Das Lied der Dunkelheit

Roman. Deutsche Erstausgabe. Originaltitel: The Painted Man. 'Heyne-Bücher Allgemeine Reihe'. 9…
Taschenbuch
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"Weit ist die Welt - und dunkel ..."

... und in der Dunkelheit lauert die Gefahr. Das muss der junge Arlen auf bittere Weise selbst erfahren. Schon seit Jahrhunderten haben Dämonen, die sich des Nachts aus den Schatten erheben, die Menschheit zurückge … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Das Lied der Dunkelheit
Autor/en: Peter V. Brett

ISBN: 3453524764
EAN: 9783453524767
Roman. Deutsche Erstausgabe.
Originaltitel: The Painted Man.
'Heyne-Bücher Allgemeine Reihe'.
9 SW-Abbildungen.
Übersetzt von Ingrid Herrmann-Nytko
Heyne Taschenbuch

4. Mai 2009 - kartoniert - 800 Seiten

Beschreibung

"Weit ist die Welt - und dunkel ..."

... und in der Dunkelheit lauert die Gefahr. Das muss der junge Arlen auf bittere Weise selbst erfahren. Schon seit Jahrhunderten haben Dämonen, die sich des Nachts aus den Schatten erheben, die Menschheit zurückgedrängt. Das einzige Mittel, mit dem die Menschen ihre Angriffe abwehren können, sind die magischen Runenzeichen. Als Arlens Mutter bei solch einem Dämonenangriff umkommt, flieht er aus seinem Heimatdorf. Er will nach Menschen suchen, die den Mut noch nicht aufgegeben und das Geheimnis um die alten Kriegsrunen noch nicht vergessen haben. "Das Lied der Dunkelheit" ist ein eindringliches, fantastisches Epos voller Magie und Abenteuer. Es erzählt die Geschichte eines Jungen, der einen hohen Preis bezahlt, um ein Held zu werden. Und es erzählt die Geschichte des größten Kampfes der Menschheit - der Kampf gegen die Furcht und die Dämonen der Nacht.Episch und düster - die faszinierendste Weltenschöpfung der letzten Jahre.


Portrait

Peter V. Brett, 1973 geboren, studierte Englische Literatur und Kunstgeschichte in Buffalo und entdeckte Rollenspiele, Comics und das Schreiben für sich. Danach arbeitete er zehn Jahre als Lektor für medizinische Fachliteratur, bevor er sich ganz dem Schreiben von fantastischer Literatur widmete. Mit seinen Romanen und Erzählungen aus der Welt von »Das Lied der Dunkelheit« hat er die internationalen Bestsellerlisten gestürmt. Peter V. Brett lebt in Brooklyn, New York.

