Sabine Steck - Das Leuchten der kleinen Momente / Wie ich nach Italien reiste und mich selbst fand
Rowohlt Verlag
Ein zauberhaftes Buch welches uns mit auf die Reise von Nina, einer fast 50 jährigen Frau nimmt, die ihren runden Geburtstag mit ihrem Mann Martin auf Madeira feiern möchte.
Doch dann kommt alles ganz anders und Nina reist weder mit Martin, noch nach Madeira.
Sie landet in der Villa Primaluna, in Norditalien mit den hoch aufragenden Steinsäulen und dem geräumigen Entree mit den hohen Decken.
Das Haus strahlte eine Wärme aus, die bei Nina Erinnerungen an unbeschwerte Sommertage weckt.
Draußen wartet ein wunderschöner Garten mit einem uralten Buchsbaum Labyrinth. Der Weg durch das Labyrinth zeigt seinen Besucher*innen auch den eigenen Weg im Leben.
Man muss nur auf die Kleinigkeiten achten und mit dem Herzen hören.
Nina wird warmherzig in der Villa empfangen. Schnell lernt sie die Menschen kennen und fühlt sich aufgenommen.
Sie vergisst nach einiger Zeit ihren Tag durchzuplanen, sie verlässt ihre unscheinbaren Farben und entscheidet sich endlich, sie selbst zu sein!
Nina wird wieder bunt und stellt fest, was sie in ihrem Leben verloren hatte.
Ihren 50. Geburtstag feiert Nina gemeinsam mit Adriano dem Gärtner in der Villa und das Gefühl der Zugehörigkeit steigt in ihr auf. Diese Menschen freuen sich, dass sie dabei ist. Es wird ein wunderschönes Fest und Nina fühlt sich nach langer Zeit wieder lebendig. Was wirklich zählt, hat keinen Preis(Seite 195).
Erst durch einen Kollegen beginnt Martin zu begreifen, was er all die Zeit übersehen hat: Nina war niemals selbstverständlich.
Das Setting überzeugt auf ganzer Linie, ich würde am liebsten losfahren und zu Nina stoßen.
Ich fühle das italienische Flair, die Gelassenheit und Ruhe, spüre Ninas Erwachen und wäre so gerne bei ihr, möchte sie drücken und festhalten. Ihre Erkenntnis fühlt sich an wie ein Aufwachen; wunderschön beschrieben Habe losgelassen, es zugelassen. Habe mich verlassen (Seite 9).
Auch durch die herzliche Art der Italiener*innen, den leckeren Speisen und natürlich der ausschweifenden Weinprobe bin ich mittendrin in dem Roman. Fühle mit Nina, lasse mich treiben mit ihr auf dem Markt und bin gespannt, was sie bei ihrem Schreibkurs zu Papier bringt. Ein Roman auf dem Weg zu sich selbst.
Wunderschön unterteilt in achtzehn Kapitel und acht Wochentage nimmt uns Sabine Steck mit auf eine inspirierende Reise, nach Italien und zu uns selbst.
Dieses Buch ist wie ein italienisches Menü: eine köstliche Antipasto für alle Italienliebhaber*innen, ein wohltuender Primo Piatto für die Seele und ein unvergessliches Dolce für alle, die sich selbst ein Stück näherkommen möchten.