Darum geht es:
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Eine Clique, tief verbundene Freundschaften. Doch dann verliebte sich eine in den falschen Mann. Die 17 jährige Norah und der vier Jahre ältere David waren nicht lange zusammen. Nach ihrer Trennung wurde David zum Mörder. Auf einem Parkplatz tötete er ein Liebespaar und dann begann die Flucht um sein Leben.
Im abgelegenen Ort war Norah für die Bewohner nur noch Die Freundin des Killers.
Knapp 20 Jahre später kehrt Norahs bester Freund aus dieser Zeit zurück nach Waldesroda. Goran hat erfahren, dass Norah Drohbriefe erhält und die klingen so, als ob sie vom tot geglaubten David stammen. Um herauszufinden, was es damit auf sich hat, muss er in Norahs und seine eigene Vergangenheit abtauchen.
Meine Meinung:
Ein schwieriger Thriller für mich. Grundsätzlich hat mir das Buch ziemlich gut gefallen, auch wenn es manches gab, mit dem ich mich nicht zu richtig anfreunden konnte.
Was mir ganz schnell unter die Haut ging, war die Atmosphäre. Die hat mich ganz schnell ans Buch gefesselt. Ebenso der ständige Hauch von einer subtilen Spannung, die durch die Seiten mitschwang
Die Geschichte wird zum einen in der Gegenwart erzählt, aber es gibt auch immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit, um die Ereignisse besser verstehen zu können.
Norah als Protagonistin empfand ich eher als unscheinbar. Sympathisch, ein bisschen gebrochen, aber ohne etwas, das ich sagen könnte, sie wird mir im Gedächtnis bleiben.
Goran hingegen fand ich da schon interessanter. Ob seine Weste so weiß ist? Wage ich mal zu bezweifeln. Seine ist eher grau mit Hang zu schwarz, aber er weiß genau, bis wohin er gehen kann.
Aufgrund seines Umfelds fand ich es auch nachvollziehbar, dass er einen bisschen die Ermittler Vibes mitbringt.
Hier könnte jetzt ein kleiner SPOILER kommen. Ich versuche es so grob wie möglich zu halten. Im Klappentext steht ja bereits, dass die Drohbriefe nach dem Toten klingen. So wie das Buch aber aufgebaut ist, konnte er es in meinen Augen einfach nicht sein. Da wäre die komplette Spannung in meinen Augen weg gewesen. Trotzdem etwas, wo ich mir nie sicher war. Von daher hatte es trotz allem einen Reiz.
Was mir persönlich nur leider gar nicht gefallen hat, war das Ende des Buches. Das riesengroße Geheimnis, um das ein Drama gemacht wurde. Ja ok, es war eine Überraschung. Aber ich hab mir sonst was ausgemalt. Was um Himmels Willen hat Norah damals nur getan? Dieses eine, allerletzte Geheimnis. Dann kam die Auflösung und ich war ganz ehrlich etwas enttäuscht.
Dazu kommt, dass alles recht schnell zu Ende ging. Das hätte ich mir noch etwas länger, ausführlicher und packender gewünscht.
Der Schreibstil von Linus Geschke ist sehr angenehm. Flüssig zu lesen mit guter Atmosphäre.
Fazit:
Wer subtile Spannung mag und Charaktere, die nicht nur weiße Westen haben, ist hier gut aufgehoben. Besonders gefallen hat mir die packende Atmosphäre. Auch wenn es für meinen ganz persönlichen Geschmack ein paar Schwachstellen hatte, ganz besonders was das Ende angeht, hat mir der Thriller gut gefallen und ich hatte eine schöne Lesezeit.