urkomisch grotesken Situationen, in die seine Protagonisten gegen die unerbittlichen Lebensläufe immer wieder geraten. Trotzdem gibt es auch immer wieder Längen und Wiederholungen in denen der Autor sich verliert und die kurzzeitig den Lesefluss unterbrechen, aber glücklicherweise nicht dauerhaft stören.Mein Fazit: Ein Buch dem man Raum und Zeit geben sollte um es wirklich zu genießen. Irving ist ein moderner Märchenerzähler, dem es nicht an sprachlichen Möglichkeiten fehlt. Mir bereitet er auf jeden Fall immer wieder Freude.