Für die Tiere, immer
So viele verlassene und leidende Seelen leben dort draußen in den schlimmsten Verhältnissen. Ich wollte meinen Teil dazu beitragen und wenigstens einer von ihnen ein liebevolles, schützendes Zuhause geben. Meine Hündin Luna kommt aus Rumänien. Sie konnte sich als kleiner Hund kaum im Kennel durchsetzen und hätte den anstehenden Winter wahrscheinlich nicht überlebt. Zum Glück wurde sie rechtzeitig von einer Pflegestelle aufgenommen. Wir sind beide unfassbar dankbar, dass wir uns haben. Sie gehört zur Familie und wird von allen Seiten heiß und innig geliebt. Und gibt so viel Liebe zurück. Es wird Zeit, dass wir alle etwas mehr für Tiere in Not tun. Im Kleinen wie im Großen. Vor unserer Haustür und im Ausland. Sie brauchen uns.Genau deshalb hat Malte Zierden "Der traurigste Himmel auf Erden" geschrieben. Er ist bekannt als Social-Media-Star und Musiker, widmet sich in diesem Buch seinem Engagement für die Tiere. Er berichtet, wie er zum Tierschutz kam und von seinen Einsätzen in Krisengebieten. Er erzählt von den vielen Herausforderungen, schrecklichen Bildern und auch Verlusten, welche die Tierschutzarbeit mit sich bringen. Wer sich dafür entscheidet, geht "all in". Mit vollem Herzen, allen Emotionen und muss akzeptieren, in die Abgründe dieser Welt zu blicken. In seinem Buch stellt Malte Zierden kapitelweise Hunde in den Mittelpunkt und erzählt ihre Geschichte. Lotti, Armor, Ma und viele weitere: Sie bekommen einen Namen und stehen stellvertretend für das Leid und die Geschichten all der anderen Tiere. Malte ist naiv an die Sache herangegangen, hat massive Gefahren auf sich genommen, ein Tierheim gegründet, sich zwischendurch selbst verloren. Und ist am Ende immer noch dabei: Für die Tiere. Immer.Maltes Schilderungen tun weh. Ich habe viele Tränen beim Lesen vergossen. In jeder Zeile steckt sein ganzes Herzblut für die Tiere. Hut ab an alle da draußen, die diese Arbeit leisten. Auch Malte würdigt die Menschen, die ihn auf seinem Weg inspiriert und begleitet haben. Und dies bis heute tun. Das Buch ist vor allem eins: aufwühlend und kritisch. Er appelliert an die Gesellschaft. Spricht über den Umgang mit Tieren, die Verhältnisse in Tierheimen, die Vergessenen bei Krieg und Umweltkatastrophen. Und er wirft auch die Frage auf: Wie viel kann ich selbst tun? Kann ich überhaupt etwas ändern (ja!), und wie viel ertrage ich persönlich, ohne daran kaputt zu gehen? Zwischen diesen Episoden und Rückblicken lernen wir Malte genauer kennen. Er macht sich seelisch nackig. Rechnet mit seinem alten Ich ab. Erzählt von seiner Familie. Seiner persönlichen Entwicklung. Die Prise Humor fehlt zwischendurch auch nicht. "Der traurigste Himmel auf Erden" ist emotional und intensiv. Der Bericht kratzt thematisch zwar nur an der Oberfläche, schafft es jedoch (hoffentlich), sich mehr mit dem Tierschutz auseinanderzusetzen. Es ist ein Appell, sich zu engagieren. Jeder auf seine Weise. Finanzielle Unterstützung für Vereine, Gassigänge im Tierheim, Pflegestelle oder Für-Immer-Zuhause, Aufklärungsarbeit. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Und machen am Ende den kleinen, aber feinen Unterschied. Für Lotti, Amor, Ma. Und all die anderen.