Die Fermentier-Bibel stammt von Sandor Ellix Katz. Sie ist im riva Verlag erschienen. Katz ist Experimental-Autodidakt. Er hat weltweit mehrere Hundert Workshops rund um das Thema Fermetieren gegeben. Die englische Erstausgabe dieser vorliegenden überarbeiteten Ausgabe ist bereits im Jahr 2003 erschienen.
Die Bandbreite der Dinge, die auf natürliche Weise haltbar gemacht werden können, reicht von Gemüse und Obst über Milchprodukte und Getreide bis hin zu Getränken und Essig. Der Vorteil vom Fermentieren ist nicht nur die längere Haltbarkeit der Lebensmittel, sondern auch, dass diese Lebensmittel meist gesünder sind als nicht fermentierte Lebensmittel. Denn sie helfen der Verdauung und gegen Krankheiten. Mir gefällt, dass die Rezepte sehr übersichtlich gestaltet sind und bei Bedarf auch eine ausführliche Beschreibung der Zubereitung vorhanden ist.
Ich hatte bei dem Buchtitel eher mit einem normalen Kochbuch gerechnet, in dem fast nur Rezepte enthalten sind. In diesem Buch ist allerdings viel Text rund um das Fermentieren bis hin zur Globalisierung und Kommerzialisierung sowie Fotos, die nicht nur das Fermentieren an sich oder dessen Ergebnis abbilden, enthalten. Da ich auf der Suche nach einem Buch war, dass kurz etwas zu den Grundlagen der Fermentation erläutert und dessen Schwerpunkt auf Rezepte liegt, sind mir an der einen oder anderen Stelle die Texte zu umfangreich bzw. vom Thema nur bedingt interessant.
Die Bandbreite und die Mischung aus klassischen und ausgefalleneren Rezepten (wie Sauerteigpuffer aus Alaskas Grenzgebiet oder Ogi (afrikanischer Hirsebrei) mit ausführlicher Schritt-für-Schritt-Anleitung finde ich sehr gut, da man so auch neue Dinge kennenlernt.
Ich empfehle das Buch insbesondere Personen, die ausgefallene Fermentationsrezepte suchen und/oder auch gerne viele Informationen rund um das Fermentieren erhalten möchten.