hatte mehr Spannung erwartet
Emma Klars Hilfe ist wieder einmal gefragt. Sie ist Privatdetektivin und arbeitet auch mal im Auftrag des BKA Berlin als Sonderermittlerin. Ihre wichtigste Stütze dabei ist Jörg Padorn, der ein Genie in der Recherche ist. Mitunter nicht ganz legal, aber schnell und zielführend. Beim aktuellen Auftrag gilt es die aus der JVA Lübeck entflohene Mörderin Karina Pohl zu finden. Ein Auftrag, der nach Beginn der Recherchen immer mehr in den Hintergrund gerät.Bei Emmas Ermittlungen musste ich an einen Stein denken, der auf eine Glasscheibe trifft und dabei viele kleine Haarrisse nach sich zieht, die in alle Richtungen gesprungen sind. Auch Emmas Ermittlungen nach Karina gehen in sehr viele verschieden Richtungen. Kleine Zweifel, Lücken in den alten Ermittlungen oder gar eingestellte Ermittlungen führen sie immer wieder zu neuen Ansätzen. Und dann ist da immer noch ihr Bauchgefühl. Für mich als Leser war das sehr anschaulich, hat mich von Emma Kompetenz als Ermittlerin überzeugt.Was ich nicht in der Tiefe, auch wenn es sicher dem Alltag bei polizeilichen Ermittlungen entspricht, waren die vielen Hinweise auf die Einschränkungen und langen Entscheidungswege für die Zusammenarbeit der einzelnen polizeilichen Zuständigkeitsbereiche. Dieser Fall weitet sich von Lübeck, über Wismar, Rostock bis nach Berlin aus. Gut, dass Emma Rückendeckung vom BKA Berlin wie auch von der Staatsanwältin Ulrike Steiner hat.Insgesamt gibt's von mir leider nur 3 Lese-Sterne, da ich mir mehr Spannung versprochen hatte.