Viele schöne Gedanken, aber die eigentliche Botschaft bleibt für mich schwer greifbar.
Der Einstieg in Der Alchimist war für mich erstmal ungewohnt, vor allem wegen des Schreibstils, der sich deutlich von dem unterscheidet, was ich sonst lese. Es ist kein klassischer Roman, sondern fühlt sich eher wie eine Art Lehre oder Metapher an.Santiago als Hauptfigur fand ich sympathisch, aber auch ziemlich naiv. Trotzdem hat man ihn gerne auf seiner Reise begleitet.Was mir besonders gefallen hat, waren die vielen Gedanken und Zitate - ich habe wirklich einiges markiert, weil es einfach schön formuliert war und zum Nachdenken angeregt hat.Die Atmosphäre war für mich sehr besonders - ruhig, fast schon beruhigend, und ich habe mich beim Lesen wohlgefühlt. Auch das Setting mit der Reise und der Wüste fand ich richtig spannend und bildhaft.Gleichzeitig hatte ich aber das Gefühl, dass sich seine Reise extrem lang anfühlt, obwohl das Buch eigentlich ziemlich kurz ist. Dadurch wirkt alles größer und bedeutungsvoller, aber auch ein bisschen anstrengend.Das größte Problem für mich war jedoch, dass ich die eigentliche Botschaft nicht wirklich verstanden habe. Trotz der vielen schönen Gedanken blieb für mich am Ende eher Verwirrung zurück.Ich würde sagen, dass dieses Buch eher eines ist, das man verstehen muss - und weniger einfach nur fühlen kann. Vielleicht würde es beim zweiten Lesen nochmal ganz anders wirken.Insgesamt ein besonderes Buch mit vielen schönen Momenten, das mich aber nicht komplett abholen konnte.