Müsste ich Gejagt durch Brandenburg mit wenigen Worten beschreiben, würde ich sagen: genau so will ich einen starken Kriminalroman. Genau so will ich ins Buch reingezogen werden. Genau so geht eine starke Geschichte!
Schreibstil, Handlung, Entwicklung der Geschichte: ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Hier stimmt für mich einfach alles. Richard Brandes hat es geschafft, mich innerhalb eines Tages durch die Seiten fliegen zu lassen. Ich hab die Geschichte förmlich inhaliert. Die Handlung dümpelt so gar nicht vor sich hin, hier passiert immer etwas. Gejagt durch Brandenburg hat mich mit Spannung unterhalten, ohne brutal zu sein. Die Handlung war konstant stark, ohne ins Unrealistische zu schwenken. Auch die Auflösung hat für mich so absolut Sinn gemacht, eine runde Sache!
Im Fokus steht die Ermittlerin Carla. Aber nicht nur Carla glänzt hier, Richard Brandes räumt auch den anderen Ermittlern ihren Platz ein. Sie alle sind Teil der Ermittlungen, gleichzeitig wird auch das Privatleben der Ermittler eingeflochten. Und das mag ich bei Geschichten ja immer sehr gern. Hier sind nämlich beide Komponenten, beruflich wie privat, sehr spannend!
Mir waren so ziemlich alle Figuren sympathisch. Sie alle sind sehr normal gezeichnet, sehr alltäglich. Ich glaube, eine Carla könnte es genau so auch wirklich in einem Polizeirevier geben. Carla befürchtet in diesem Buch, dass ihr eigener Sohn in einen Fall verwickelt sein könnte. Ihre Sorgen, ihre Angst, wurden hier wirklich intensiv beschrieben. All das hat auf mich sehr authentisch gewirkt.
Gejagt durch Brandenburg ist der vierte Teil einer Reihe, die vorherigen Teile hatte ich zuvor nicht gelesen. Das war aber tatsächlich kein Problem, ich konnte ohne Probleme einsteigen. Und ein einziges Buch der Reihe hat jetzt gereicht, um mich zum Fan zu machen. Ein tolles Buch!
Von mir gibts 5 von 5 und eine absolute Leseempfehlung!