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Produktbild: Hagendorf | Robert Steinhauser
Produktbild: Hagendorf | Robert Steinhauser

Hagendorf

Ein Söldner im Dreißigjährigen Krieg

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179 Lesepunkte
Buch (kartoniert)
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17,90 €inkl. Mwst.
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Ein historischer Tatsachenroman über den Söldner Peter Hagendorf, dessen Tagebuch 1988 entdeckt wurde.

Als sich im Jahr 1618 ein Komet mit einem funkensprühenden Schweif am Himmel zeigt, deuten die Menschen ihn als Bote kommenden Unheils. Auch der junge Peter Hagendorf beobachtet die unheimliche Erscheinung.
Nachdem sein jüngerer Bruder die elterliche Mühle übernimmt und Peter bei einem Überfall seines Erbteils beraubt wird, prophezeit ihm eine Wahrsagerin eine düstere Zukunft. Er lässt sich anwerben und zieht als Söldner durch halb Europa. Während er an blutigen Schlachten teilnimmt, ehelicht der ihm verhasste Bruder seine Jugendliebe.
Peter wird Zeuge von Hexenverbrennungen, entsetzlichen Hungersnöten und schrecklichen Krankheiten. Beim Sturm auf Magdeburg wird er schwer verwundet. Während er im Zelt des Feldschers um sein Leben ringt, begibt sich Ehefrau Anna auf Plünderung in die brennende Stadt.
Doch die Reiter der Apokalypse fegen bereits über das Land, bereit auch Peters Schicksal eine ungeahnte Wendung zu geben. . .

Produktdetails

Erscheinungsdatum
27. Mai 2022
Sprache
deutsch
Untertitel
Ein Söldner im Dreißigjährigen Krieg. 1. Auflage.
Auflage
1. Auflage
Seitenanzahl
544
Autor/Autorin
Robert Steinhauser
Verlag/Hersteller
Produktart
kartoniert
Gewicht
712 g
Größe (L/B/H)
215/135/38 mm
ISBN
9783755731573

Portrait

Robert Steinhauser

Robert Steinhauser:

Robert Steinhauser wurde 1970 im oberschwäbischen Weingarten geboren. Nach einer Ausbildung zum Zimmermann studierte er Geschichte, Geographie und Technik auf Lehramt. Er unterrichtet an einer Realschule und lebt mit seiner Familie im Allgäu.

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Von Sunshine77 am 13.04.2023

Söldner im dreißigjährigen Krieg

Wenn man aktuell erlebt, wie lange sich der Krieg in der Ukraine bereits hinzieht und dann an den dreißigjährigen Krieg denkt, erscheint es unvorstellbar. Welches Leid, welche Not mag dieser Krieg erst gebracht haben, auch wenn er mit - aus heutiger Sicht - archaichen Waffen ausgefochten wurde. Peter Hagendorf ist jung, gebildet und hat eigentlich eine gute Zukunft vor sich. Aber das Schicksal meint es zunächst nicht gut mit ihm. Er erbt nicht wie erwartet die väterliche Mühle und verliert sein ausgezahltes Erbe durch einen Räuber. Um sich durchzuschlagen, wird er Söldner und kämpft - je nachdem wer ihn bezahlt - auf unterschiedlichen Seiten im dreißigjährig Krieg. Nach Peters 1988 gefundenem Tagebuch schrieb Robert Steinhäuser diesen historischen Roman. Die Eintragungen aus dem Tagebuch wurden ausgeschmückt und fehlende Zeiten ergänzt, so dass ein historische Roman entstand, der das Leben von Peter Hagendorf eng begleitet und erzählt, wie es gewesen sein könnte. Als Leser schaut man ihm praktisch die ganze Zeit über die Schulter, erfährt die Grausamkeit des Krieges, sein persönliches Leid, wird aber auch Zeuge seiner zunehmenden Verrohung und des durch ihn verursachten Leides. Gerade diese Authentizität, das er nicht als "guter" Held, sondern als Mensch der damaligen Zeit dargestellt wird, macht den Reiz dieses einzigartigen Buches aus.
Von Cappuccino-Mama am 03.04.2023

