Wittenberg an der Elbe war ein Zentrum der Reformation. Wie erging es den Menschen in jener Zeit? Welche Wende bedeutete die Reformation für sie? Was war ihnen wichtig? Wie lebten, starben und glaubten sie?
Eine im Jahr 1604 entstandene Sammlung von Grabinschriften einer großen Familie aus dem Wittenberger Land gibt uns Antworten auf solche Fragen. Wir lernen Männer und Frauen, Greise und Kinder, Pfarrer und Laien, Dichter und Kaufleute kennen. Wir treffen auf glücklich Verheiratete und untreue Eheleute, auf Menschen, die gesund gealtert sind, und auf solche, die an Schwäche, Fieber oder Depressionen gelitten haben. Wir begegnen sanft Entschlafenen, Verunglückten und sogar Ermordeten. So gewinnen wir für die ersten Generationen nach der Reformation einen direkten Einblick in das Leben, das Sterben und den Glauben der Menschen sowie ihre feste Zuversicht auf eine "fröhliche" Auferstehung.