Michael Kratzer:
Michael Kratzer (*20. März 1985 in Leverkusen) ist ein intermedialer Künstler und Autor, dessen Schaffen an der Schnittstelle von Lyrik, Philosophie und audiovisueller Kunst angesiedelt ist. Bereits in der Jugend verschalten sich bei ihm Lyrik und Code - erste Gedichte mit dreizehn, Programmieren am C64 mit vierzehn -, und seit 2003 arbeitet er konsequent intermedial: Text und Bild im direkten Dialog.
Ein kreativer Dualismus, der aus seiner bipolaren Begabung entspringt, zieht sich als zentrale Achse durch seine Werke - ein innerer Kontrast, den er als Spiegel seiner Kunst und als Ventil zur Außenwelt nutzt. Die existenzielle Auseinandersetzung mit Vergänglichkeit, Beständigkeit, tiefen Emotionen, Freiheit und psychischer Gesundheit bildet das thematische Fundament; Kunst ist für ihn Medium zur Untersuchung der Digitalisierung von Bewusstsein und der Suche nach Stabilität im Sein. Die Psychogeographie des Zerfalls und sterile Modernität sind für Kratzer Interpretation innerer Zustände, keine Dokumentation.
Als gelernter Mediengestalter und Creative Director steuert er seit über 25 Jahren selbstständig die gesamte mediale Produktionskette. Im Zentrum stehen Lyrik-Zyklen, die er mit Fotografie, Illustration, Sounddesign und handgefertigter Animation zu intermedialen Gesamtkunstwerken verbindet. In Audio-Projekten übernimmt er Sprecher, Regie, Sounddesign und Mastering und produziert eigenständig Musik und Soundscapes. Handgefertigte Animationen, kombiniert mit KI-generierter Musik, machen die Dualität zwischen menschlicher Verletzlichkeit und digitaler Perfektion sichtbar; bei Live-Lesungen tritt er mit eigenem Sound- und Videodesign auf. Editorial Design, Grafik und Layout sichern die professionelle Kuratierung seiner Werke für Ausstellungen und den Print-Markt.
2023 und 2024 stellte er bei der Kunstnacht Leverkusen aus; seit 2023 sitzt er als stellvertretendes Jurymitglied der Kulturstadt Leverkusen über die Fördergelder der Stadt. 2025 veröffentlichte er weltweit das Album »Source Code of Emotion« und den dazugehörigen 24-teiligen Lyrik-Zyklus »Quellcode der Emotionen«. 2026 folgte ein weiteres Album »Source Code of Identity«, welches diese kleine Reihe abschließt. Für sein ehrenamtliches Engagement im Kunst- und Kultursupport Leverkusen wurde er 2020 für den Leverkusen Taler nominiert. Mit »Architektur der Stille« legt er seine erste literarische Novelle vor.