Leseprobe

Das große Horn dröhnte. Arlen hielt in seiner Arbeit inne, hob den Kopf und blickte auf den zart lavendelfarbenen Morgenhimmel. Nebelschwaden hingen noch in der Luft und brachten einen feuchten, beißenden Geruch mit sich, der dem Jungen nur allzu vertraut war. Eine dumpfe Furcht breitete sich in seinen Eingeweiden aus, während er regungslos in der morgendlichen Stille stand und angespannt wartete, noch voller Hoffnung, er habe sich den Klang des Horns nur eingebildet. Arlen war elf Jahre alt.
Nach einer Pause erscholl das Horn noch zweimal rasch hintereinander. Ein langer Ton gefolgt von zwei kurzen Stößen, das bedeutete Süden und Osten. Die Holzfällerhütten, der Weiler in der Nähe des Waldes. Sein Vater hatte Freunde dort. Hinter Arlen ging die Haustür auf, und er wusste, dass seine Mutter mit vor dem Mund zusammengeschlagenen Händen hinausspähte.
Arlen kehrte an seine Arbeit zurück; man brauchte ihm nicht zu sagen, dass er sich sputen musste. Manche Aufgaben ließen sich ein, zwei Tage aufschieben, aber das Vieh musste gefüttert und die Kühe obendrein gemolken werden. Er ließ die Tiere in den Ställen und stopfte die Raufen mit Heu voll. Hastig füllte er die Schweinetröge und hetzte dann los, um einen hölzernen Melkeimer zu holen. Seine Mutter hockte bereits unter der ersten Kuh und bearbeitete geschickt deren Euter. Arlen schnappte sich den zweiten Melkschemel und passte sich dem Rhythmus der Mutter an; das Geräusch der auf das Holz prasselnden Milch glich einem getrommelten Trauermarsch.
Als sie sich anschickten, die beiden nächsten Kühe in der Reihe zu melken, sah Arlen seinen Vater, der dabei war, ihr kräftigstes Pferd, eine fünf Jahre alte Fuchsstute namens Missy, vor den Karren zu spannen. Mit grimmiger Miene ging er seinen Verrichtungen nach.
Was würden sie dieses Mal vorfinden?
Bald saßen sie in dem Fuhrwerk und rumpelten in Richtung der kleinen Ansammlung von Häusern, die sich dicht an den Waldessaum schmiegte. Es war gefährlich dort - w
enn man das nächste geschützte Gebäude erreichen wollte, musste man über eine Stunde lang rennen -, doch das Holz wurde dringend gebraucht. Arlens Mutter, die sich in ihr abgewetztes Umhängetuch gehüllt hatte, drückte ihren Sohn während der ganzen Fahrt fest an sich.
"Ich bin schon groß, Mam", beschwerte sich Arlen. "Du musst mich nicht im Arm halten wie ein Baby. Ich habe keine Angst." Das entsprach zwar nicht völlig der Wahrheit, aber er wollte nicht, dass die anderen Kinder ihn sähen, wie er sich an seine Mutter klammerte, wenn sie ankamen. Sie machten sich ohnehin schon genug über ihn lustig.
"Aber ich fürchte mich", entgegnete seine Mutter. "Was ist, wenn ich diejenige bin, die Halt und Trost sucht?"
Arlen spürte eine Aufwallung von Stolz und kuschelte sich wieder eng an seine Mutter heran, während sie die Straße entlangholperten. Sie konnte ihn niemals täuschen, trotzdem fand sie in jeder Situation genau die richtigen Worte.
Lange bevor sie ihr Ziel erreichten, verriet ihnen eine Säule aus fettigem Qualm mehr, als sie wissen wollten. Man verbrannte die Toten. Und wenn man die Scheiterhaufen so früh anzündete, ohne auf die Ankunft der anderen zu warten, um gemeinsam zu beten, hieß das, dass es sehr viele Opfer gegeben hatte. Sie waren zu zahlreich, um für jeden einzelnen Toten ein Gebet zu sprechen, wenn man mit der Bestattung vor Anbruch der Dunkelheit fertig sein wollte.
Von dem Hof, der Arlens Vater gehörte, bis zu den Holzfällerhütten waren es über fünf Meilen. Als sie endlich eintrafen, waren die Löscharbeiten an den letzten brennenden Gebäuden beendet, obwohl es im Grunde gar nichts mehr zu retten gab. Von fünfzehn Häusern war nur noch Schutt und Asche übrig.
"Die Holzstapel sind auch verbrannt", erklärte Arlens Vater und spuckte über die Seitenwand des Karrens. Mit dem Kinn deutete er auf die geschwärzten Trümmer, die von der Ausbeute einer ganzen Saison zurückgeblieben waren. Arlen zog eine Grimasse bei der Vorstellung, dass der
morsche Zaun, der den Viehpferch eingrenzte, noch ein ganzes Jahr lang halten musste, und sofort plagten ihn Gewissensbisse. Schließlich war es nur Holz, das zu Schaden gekommen war.
Die Dorfsprecherin näherte sich ihrem Karren, als sie zum Stehen kamen. Selia, die Arlens Mutter manchmal Selia die Unfruchtbare nannte, war eine hartgesottene Frau, hochgewachsen und hager, mit einer Haut wie gegerbtes Leder. Das lange graue Haar war zu einem straffen Knoten gezwirbelt, und ihr Umschlagtuch trug sie wie ein Statussymbol, das ihr Amt kennzeichnete. Mit ihr war nicht gut Kirschen essen, wie Arlen mehr als einmal erfahren hatte, wenn sie mit dem Stock auf ihn eindrosch, doch heute empfand er ihre Anwesenheit als tröstlich. Mit Selia ging es ihm wie mit seinem Vater - bei beiden fühlte er sich sicher und geborgen.
Obwohl Selia keine eigenen Kinder hatte, verhielt sie sich jedem Einwohner von Tibbets Bach gegenüber wie eine Mutter. Nur wenige reichten an ihre Weisheit heran, und ihre Sturheit war nahezu unübertroffen. Wenn Selia einem wohlgesonnen war, dann konnte einem nicht mehr viel passieren.
"Gut, dass du gekommen bist, Jeph", wandte sich Selia an Arlens Vater. "Und es ist schön, dass du Silvy und den jungen Arlen mitgebracht hast", fuhr sie fort, mit dem Kinn auf Arlen und seine Mutter deutend. "Wir können jede Unterstützung gebrauchen. Sogar der Junge kann helfen."
Arlens Vater gab einen Grunzlaut von sich und kletterte von dem Fuhrwerk herunter. "Ich habe mein Werkzeug dabei", erklärte er. "Sag mir nur, wo wir mit anpacken können."
Arlen klaubte das kostbare Werkzeug von der hinteren Ladefläche des Karrens. Gegenstände aus Metall gab es in Tibbets Bach kaum, und sein Vater war stolz auf seine beiden Schaufeln, die Spitzhacke und die Säge. Heute würde jedes einzelne Stück stark beansprucht werden.
"Wie viele Tote gab es?", erkundigte sich Jeph, obwohl es schien, als wolle er es lieber nicht wissen.
"Siebenundzwanzig", antwortete Selia. Sil
vy stieß einen erstickten Schrei aus und schlug die Hände vor den Mund; in ihren Augen standen Tränen. Jeph spuckte abermals aus.
"Hat jemand überlebt?", fragte er.



