Abwechslungsreiche Geschichte, die auch wirtschaftliche Fragen beinhaltet.
"...In diesen Stunden ist meine Tochter auf den Weg zurück nach Hause, und alle hier auf der Kamelieninsel sind von einer glücklichen Aufregung erfasst..."Das Buch beginnt mit den Tagebucheinträgen von Sylvia. Ihre Tochter Lucy soll in ihr Geschäft eintreten. Doch das Leben spielt anders.Die Autorin hat einen abwechslungsreichen Roman geschrieben. Es gibt Vorgänger, die die Geschichte der Kamelieninsel erzählen. Obwohl ich sie nicht kenne, hatte ich kein Problem, dem Geschehen zu folgen.Lucy wird freudig zu Hause begrüßt. Ihre Mutter macht sie mit dem Geschäft bekannt. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Eigentlich wollte Sylvia nach Japan fliegen, weil sie dringend auf eine Lieferung von Kamelienöl wartet und keiner auf ihre Briefe reagiert. Als aber Sosenn einen Herzinfarkt erleidet, wird Sylvia vor Ort gebraucht.Also fliegt Lucy. Sie hat einst ein Jahr in Japan verbracht und kann die Sprache. Auf den Flug lernt sie Finn kennen. Die beiden verstehen sich gut.In Japan aber wartet die nächste Hiobsbotschaft. Der Eigner der Kamelienölmanufaktur ist verstorben und die Firma pleite. Es gibt einen Interessenten, doch der will die Firma zerschlagen.Hier lerne ich eine Menge über die japanischen Sitten und Gebräuche und die Mentalität im Land.Zwei Konzepte zur Rettung der Firma stehen sich gegenüber. Eines vertritt Lucy."...Kikubari bedeutet auch, seine eigenen Interessen mit denen der anderen abzugleichen und wenn nötig, sie hinter dem Wohl der Gemeinschaft zurückzustellen..."Das Buch erhält seine innere Spannung durch die komplexen Beziehungen der Protagonisten. Es sind Entscheidungen zu fällen, die über die Zukunft bestimmen werden. Gleichzeitig stellen sich immer wieder Schwierigkeiten in den Weg.Eine ausführliche Personenliste ergänzt das Buch.Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen.