Eve und ihre Lebensgefährtin Charlie haben ein altes, einsam gelegenes und renovierungsbedürftiges Haus gekauft. Eines Abends, als Eve allein im Haus ist, klingelt es und ein Mann mit seiner Frau und den drei Kindern steht vor der Tür und bittet darum, daß sie sich im Haus umsehen dürfen. Er hätte in seiner Kindheit dort gewohnt. Nach einigem zögern gibt Eve der Bitte nach. Sie ahnt nicht, was sie damit herauf beschwört!
"Die Besucher" von Marcus Kliewer hat mich zunächst begeistert. Die Handlung rund um die aufdringliche Familie ist durchaus spannend. Man fragt sich genau wie Eve, wann sie endlich wieder gehen. Die Spannung wird jedoch leider immer wieder durch Einschübe von Dokumenten unterbrochen, die bei mir Langeweile erzeugten. Auch die Charaktere blieben mir fremd. Eve war mir zu naiv, die Familie zu aufdringlich und dreist und Charlie war kaum anwesend. Spannende Details flackern immer wieder auf, wenn sich im Haus etwas unnatürlich verändert. Dies ist gruselig, ebenso wie die ständigen Geräusche und der Mann im alten Haus. Bei ihm hat mich gestört, daß seine Erscheinung nie aufgeklärt wurde. Dies ist auch nicht die einzige Frage, die offen blieb, was mich am Ende gestört hat. Überhaupt fand ich das Ende sehr skurril und nicht zufriedenstellend. Es blieben zu viele Fragen offen. Mich hätte da noch so einiges interessiert. Insgesamt kann man das Buch gut lesen, wenn man sich nicht daran stört, daß zum Schluß noch viele Fragezeichen übrig bleiben.