Der Thriller "Die Tiefe - Versunken" von Karen Sander ist der Auftakt der neuen Trilogie um Tom Engelhardt und Mascha Krieger. Die beiden Ermittler kennt man schon aus den vorigen Reihen "Der Strand" und "Der Sturm". Alle beiden vorigen Trilogien haben mich überzeugt und aufgrund der Sympathie gegenüber den beiden Hauptprotagonisten war klar, dass auch diese Reihe verfolgt werden muss. Die Aufmachung des Covers ähnelt den vorigen Büchern und hat somit hohen Wiedererkennungswert.In Band 7 gehen Hobbytaucher auf die Suche nach dem Wrack eines Wikingerschiffs. Unter Deck entdecken diese die Leichen einer Familie. Was zunächst nach einem tragischen Unglück aussieht, entpuppt sich rasch als grausames Verbrechen: Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt bricht seinen Urlaub ab, um die Ermittlungen zu leiten. In den nächsten Tagen und Wochen geschehen weitere Morde, doch die Taten hängen scheinbar nicht zusammen. Bis sich herausstellt, dass in allen Fällen rätselhafte anonyme Briefe an die Angehörigen geschickt wurden. Kryptologin Mascha Krieger entschlüsselt die Briefe und findet heraus, dass es um Rache geht. Doch es scheint keine Verbindung zwischen den Opfern zu geben, die Hinweise auf den Täter liefern könnte. Tom und Mascha müssen alles geben, um diesen Fall zu lösen.Die Handlung verknüpft mehrere komplexe Fälle, die tief in die deutsche Vergangenheit reichen und zugleich Maschas sehr persönliche Suche nach ihrer leiblichen Mutter berühren. Ihre schwierige Beziehung zu ihrem Halbbruder Holger, der als Soko-Leiter durch sein egozentrisches Verhalten eher Konflikte als Lösungen schafft, sorgt zusätzlich für Spannung und Reibungspunkte innerhalb des Ermittlerteams.Besonders hervorzuheben ist die düstere Atmosphäre, die bereits zu Beginn entsteht, als das gesunkene Segelboot der erschossenen Familie gefunden wird. Parallel dazu arbeitet Mascha an einem weiteren rätselhaften Mordfall. Die vielen offenen Fragen, mysteriösen Personen und ineinander verwobene Handlungsstränge lassen einen bis zum Ende mitfiebern.Wie gewohnt ist Karen Sanders Schreibstil wieder flüssig, bildstark und geschichtlich sehr informativ. Die wechselnden Zeitebenen geben der Story zusätzliche Tiefe.Tom und Mascha sind mir schon sehr vertraut und ich lese gespannt deren Entwicklung. Auch die Nebencharaktere gehen hier nicht unter und das tolle Setting an der Ostsee machen diesen Auftakt zu einem sehr interessanten Lesevergnügen. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band "Verblendet", der im Februar 2026 erscheint.