Kriminalhauptkommissarin Louise Boni auf der Spur krimineller Netzwerke - unkonventionell wie eh und je ...
Zukunftsmarkt Solarenergie, Industriespionage, Ränkespiele mit Gewalt und Mord, kriminelle Netzwerke auf der einen, sich behindernde Ermittlungsbehörden (Verfassungsschutz, Kriminalpolizei) auf der anderen Seite. Quasi dazwischen eine mit sich selbst oft "im Unreinen" liegende, mit unkonventionellen Methoden ("Bonì'sche Methoden") ermittelnde Kriminalhauptkommissarin. So weit, so kurz ...Beim Lesen tut man sich vermutlich leichter, wenn man bereits die eine oder andere Vorgeschichte aus dieser Reihe kennt. Aber auch ohne dieses Hintergrundwissen ist man schnell in der Geschichte und mit den Personen vertraut (zumindest mit den "sympathischen"). Viele dieser Personen sind vom Leben in die Mangel genommen worden, erscheinen hierdurch irgendwie verletzt, hin und wieder verunsichert. Dieses Unbestimmte, dieses Verletzliche ergibt zusammen mit der etwas schnoddrigen, teils leicht sarkastischen Art der Protagonistin einen leicht hintersinnigen Erzählton, der es erlaubt, zur erzählten Geschichte eine Art Parallelgeschichte zu entwickeln. Eine 1:1 Übertragung ist, zumal in den spannungsreichen Szenen (es gibt einige davon) möglich, oft aber auch nicht. Das macht dieses Buch zu einem besseren Krimi, der den Bezug zur Realität spürbar werden lässt.(29.8.2018)