Rudolf Lensing-Conrady studierte Sport, Pädagogik sowie Mathematik. Als langjähriger Geschäftsführer im Förderverein Psychomotorik Bonn war er maßgeblich an der Umsetzung des psychomotorischen Konzeptes in unterschiedlichen Aufgabenfeldern beteiligt. So entstanden unter seiner Führung über ein wachsendes Angebot dezentraler Förderangebote, vor allem für Kinder, hinaus der Aufbau des Förderzentrums E. J. Kiphard sowie der Förder- und Beratungsstelle Bonn Süd (FöBS) als psychomotorische Modelleinrichtungen. Weitere Schwerpunkte seiner Tätigkeit waren die Eröffnung der ersten psychomotorischen Kindertagesstätte Wolke 7 und die Gründung des Institut für angewandte Bewegungsforschung . Hier ging es ihm um die wissenschaftliche Bearbeitung psychomotorischer Fragestellungen, etwa der Rollerstudie , die in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für das Straßenwesen (BÁSt) realisiert wurde, oder auch der Bonner Risikostudie , eine im Auftrage der Unfallversicherer NRW durchgeführte Studie zur Erweiterung der Risikokompetenz von Kindern.
Als Mitbegründer und Referent der Rheinischen Akademie leitete er unzählige Fortbildungen mit Schwerpunkten in der Raumgestaltung, in den Themenbereichen Gleichgewicht und sensorische Integration, im Aufbau von Risikokompetenzen sowie im Erwerb mathematischer Kompetenzen.
Er ist Autor verschiedener Fachbücher im Bereich der Psychomotorik, die sich zum Beispiel mit der Gestaltung, Konzeption und Zertifizierung von psychomotorischen Kindertagesstätten , dem Aufbau mathematischen Denkens bei Kindern oder auch der Praxis psychomotorischer Förderung an sich befassen. Mit dem vorliegenden Buch kehrt er zu den Wurzeln seines psychomotorischen Schaffens zurück.