Wie ich schon erwartet habe, hat mich auch dieses Buch von Sabine Weiss schnell überzeugt. Ich hatte mehreres von ihr gelesen, doch bisher nur historische Romane und somit war ich total gespannt auf das Sylt-Krimi. Es zeigte sich eine etwas andere Schreibweise, bzw. der Wechsel der Szenen geriet noch schneller und man hatte das Gefühl immer weiter aus der Realität zu verschwinden. Es war einfach total mitreißend. Trotz des vielen Szenenwechsels und der vielen Charaktere fand ich mich sehr gut zurecht, bzw. geriet nicht aus dem Buch heraus. Bildlich und gefühlsmäßig switchte ich schnell mit. Also wer etwas spannendes braucht, dem kann ich dieses Buch sehr ans Herz legen.
Super fand ich auch die Themen, die in dem Buch angesprochen wurden. Als größter Punkt waren der Umweltschutz und der Erhalt der Insel Sylt unter all den Umständen. Mit der Politikerin, die zu Beginn beinahe gestorben ist, treffen wir zudem auf die Macht der Reichen und wie leicht es sein kann, dass wir uns von diesen bestechen lassen, auch wenn wir nicht nur davon profitieren. Ich finde es traurig und gut, dass es hier einen großen Stellenwert hat. Es geht aber auch um das Thema Liebe und Liebe, die sich keiner wünscht, welche gemischt mit der Gewalt ist. Auch die Gefühle, wie Drogenabhängigkeit oder Stress sind hier zu finden. Das war nicht alles, doch ich will nicht zu viel verraten. Aber es zeigt sich, dass ein Krimi nur mehr sein kann als Spannung und Mord.
Um einen kleinen Einblick zu erhalten, gebe ich eine kleine Einführung. Eine Polizistin hat einen Termin, in dem sie ihrer Schwester begegnet. Doch es ist keine Freude, denn es geht um das ungerechte Erbe. Mit Glück hat sie ihren Freund Sebastian mit. Das Ergebnis wird nicht so direkt Preisgeben, doch es scheint alles andere als fair. Aber die negativen Gedanken werden schnell abgelöst durch einen neuen Fall. Ihre Chefin ruft sie an und sie solle kommen, doch nichts Weiteres hiervon erzählen. Sie fährt mit ihrem Freund zu dem Fall. Es war ein Anschlag auf eine ehemalige Politikerin verursacht, doch es war wegen ihres Personenschützers nicht gelungen. Aber die Gefahr scheint heikel. Die Politikerin hat zudem einige Gäste da und ein geheimes Treffen, bei dem keiner ein Handy oder weiteres haben soll, auch informiert sie die Polizistin nur sehr oberflächlich über Details, weshalb es schwierig wird vorwärts zu kommen. Hinzu kommt, dass der Sturm eine Lebensgefahr darstellt, wenn man sich unvorsichtig aus dem Haus bewegt. Ihr Freund ist wieder weggefahren und sie arbeitet die meiste Zeit alleine und wenn sie mal jemanden um Hilfe bittet, weiß sie nicht, ob sie dieser wirklich trauen kann.
Und Sebastian, der begibt sich ebenfalls in ein sehr aufregendes Begeben. Und mehr verrate ich nicht.