Pressestimmen

"Das Lied der Dunkelheit ist phänomenal! Ein großartiger Abenteuerroman, ein Lied über wahres Heldentum." Charlaine Harris

"Ich habe Das Lied der Dunkelheit genossen. Actionreich, spannend und voll anrührender Charaktere - Peter V. Bretts Stil und seine Ideen sind einfach brilliant!" Terry Brooks

"Peter V. Bretts Weltenschöpfung ist so faszinierend und seine Geschöpfe so lebensecht, dass Das Lied der Dunkelheit schon jetzt als Klassiker gelten kann." Cairns Post, Australia

"Ein Meisterwerk! Man kann das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen " Horrorscope, Australia
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von Peter W. - Hugendubel Buchhandlung Nürnberg Glogauerstr. - 22.10.2018
Nachts steigen Dämonen empor und die Menschen finden Schutz hinter uralten Siegeln. Nach dem bestialischen Tod seiner Mutter beschließt der Bauernjunge Arlen, der Tatenlosigkeit der Menschen ein Ende zu setzen. Er schickt sich an, alles über die Siegel in Erfahrung zu bringen und sich der Dunkelheit entgegenzustellen. Mystisch, rasant und imposant! Fantasy, die einen in ihren Bannkreis zieht!
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Inzwischen kein Geheimtipp mehr, im Gegenteil: der Auftakt der Dämonensaga - frisch, originell und sooo cool! Auch für Jugendliche geeignet, die gern die Bücher von P. B. Kerr und/oder Chris Bradford gelesen (und hinter sich gelassen) haben.
Bewertungen unserer Kunden15
Heyne.52476 Brett.Lied der Dunkelheit
von Anne S. - 25.04.2013
Es geht um schreckliche Dämonen, alte Legenden, einen heiligen Krieg, Freundschaft und Rache. Es ist die Geschichte von Arlen, der auf der Suche nach den Kampfsiegeln ist, um den Dämonen entgegen treten zu können. Es ist die Geschichte von Leesha, die bei der alten Kräuterfrau Bruna in die Lehre geht. Und die von Rojer, Waisenjunge und Jongleur, der eigentlich nur versucht mit seinem Leben klar zu kommen. Aber vor allem ist es die Geschichte über den ältesten Kampf der Welt: gegen die Furcht und die Dämonen der Nacht. Fazit: Absolut Sucht erregend!
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