Bereits zum dritten Mal ermitteln die Gartenladies und ich lerne wieder viel Neues über die heimische Flora.
Dieses Mal wird die schön anzusehende Pflanzenwelt verwendet, um Bewohner von Oberdistelbrunn zu vergiften. Da fällt der Verdacht der Polizei natürlich sofort auf die Kräuterhexe Pauline, welche die Bezeichnung botanisch versierte weise ältere Frau bevorzugt.
Paulines Freundin Berta, Partnerin in Crime, ist bekannt für ihre farbenprächtige Kleidung und hält überhaupt nichts von gedeckten Farben. Schwarz ist keine Farbe. Schwarz ist ein Zustand. Immer total negativ, in keinem Fall gut. Dazu fällt mir nur angebranntes Essen, ein nächtlicher Stromausfall, Todesanzeigen, Karies oder unsere Innenpolitik ein.
Ebenfalls mit dabei ist die Schwarze Witwe Bobo, welche ihre Stilettos gezielt als Waffe einzusetzen weiß. Diese Frau besaß den Charme einer Rolle Stacheldraht, gepaart mit einem Gemüt, das zunehmend nach einer Charaktertranplantation verlangte.
Bei den Büchern von Klaudia Blasl staune ich immer wieder über ihre Wortgewalt. Bei jedem Satz gilt es genau zu lesen, damit ich auch nichts von dem feinsinnigen Humor verpasse. Hier stimmt jedes Wort, Pointen reihen sich aneinander, so etwas kann keine KI.
Der Fall selbst macht mich betroffen, wieder einmal zählen Geldgier und Machtgehabe mehr als Menschenleben, wie traurig. Aber glücklicherweise gibt es auch viel zu lachen, so dass ich das Buch mit einem Schmunzeln zuklappe und hoffe, dass es sehr bald wieder weitergeht in Oberdistelbrunn.
Wer auch Lust hat auf wunderbare Wortschöpfungen, ironische Beschreibungen einer Langzeitehe und spannende Fälle im Gartenmilieu, dem empfehle ich Gärten, Gift und kalte Rache sowie die gesamte Reihe sehr gerne weiter.