Zum Inhalt:
Für Kommissar Philip Goldberg wird es diesmal gefährlich. Nach einem unerwartet erfolgtem Geständnis wird er suspendiert und damit fangen seine Probleme erst richtig an. Eine kriminelle Organisation hat ihn ins Visier genommen und plötzlich geht es nicht mehr nur um seine berufliche Zukunft. Während Goldberg in Kophusen untertaucht, setzen seine Kollegen Hauke und Peter alles daran, denjenigen auf die Spur zu kommen, die hinter ihm her sind. Es beginnt eine gefährliche Jagd, bei der einiges auf dem Spiel steht.
Meine Leseerfahrung:
Ich liebe diese Reihe einfach, und zwar seit Beginn! Inzwischen ist es für mich tatsächlich wie Nachhausekommen, wenn ich einen neuen Elb-Krimi aufschlage (kann ich nicht oft genug betonen). Goldberg, sein Team und all die anderen Figuren sind mir über die Jahre so sehr ans Herz gewachsen, dass ich mich jedes Mal darauf freue, wieder nach Kophusen zurückzukehren.
Diese Buchreihe hat die richtige Mischung, um die Leserschaft an sich zu binden: klug ausgedachte Kriminalfälle, aktuelle Themen unserer Zeit, natürlich viel Spannung und gleichzeitig diese wunderbar familiäre Atmosphäre. Nicole Wollschlaeger schafft es immer wieder, ihre Figuren nicht nur ermitteln, sondern auch leben zu lassen. Freundschaften, Beziehungen, kleine Eigenheiten und das Miteinander nehmen genauso ihren Platz ein wie der eigentliche Fall. Dadurch fühlt sich Kophusen längst wie ein vertrauter Ort an.
In Elbjagd wird es nun für Goldberg besonders persönlich und ich bin erstaunt, wie sehr mich sein Schicksal gepackt hat. Und deswegen habe ich diesmal ganz anders mitgefiebert. Trotz aller Spannung und der zunächst bedrückten Stimmung, bleibt aber genau das erhalten, was ich an der Reihe so liebe: die vertrauten Charaktere, der norddeutsche Charme und dieses ganz besondere Wohlfühlgefühl zwischen all den kriminellen Machenschaften...und Hauke. Ohne ihn würde definitiv etwas fehlen.
Mit diesem Band wurde es für mich übrigens auch sehr persönlich: Ich darf mich tatsächlich ein kleines bisschen als Teil der Geschichte fühlen. Ich tauche nämlich namentlich in eigener Person im Buch auf und begegne dort sogar Hauke und Peter. Für jemanden, der diese Figuren über viele Bände begleitet und liebgewonnen hat, war das natürlich ein ganz besonderer Lesemoment für mich. Zudem geht der Name Elbhuus für Rosis Restaurant auf meinen Vorschlag im Rahmen eines Gewinnspiels der Autorin zurück. Den eigenen Namen und gleichzeitig eine eigene Idee in einer Lieblings-Buchreihe wiederzufinden, ist schon etwas ganz Besonderes und hat diesen Band für mich natürlich noch einmal um Einiges persönlicher gemacht.
Und für alle, die Philip und Co. nun ebenfalls kennenlernen möchten: Es ist nie zu spät, in die Reihe einzusteigen. Jeder Band erzählt einen in sich abgeschlossenen Fall und kann grundsätzlich für sich gelesen werden. Da es aber immer wieder kleine Hinweise und Bezüge zu früheren Fällen und Entwicklungen gibt, schadet es ganz sicher nicht, Kophusen von Anfang an kennenzulernen.
Fazit:
Für mich ist Elbjagd von Nicole Wollschlaeger ein weiteres großartiges Wiedersehen mit liebgewonnenen Figuren und einer Reihe, die längst einen festen Platz in meinem Bücherregal hat. Spannend, herzlich und einfach typisch Kophusen. Unbedingt lesen!