
Eine Liebesgeschichte zwischen Berlin und Adana, zwischen Erinnerung und Sehnsucht. Zeko lebt in Berlin, dreitausend Kilometer von Hassan entfernt und doch ist Hassan ihm näher als jeder Mann, den er in Parks und Cafés, auf Dating-Apps oder vor der Moschee trifft. Hassan, der Nachbarsjunge aus Adana, den sein Großvater Dede nur »Hundesohn« nennt, wenn Zeko ihn in den Sommerferien besucht. Dann stirbt Dede an einem Herzinfarkt. Aber Zeko will nicht vergessen: nicht den Großvater, der alten Männern die Sorgen aus dem Bart schnitt und auf Arabisch sang, nicht den Geschmack von Bamya, nicht die religiösen Rituale und vor allem nicht Hassan.
Und so zählt er die Tage, bis er Hassan wiedersehen wird. Doch je näher seine Abreise rückt, desto heftiger bedrängt ihn, was bei ihrer letzten Begegnung geschehen ist.
Hundesohn
erzählt radikal und poetisch von Liebe und Begehren, von Euphorie und Verletzlichkeit, von der Angst und dem Glück, wenn man liebt über alle Grenzen, Sprachen und Körper hinweg.