Spannender zweiter Band mit düsteren Wendungen, starker Charakterentwicklung und noch mehr Geistermystery. Absolut fesselnd!
Der wispernde Schädel ist ein ebenso starker wie spannender zweiter Band der Lockwood & Co.-Reihe. Obwohl mir die grobe Handlung durch die Netflix-Serie bereits bekannt war, hat mir das Buch enorm viel Spaß gemacht nicht zuletzt, weil es einige Wendungen und Details enthält, die in der Serienadaption so nicht vorkommen.Der Einstieg gelingt wieder sehr leicht. Man ist sofort zurück in der düsteren, geisterverseuchten Welt Londons und mitten im Geschehen. Das Trio Lockwood, Lucy und George fühlt sich vertraut an, und ihre Dynamik trägt die Geschichte mühelos.Lucy ist mir in diesem Band besonders ans Herz gewachsen. Ihre Fähigkeiten, Geister nicht nur zu sehen, sondern auch zu fühlen und wahrzunehmen, werden hier noch stärker hervorgehoben. Besonders eindrucksvoll fand ich die Szene auf dem Friedhof, in der deutlich wird, dass es unterschiedliche Arten von Sensitiven gibt einige gewalttätig, andere friedlich und fast schon mit der Welt verbunden. Diese Differenzierung macht das Geisterkonzept noch spannender.Zentraler Punkt der Handlung ist eine Wette gegen eine rivalisierende Agentur: Wer findet zuerst ein gefährliches Artefakt einen Spiegel, der alle in seiner Nähe in den Wahnsinn treibt, sogar Erwachsene? Diese Konkurrenzsituation sorgt für Tempo, Spannung und einige brenzlige Situationen. Das Team gerät mehrfach in Lebensgefahr und entkommt dem Tod nur knapp.Besonders interessant fand ich die Erkenntnis, dass die Quellen der Geister offenbar schon lange vor dem sogenannten "Problem" existiert haben. Diese Andeutung verleiht der übergeordneten Handlung zusätzliche Tiefe und macht neugierig auf die kommenden Bände.Fazit:<br data-start="2010" data-end="2013">Der wispernde Schädel steigert alles, was den ersten Band so gut gemacht hat: mehr Spannung, mehr Hintergrundwissen und stärkere Charakterentwicklung. Ein packender Reihenfortsatz, der definitiv Lust auf mehr macht.