Killer oder Perfect Match
Der Psychothriller startet spannend mit Liv Dorn als Undercover-Ermittlerin, die in verschiedenste Milieus eingeschleust wird und sich dort immer wieder Gefahren aussetzt. Besonders spannend ist ihre Registrierung auf der Online-Plattform AMOR, wo sie einem gründlichen Hintergrundcheck durchlaufen muss und dann Blind-Dates mit potenziellen Liebespartnern zugeteilt bekommt. Nachdem schon einige junge Frauen nach ihrem Date ermordet wurden, wird es ein Spiel mit dem Feuer, als sich Liv auch gefühlsmäßig zu einem Kandidaten hingezogen fühlt. Der Ermittlungsfall gleicht einem Katz- und Maus-Spiel, es liegt die Vermutung nahe, dass auch aus den internen Ermittlerkreisen Personen involviert sein könnten und gleichzeitig gibt es eine zweite Zeitebene aus den 1980er Jahren, als auch ähnliche Todesfälle bei der damaligen Dating-Plattform Cupido aufgetreten sind. Spannend finde ich den Input der damaligen Ermittlerin Alice, die auch ihre Sichtweisen und Erfahrungen einbringen kann. Liv mag ich als Charakter sehr gerne, sie ist sehr wandlungsfähig, authentisch und liebenswert, mit all ihren positiven wie auch negativen Seiten. Die Idee ein perfektes Match nach maximal sechs Dates zu finden, ist anspruchsvoll und wäre bestimmt ein Verkaufsgarant, wenn es so einfach klappen könnte, aber vielleicht gelingt dies ja in ferner Zukunft.