Schon das Titelbild von Handkäs Masala hat mich sehr angesprochen. Diese hessisch-indische Kombination macht direkt neugierig und passt wunderbar zur besonderen Atmosphäre des Krimis.
Kurze Zusammenfassung:
Der Krimi spielt in Bad Vilbel, Olaf übernimmt dort das Housesitting für einen Freund und stolpert schneller als gedacht in einen mysteriösen Fall: Ein Toter im Kneipp-Becken sorgt für jede Menge Fragen. Da die offiziellen Ermittlungen nicht wirklich vorankommen, beginnt Olaf selbst nachzuforschen unterstützt von einer indischen Spurenleserin und der Putzfrau des Hauses.
Mein Leseeindruck:
Der Sprachstil des Krimis liest sich locker und flüssig. Die Szenen sind lebendig beschrieben und gerade wenn man Bad Vilbel kennt immerhin Hessentagsstadt 2025 erkennt man viele Schauplätze direkt wieder. Auch Spuren nach Bad Nauheim haben bei mir für einen zusätzlichen Wiedererkennungswert gesorgt. Das macht das Lesen noch atmosphärischer.
Sehr angenehm fand ich außerdem die kurzen Kapitel. Sie umfassen oft nur wenige Seiten, sodass sich der Krimi wunderbar in kleinen Häppchen lesen lässt. Ideal für zwischendurch, ohne dass Spannung verloren geht.
Im Verlauf der Handlung fließen verschiedene aktuelle Themen mit ein, ohne dass es überladen wirkt. Die Ermittlungsarbeit ist herrlich ungewöhnlich und immer wieder sorgen humorvolle Szenen für Auflockerung. Gerade dieser Mix aus Spannung, Lokalkolorit und Humor macht den Reiz des Krimis aus.
Anfangs tappt man noch ziemlich im Dunkeln. Doch nachdem es weitere Opfer gibt, kristallisieren sich langsam erste Spuren heraus. Trotzdem schafft es der Autor, die Spannung bis zum Schluss aufrechtzuerhalten und das Ende hat mich dann tatsächlich überrascht.
Fazit:
Handkäs Masala ist ein ungewöhnlicher und unterhaltsamer Krimi mit viel regionalem Flair, skurrilen Ermittlern und einer interessant spannenden Geschichte. Besonders Olaf als sympathischer Hobby-Ermittler macht Spaß. Wer Krimis mit Humor, überraschenden Wendungen und hessischem Lokalkolorit mag, kann hier zugreifen.