Krieg, Inquisition, Hungersnöte und Schicksalsschläge

Nach längerer Zeit habe ich wieder einmal einen historischen Roman über den Dreißigjährigen Krieg gelesen. Dieses Mal aus Sicht des Söldners Peter Hagendorf. Das Interessante daran ist, dass es sich bei diesem Söldner um einen Protagonisten handelt, der tatsächlich existiert hat und seine Erlebnisse der Nachwelt in Tagebüchern hinterlassen hat. Cover: Das Cover ist überwiegend in einem Sepia-Farbton gestaltet, was hervorragend zu einem historischen Roman passt. DasTitelbild zeigt eine altertümliche Kriegsszenerie mit Soldaten und brennenden Städten. Unterhalb dieser Abbildung befindet sich ein roter Abschluss, der symbolisch für das viele unnötig vergossene Blut stehen könnte. Handlung: Deutschland im Jahre 1618 - Der junge Peter Hagendorf genießt eine hervorragende Ausbildung und möchte danach die elterliche Mühle übernehmen. Doch der Vater übergibt diese seinem jüngeren Sohn, Peters ungeliebten Bruder. Gekränkt verlässt Peter sein Heimatdorf und schließt sich, nachdem er bei einem Überfall des ausgezahlten Erbteils beraubt wird, den Söldnern an. Fortan zieht er durch halb Europa und nimmt an blutigen Schlachten teil. Währenddessen heiratet der verhasste Bruder Peters Jugendliebe Anna Maria. Fast ein Vierteljahrhundert ist Peter als Söldner tätig und macht dabei Zeuge von Hexenverbrennungen, erlebt Hungersnöte, die Menschen zum Äußersten treiben, sowie schreckliche Krankheiten, die vielen Menschen das Leben kostet. Meine Meinung: Wer sich für detaillierte Geschehnisse aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges interessiert, dem ist dieser historische Roman durchaus zu empfehlen. Für mich persönlich waren manche Kapitel etwas zu ausschweifend, andere wiederum habe ich regelrecht verschlungen. Die Kombination von reellen und erfundenen Ereignissen finde ich gelungen - von Kriegshandlungen und Schlachten, über die Feldherren bis zu privaten Erlebnissen ist hier eine große Bandbreite vorhanden. Zart besaitet dürfen die Leser jedoch nicht sein, denn natürlich liegt es in der Natur der Sache,  dass die Handlung größtenteils sehr blutig ist. So wird gefoltert, geplündert, gemordet, vergewaltigt und die Kampfhandlungen werden sehr detailreich geschildert. Dazu kommen Krankheiten wie die Pest, aber auch Hungersnöte, die zahlreiche Opfer fordern. Auch Söldner haben ein Privatleben, in das dieser Roman Einblicke gewährt. So reisen Frauen, Kinder und weitere Personen im Tross mit - so auch die Frau des Söldners Peter. Sehr anschaulich wurde der zunehmend moralische Verfall aufgezeigt - skrupellos wurde von den Soldaten Häuser geplündert, Frauen geschändet, Menschen getötet, Vieh gestohlen und was bei den Schlachten nicht schon zerstört war, das wurde in Brand gesetzt und unbrauchbar gemacht - ganz nach der Devise, den größtmöglichen Schaden anzurichten. Dass die Söldner damit nicht nur anderen schaden, sondern sich selbst, zerstörte Felder bringen keinen Ertrag mehr, scheinen sie nicht wahrhaben zu wollen. Interessant fand ich die Beschreibung der verschiedenen Handlungsorte, zumal ich einige davon persönlich kenne. Einerseits mochte ich Peter in seiner Rolle als fürsorglichen Ehemann und Vater, andererseits verabscheute ich seine Brutalität und die ewige Sauferei, die ihn so manche Schwierigkeiten bereitete. Einst wurde Peter von einer Wahrsagerin eine düstere Zukunft prophezeit und tatsächlich erleidet Peter sehr viele Schicksalsschläge, die ihn verzweifeln lassen. Sehr sympathisch fand ich dagegen Peters Frau Anna Maria - eine starke Frau mit Herz und Verstand. Was ich im Buch vermisst habe, war ein Personenverzeichnis (bevorzugt mit Lebensdaten und Verweis darauf, welche Personen davon wirklich gelebt haben), ein Glossar (über militärische und zeitgenössische Begriffe), sowie Karten (zur Veranschaulichung der zurückgelegten Strecken). Schön, dass es ein Nachwort des Autors gab, welches Erklärungen, Hintergründe zur Handlung und weitere Informationen enthält. Fazit: Ein wortgewaltiger Roman, der auf 542 Seiten (unterteilt in 14 Kapitel) schonungslos die Ereignisse rund um den Dreißigjährigen Krieg schildert. Da mir manche Schilderungen zu ausschweifend und langatmig waren, mich der Roman dennoch gut unterhalten hat,  vergebe ich dafür gerne 4 Sterne.