Fielding enttäuscht: Der Titel wirkt etwas an den Haaren herbeigezogen, die Spannung fehlt & das Ende ist viel zu kurz. Nur randmäßig gut.
Joy Fieldings "Die Katze" hat mich leider kaum beeindruckt. Die Geschichte an sich ist zwar okay, doch für einen echten Thriller war mir das Ganze schlichtweg zu lasch. Es gibt keinen Mord, keine spürbare Gewalt, nur als Geschichte in der Vergangenheit, und alles bleibt sehr vage in der Erzählung - für dieses Genre ist das ziemlich untypisch und nahm dem Plot jeglichen Biss und schuf eine Distanz.Ein weiterer Grund für meine Distanz zur Geschichte war die Erzählperspektive. Da ich Bücher in der Ich-Perspektive bevorzuge, fiel es mir schwer, eine Bindung aufzubauen; die Erzählweise in der dritten Person wirkte hier eher distanziert. Zudem zog sich der Inhalt extrem in die Länge, da sich viele Szenen ähnelten oder sogar wiederholten. Dadurch wurde die Handlung zäh und der "Täter" war für mich schon früh zu erahnen.Selbst der Titel wirkt am Ende ziemlich an den Haaren herbeigezogen und hat nur einen randmäßigen Zusammenhang. Der Schreibstil ist zwar solide und flüssig, aber auch nicht herausragend. Besonders enttäuschend war das Finale: Nach dem langsamen Aufbau wurde das Ende eher plump und schnell abgehandelt. Insgesamt leider kein Highlight.