Mit "Die Klinge des Schicksals¿ hält man einen komplexen Einzelband in der Hand, der sich mit der Macht der Natur, Intrigen und Verschwörungen beschäftigt. Das Setting ist sowohl mittelalterlich als auch mit Steampunkelementen versehen (Waffen, Elektrotechnik). Diesen Mix im Zusammenhang mit der sich ausbreitenden Wildnis und ihren Monstern und Kreaturen finde ich sehr spannend und ansprechend. Danèstra, die Klinge des Schicksals, ist eine Hauptprotagonistin, die schon Oma ist - was ich super finde! Ihre Missionen, die sie im Schlaf ereilen, bringen sie an die verschiedensten Orte. In ihrer aktuellen Mission steht sie Kalenia zur Seite, die die Namen der Menschen kennt, die für die Ausbreitung der Wildnis verantwortlich sind. Oder? ...Ich muss sagen, dass ich an vielen Stellen der Geschichte verwirrt war und manche Passagen mehrfach lesen musste, um wirklich zu begreifen, was da gerade passiert. Es sind manchmal nur Kleinigkeiten, die am Ende einen großen Stein ins Rollen bringen. Es gibt ziemlich coole Wendungen und Enthüllungen, die auch nach Ende des Buches noch einen letzten Spielraum für Interpretationen lassen. Man darf bei der Geschichte gern mitdenken und rätseln, wohin sich alles entwickelt. Das finde ich sehr gelungen.Wer einen spannenden und unerwarteten Fantasy-Einzelband sucht, ist hier genau richtig: Monster, Magie, Natur, Verwirrungen - mehr braucht es nicht.Einzige Kritikpunkte: Zwischendurch ließen mich ein paar kleinere Zeitsprünge mehr als verwirrt zurück. Die meisten Lücken haben sich aber später geschlossen. Leider gibt es ein paar Schreibfehler, die ich bei dem Verlag eher nicht erwarte.