Ganz okay, lesenswert, aber mit Einschränkung
Zuerst einmal schreibt Kali Wallace schon recht gut, aber an die Bücher von S.A. Barnes kommt sie bei weitem leider nicht heran. Die Story um Hester Marley, die den Mord an ihrem Freund auf einer Bergarbeiterkolonie (einem Asteroiden) aufklären muss, ist schon recht spannend, aber leider hat das Buch auch viele Schwächen. Für die Story ist es völlig unerheblich, wen Hester liebt oder nicht und daher fand ich es auch eher zu langatmig, was sie mit Avery Ryu verbindet, den Sicherheitstechniker. Hierbei kommt auch zum Tragen, dass er als männlich personifiziert wird durch die Berufsbezeichnung. ABER: Er ist non-binär und im Englischen "they", im Deutschen wäre das "Xier". Das Lektorat entschied sich aber für "sier" und so hat man seitenweise erstmal Probleme das alles überhaupt zu verstehen, denn man hält es für einen Druckfehler "sier", "siernen"...da steht nirgends, dass Avery (der Vorname ist Unisex, klar) non-binär sein soll- super (Ironie)! Schön, dass die Autorin dies einbaut, aber ein Hinweis im Text oder vorab im Buch wäre sinnvoll gewesen, denn so nimmt das den Lesespass. Die Intention ist mir klar, aber ich habe auch mit dem Verlag gesprochen- man war sich auch uneins, wie das zu handhaben sei. Und viele LeserInnen finden das ebenfalls so schwer zu lesen, haben abgebrochen. Ich habe das Buch ausgelesen, doch es hat dann auch einige sehr langatmige Passagen und da musste ich mich durchquälen...leider. Den Spannungsbogen zu halten, schaffte Wallace nicht so wie Barnes, deren drei Bücher aus dem Genre ich wärmstens empfehle.Buchvorstellung auch auf youtube: "Esses literarischer Salon".