Kester Peters beschäftigt sich seit 1981 intensiv mit den Themen Selbstbehauptung, Deeskalation und Selbstverteidigung. Sein Weg führte ihn früh zu den traditionellen japanischen Kriegskünsten, die ihn bis heute in Theorie und Praxis begleiten. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt im Koryu Bujutsu, den "alten Schulen der Kriegskunst". Darunter versteht man jene japanischen Kampf- und Kriegskünste, die vor der Meiji-Restauration im Jahr 1867 entstanden sind. Diese Systeme befassen sich mit dem Verhalten auf dem Schlachtfeld und verfolgen das Ziel, einen Gegner unter realen Bedingungen mit allen erforderlichen Mitteln zu besiegen. Im Gegensatz dazu werden die nach dieser Zeit entstandenen Disziplinen als Gendai Budo, die modernen Kampfkünste, bezeichnet.
Kester Peters unterscheidet in seiner Arbeit klar zwischen Kriegskunst, Kampfkunst und Kampfsport. Während Kampfsport vor allem den reglementierten sportlichen Wettkampf in den Mittelpunkt stellt, dient Kampfkunst der Entwicklung von Selbstdisziplin, Verantwortungsbewusstsein sowie der Verbesserung von Beweglichkeit, Geschwindigkeit und Kraft. Erst der charakterlich geeignete Mensch wird in die tieferen Inhalte eingeführt. In realen Konfliktsituationen ohne Regeln - häufig im Nahkampf und auch unter Einbeziehung von Waffen - liegt der Fokus auf der wirksamen Abwehr und dem Kampfunfähig-Machen eines Angreifers im Rahmen des geltenden Notwehrrechts.
Seine langjährige praktische Erfahrung umfasst unter anderem Kyudokan Gendai Jujutsu, Kyudokan Atemi Waza, Kyudokan Kobudo, Kyudokan Karate Do, militärischen Nahkampf, Kickboxen sowie Survivalausbildung. Ergänzt wird dies durch fundierte Arbeit in der Selbstbehauptung für Kinder, Selbstverteidigung für Frauen und im professionellen Deeskalationstraining. Kester Peters verbindet traditionelle Prinzipien mit moderner Praxis und versteht Kampfkunst nicht als Selbstzweck, sondern als Werkzeug zur Persönlichkeitsentwicklung, Klarheit und verantwortungsvollem Handeln.