Die Dominikanische Republik war bisher nicht auf meiner Leseliste. Bis jetzt, wo ich Junot Diaz fand und mich neugierig auf dieses Familiendrama machte.Rafael Leónidas Trujillo Molina war Diktator von 1930 bis 1961 der dom. Republik. Er regierter mit unvorstellbarer Grausamkeit und vergewaltigte junge Frauen die ihm gefielen. Oscar, seine Schwester Lola, seine Mutter Beli, seine Urgroßtante La Inca und seine Großeltern kommen in Rückblenden und wechselnder Erzählperspektiven zu Wort.Oscar's Großvater war ein angesehener Arzt, seine Großmutter Krankenschwester und hatten drei Töchter. Die Zeit kam wo Trujillo gefallen fand an einer Tochter und der Großvater versuchte seine Töchter zu schützen, was jedoch nicht gelang. Dafür kam er ins Gefängnis und starb. Zwei Töchter verstarben und die dritte Tochter überlebte, Oscar's Mutter Beli. Beli wurde durch Umwege schließlich von La Inca aufgezogen und wanderte aus nach New Jersey, nachdem sie selbst von Trujillo's Schergen missbraucht wird. Beli war durch ihre traumatisierten frühen Kindheit und Jugend nicht in der Lage eine umsichtige Mutter für Lola und Oscar zu sein. Im Gegenteil, sie konnte nur Hass weitergeben. Lola wird dadurch zur Rebellin und Oscar fliet in die Science fiction und Fantasywelt. Er liest Unmengen an Büchern und Comics. Sieht Mangafilme und schreibt selbst Bücher und Erzählungen. Dabei ist er ein Sonderling in seinem Umfeld, da er nicht wie gewohnt für dom. Männer Mädchen und Frauen abschleppt. Doch wenn sich Oscar verliebte nahm es manische Dimensionen an. Diese Sehnsucht wird für ihn eines Tages zum Verhängnis.Die Erzählweise dieses Familiendramas ist zeitweise vulgär und tiefgründig. Es spiegelt diesen Hass und Gewalt wieder die zu dieser Zeit während und nach der Diktatur herrschte. Vermutlich wird diese immer noch unterschwellig vorhanden sein. Während dem Lesen machte ich einige Gemühtszustände durch. Von Spannung, Neugier und Furcht war alles dabei.Es zeigt auf wie hasserfüllt und gewalttätig Menschen sein können. Wie es auf die nächste Generation wirkt und mit welchen Problemen sie kämpfen. Wie die Generation Lola und Oscar ihren gangbaren Weg finden um sich zu der vorrigen Generation zu distanzieren und dem Familienfluch fukú zu entkommen. Ein Familienebos mit Knalleffekt. Eine Achterbahn der Kulturen und menschlichen Gefühlen. Und dabei treffen noch Realität und Science Fiction auf einander. Am Ende hinterlies mich das Buch mit etwas "Grant" und Tränen hinter meinen geistigen Auge.