Die Geschichte um Anna geschieht in der realen Welt vom 12. bis zum 20. Jahrhundert. Dadurch werden etliche wichtige, historische Ereignisse aufgegriffen und leider nur kurz angerissen. Die reale Welt ist mit magischen Elementen wie Göttern, Magie etc. erweitert. Trotz der historisch wichtigen Ereignisse (z.B. Jack the Ripper, 1. und 2. Weltkrieg) kommt irgendwie nur wenig Spannung auf, da die Erzählweise eher langsam und oberflächlich ist. Im Zentrum steht immer Anna, ihre Gefühle und ihre Entwicklung.
Der personale Erzähler gibt uns sehr viele Einblicke in die Gedanken und Gefühle von Anna. Am Anfang jedes Kapitels gibt es außerdem einen kleinen Teaser aus Khirans Gedanken. Der malerische Schreibstil gefällt mir gut und erscheint vor allem zu Beginn märchenhaft.
Die Hauptfigur ist ganz klar Anna. Ihre Entwicklung ist langsam, aber vorhanden. Sie sieht immer, wie schrecklich die Menschheit doch sein kann und verliert ihren Glauben und ihren Mut zu helfen dennoch nie. Natürlich zweifelt sie ab und an und hinterfragt vor allem Khirans Entscheidungen, jedoch bleibt sie im Kern trotz allem hilfsbereit. Mich hat es etwas gestört, dass oft Khiran auftauchen und Anna retten muss. Ich mag starke, sich selbst rettende Frauencharaktere lieber. Sie haben mich leider nicht wirklich überzeugt, da Anna oft wie ein naives, kleines Mädchen auf mich wirkte, obwohl sie ja schon so lange leben sollte. Und Kiran war auch irgendwie nervig mit seinen ganzen Geheimnissen und stereotypen Mustern.
Im Fokus der Geschichte steht außerdem die Beziehung zwischen Anna und Kiran, aus der ganz langsam eine Liebesbeziehung entsteht.
Ich bin ehrlich gesagt sehr zwiegespalten, was Immortalität Truths angeht. Auf der einen Seite gefällt mir der Schreibstil gut und die Idee über die Jahrtausende hinweg finde ich spannend. Jedoch sind mir die historischen Ereignisse hier einfach zu kurz und zu oberflächlich abgehandelt worden. Außerdem war es nie richtig spannend, doch trotzdem wollte ich wissen, wie die Geschichte weiter geht. Manchmal dachte ich mir auch, es ist ganz schön schwere Kost, wenn man die ganze Zeit liest, wie schlimm die Menschheit doch eigentlich in der Vergangenheit war (und teilweise ja leider immer noch ist). Ich bin mir noch unsicher, ob ich den Finalen Band Godly lies noch lesen werde oder nicht.