Meine Meinung:
Überstürzt verlässt Ginny Boston, nachdem sie ihren Freund inflagranti erwischt hat. Trost findet sie bei ihrer zauberhaften Grandma Ruthie, die an der Küste ein Motel führt. Hier könnten ihre Wunden heilen, wäre da nicht Brad, der sie bei jedem Zusammentreffen auf die Palme bringt. Das Knistern ignorieren beide gekonnt, zu tief sitzen die Verletzungen der Vergangenheit. Doch das Schicksal hat andere Pläne
Der Schreibstil von Karin Lindberg zoomt mich jedes Mal ab der ersten Seite mitten ins Geschehen. Starke Charakter, tiefe Verletzungen, eine zauberhafte Landschaft, aber auch humorvolle Dialoge machen diesen Roman zu einem Wohlfühlroman.
Ginny ist erfolgreiche Anwältin in Boston, doch glücklich ist sie schon lange nicht mehr (auch wenn sie sich das nie eingestanden hat). Durch den Seitensprung ihres Freundes gerät ihre scheinbar heile Welt ins Wanken und andere Dinge werden wichtig. Die Anziehung zu Brad verunsichert Ginny, für sie sind Männer erstmal kein Thema, zu tief sitzt die Angst, erneut verletzt zu werden.
Brad, nach außen hin der gutgelaunte Sunnyboy, hat jegliches Vertrauen verloren, der Verrat seiner Ex hat ihm viel genommen. Diese langsame Annäherung zwischen Ginny und Brad gefällt mir sehr, auch wenn die beiden öfters einen Schritt zurück gehen.
Ich möchte bitte ein Zimmer in Ruthies wundervollem Motel buchen, die Landschaftsbeschreibungen laden zum Träumen ein. Und wie zauberhaft ist bitte Ruthie, so eine Grandma braucht jeder.
Von mir gibt es 5 von 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.