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Mißverständnisse an der Moskwa als Taschenbuch
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Mißverständnisse an der Moskwa

Eine Erzählung. Originaltitel: Malentendu a Moscou *. 'rororo Taschenbücher'.
Taschenbuch
Die Herausforderungen des Alterns sind das Leitmotiv in der bisher unveröffentlichten Erzählung aus dem Nachlaß Simone de Beauvoirs. André, emeritierter Geschichtsprofessor an der Sorbonne und überzeugter Kommunist, reist mit seiner Frau nach Moskau. … weiterlesen
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Mißverständnisse an der Moskwa als Taschenbuch

Produktdetails

Titel: Mißverständnisse an der Moskwa
Autor/en: Simone de Beauvoir

ISBN: 3499135973
EAN: 9783499135972
Eine Erzählung.
Originaltitel: Malentendu a Moscou *.
'rororo Taschenbücher'.
Übersetzt von Judith Klein
Rowohlt Taschenbuch

1. April 1996 - kartoniert - 96 Seiten

Beschreibung

Die Herausforderungen des Alterns sind das Leitmotiv in der bisher unveröffentlichten Erzählung aus dem Nachlaß Simone de Beauvoirs. André, emeritierter Geschichtsprofessor an der Sorbonne und überzeugter Kommunist, reist mit seiner Frau nach Moskau. Die beiden möchten das Geburtsland des Sozialismus von innen heraus verstehen, werden aber nicht nur in ihren politischen Hoffnungen enttäuscht. Sie müssen sich fernab von ihrem Alltag eingestehen, daß der sich beschleunigende Prozeß des Alltags die Perspektive auf das Leben auf die Zukunft unerbittlich prägt. Simone de Beauvoir schrieb diese Erzählung im Jahre 1967; in den Jahren zuvor war sie mehrere Male mit Jean-Paul Sartre in der damaligen Sowjetunion gewesen.

Portrait

Geboren am 9.1.1908 in Paris. Ihre ursprünglich wohlhabenden Eltern lebten nach dem Ersten Weltkrieg aufgrund von Fehlspekulationen unter wenig üppigen Verhältnissen in der Rue de Rennes. Mit fünfeinhalb Jahren kam Simone an das katholische Mädcheninstitut, den Cours Désir, Rue Jacob; als Musterschülerin legte sie dort den Baccalauréat, das französische Abitur, ab. 1925/26 studierte sie französische Philologie am Institut Sainte-Marie in Neuilly und Mathematik am Institut Catholique, bevor sie 1926/27 die Sorbonne bezog, um Philosophie zu studieren.
<trenner>1928 erhielt sie die Licence, schrieb eine Diplomarbeit über Leibnitz, legte gemeinsam mit Merleau-Ponty und Lévi-Strauss ihre Probezeit als Lehramtskandidatin am Lycée Janson-de-Sailly ab und bereitete sich an der Sorbonne und der École Normale Supérieure auf die Agrégation in Philosophie vor. In ihrem letzten Studienjahr lernte sie dort eine Reihe später berühmt gewordener Schriftsteller kennen, darunter Jean-Paul Sartre, ihren Lebensgefährten seit jener Zeit. 1932-1936 unterrichtete sie zunächst in Rouen und bis 1943 dann am Lycée Molière und Camille Sée in Paris.
<trenner>Danach zog sie sich aus dem Schulleben zurück, um sich ganz der schriftstellerischen Arbeit zu widmen. Zusammen mit Sartre hat Simone de Beauvoir am politischen und gesellschaftlichen Geschehen ihrer Zeit stets aktiv teilgenommen. Sie hat sich, insbesondere seit Gründung des MLF (Mouvement de Libération des Femmes) 1970, stark in der französischen Frauenbewegung engagiert. 1971 unterzeichnete sie das französische Manifest zur Abtreibung. 1974 wurde sie Präsidentin der Partei für Frauenrechte, schlug allerdings die «Légion d'Honneur» aus, die ihr Mitterrand angetragen hatte. Am 14.4.1986 ist sie, 78-jährig, im Hospital Cochin gestorben. Sie wurde neben Sartre auf dem Friedhof Montparnasse beigesetzt.

Leseprobe

Sie blickte von ihrem Buch auf. Wie langweilig, diese alte Leier über die Unmöglichkeit, zu kommunizieren! Wenn einem was daran liegt, schafft man es schon recht und schlecht. Nicht mit jedem, zugegeben, aber mit zwei oder drei Personen. Auf dem Nebensitz las Andrè einen Kriminalroman. Sie verschwieg ihm manche Laune, Sehnsucht, kleine Sorge; sicher hatte auch er seine kleinen Geheimnisse, aber im großen und ganzen wußten sie alles voneinander. Sie warf einen Blick aus dem Fenster: so weit das Auge reichte, dunkle Wälder und helle Wiesen. Wie oft hatten sie gemeinsam den Raum durchmessen, im Zug, im Flugzeug, mit dem Schiff, Seite an Seite, ein Buch in der Hand? Noch oft würden sie schweigend Seite an Seite über das Meer, die Erde und die Luft dahingleiten. Dieser Augenblick hatte die Süße einer Erinnerung und die Heiterkeit eines Versprechens. Waren sie dreißig oder sechzig Jahre alt? Andrés Haare waren früh weiß geworden: anfangs sah das kokett aus, dieser Schnee, der die matte Frische seines Teints unterstrich. Es war immer noch kokett. Die Haut war härter und faltiger geworden, altes Leder, aber das Lächeln um den Mund und die Augen hatte seine Ausstrahlung bewahrt. Obwohl das Fotoalbum etwas anderes zeigte, verschwamm sein heutiges Gesicht mit dem Bild seiner jungen Jahre: für Nicole war er alterslos. Sicher weil er es früher nicht zu wissen schien, daß er ein Alter hatte. Er, der so sehr geliebt hatte, zu laufen, zu schwimmen, zu klettern und sich im Spiegel zu betrachten, trug sorglos seine vierundsechzig Jahre. Ein langes Leben, mit Lachen, Weinen, Wut, Umarmungen, Geständnissen, Schweigen, Begeisterung, und manchmal scheint es, als wäre die Zeit nicht verflossen. Die Zukunft dehnt sich noch aus, endlos.
"Danke...."

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