So weit die Störche ziehen als Taschenbuch
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So weit die Störche ziehen

Roman. 1. Auflage.
Taschenbuch
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Verlorene Träume - eine junge Frau beweist Mut in dunklen Zeiten
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So weit die Störche ziehen als Taschenbuch

Produktdetails

Titel: So weit die Störche ziehen
Autor/en: Theresia Graw

ISBN: 3548062520
EAN: 9783548062525
Roman.
1. Auflage.
Ullstein Taschenbuchvlg.

3. August 2020 - kartoniert - 640 Seiten

Beschreibung

Die größte Liebesgeschichte seit Vom Winde verweht

Ostpreußen 1939: Während die Welt aus den Fugen gerät, wächst die junge Dora Twardy behütet auf dem Pferdegestüt ihrer Familie auf. Es mangelt ihr an nichts, auch nicht an Verehrern. Doch als die deutsche Wehrmacht Polen angreift, muss Dora schlagartig erwachsen werden. Ihr Vater wird eingezogen und übergibt ihr die Verantwortung für den Hof. Mit aller Kraft kämpft Dora um den Erhalt des Familienbesitzes. In den Wirren des Krieges stehen ihr zwei Männer bei: der sanftmütige Freund aus Kindertagen, Wilhelm von Lengendorff, und der abenteuerlustige Fotograf Curt von Thorau. Kann Dora in einer verlorenen Welt ihre wahre Liebe finden?

Portrait

Theresia Graw wurde 1964 in Oberhausen geboren. Neben ihrer Arbeit als Journalistin beim Bayerischen Rundfunk schreibt sie Romane. »So weit die Störche ziehen« ist ihr persönlichstes Buch, in dem sie die Geschichte ihrer aus Ostpreußen stammenden Familie zu einer fiktiven Handlung verwebt. Theresia Graw hat zwei erwachsene Kinder und lebt in München.
Bewertungen unserer Kunden
Wenn das Leben eine neue Wendung nimmt
von milkysilvermoon - 23.09.2020
Ostpreußen im Jahr 1939: Dora Twardy wächst behütet auf dem Pferdegestüt ihrer Familie auf. Die Tochter des Gutsherren führt ein sorgenfreies Leben. Doch mit dem Zweiten Weltkrieg ändert sich für sie alles. Als die deutsche Wehrmacht Polen angreift, muss Dora schlagartig erwachsen werden. Ihr Vater wird eingezogen. Die 16-Jährige muss die Verantwortung für den Hof übernehmen und für den Erhalt des Familienbesitzes kämpfen. Auch in der Liebe steht sie vor einer schwierigen Entscheidung¿ "So weit die Störche ziehen" ist ein Roman von Theresia Graw. Meine Meinung: Der Roman besteht aus drei Teilen, die wiederum in 32 Kapitel mit einer angenehmen Länge untergliedert sind. Die Handlung umfasst mehrere Jahre. Erzählt wird aus der Perspektive von Dora. Der Aufbau funktioniert sehr gut. Der Schreibstil ist einfühlsam, atmosphärisch und bildhaft. Anschauliche Beschreibungen und viel wörtliche Rede machen das Geschehen lebendig. Dora, die Protagonistin, ist ein realitätsnaher Charakter. Ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte ist nachvollziehbar und authentisch. Während sie mir am Anfang mit ihrer naiven und unreifen Art noch recht unsympathisch war, ist sie mir später zunehmend ans Herz gewachsen. Auch die übrigen Figuren wirken facettenreich und glaubhaft. Gut gefallen hat mir, dass der Roman auf der wahren Familiengeschichte der Autorin basiert. Fakten und Fiktion hat sie auf gelungene Weise miteinander verknüpft. Dabei ist dem Buch auch eine fundierte Recherche anzumerken. Im interessanten Nachwort ist zu erfahren, welche Personen und Begebenheiten Theresia Graw zu der Geschichte inspiriert haben. Ein weiteres Plus ist für mich, dass der Roman in sich abgeschlossen ist. Entgegen des aktuellen Trends der Familiensagas wird die Geschichte nicht künstlich auf mehrere Bände gestreckt. Obwohl der Roman mit mehr als 600 Seiten ziemlich umfangreich ist, kommt er weitestgehend ohne Längen aus. Spannende Ereignisse und einige Wendungen machen die Geschichte kurzweilig, aber nicht übertrieben dramatisch. Zugleich ist sie emotional bewegend und kommt erfreulicherweise ohne nennenswerten Kitsch aus. Das stimmungsvolle Cover wirkt ein wenig austauschbar, ist aber dennoch ansprechend gestaltet. Der poetisch anmutende Titel passt gut zur Geschichte. Mein Fazit: "So weit die Störche ziehen" von Theresia Graw ist ein historischer Roman, der auf unterhaltsame Weise eine Familiengeschichte mit einer Lovestory verbindet. Eine empfehlenswerte Lektüre für schöne Lesestunden.
Ein Buch mit ungemeiner Sogwirkung
von vielleser18 - 22.09.2020
Ein Buch mit über 630 Seiten, das ich - nachdem es richtig spannend wurde - nicht mehr aus der Hand legen konnte. Anfangs fängt es sehr ruhig an. Die idyllische Vorkriegszeit 1939 auf einem ostpreußischen Gutshof und die zu diesem Zeitpunkt 16jährige noch sehr junge und naive Dora werden ausführlich beschrieben. Als dann am 01.091939 der Zweite Weltkrieg ausbricht, ändert sich anfangs nicht viel für Dora. Doch nach und nach spürt auch sie die Auswirkungen, da ihr Bruder Hans und ihr Fast-Verlobter Wilhelm eingezogen werden bzw. sich freiwillig melden. Sie selbst verschlägt es nach Königsbert. Dort lernt sie nicht nur das pulsierende Leben einer großen Stadt, sondern auch Carl kennen. Doras Gefühle geraten in einen Zwiespalt. Thersia Graw aht die Protagonistin Dora, aber auch alle anderen Figuren in dem Buch authentisch zum Leben erweckt,hat vor allem ihre Entwicklungen und ihre Herausforderungen, die sie bewältigen mussten, die Schicksale und Lebensumstände überzeugend und sehr berührend geschildert. Die Lage in Ostpreußen spitzt sich Ende 1944/ Anfang 1945 dramatisch zu, gerade bei diesem Abschnitt konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen und habe die letzten 200 Seiten in einem Rutsch gelesen. Der Roman bewegt vor allem vor dem Hintergrund, dass die Autorin auch die eigene Familiengeschichte, die Erlebnisse ihrer Großmutter und Mutter mit in diesen fiktiven Roman mit verarbeitet hat. In So weit die Störche ziehen geht es um Liebe und Leid, falsche und richtige Entscheidungen im Leben, um Heimat und Krieg, Verlust und Tod, Flucht und Vertreibung. Aber auch um Verantwortung und Menschlichkeit, Hoffnung und Zuversicht, Freundschaften und Familienbande. Eine klare Leseempfehlung von mir!
Gute Familiengeschichte
von raschke64 - 21.09.2020
Ostpreußen 1939. Ein reicher Gutshof mit einem bekannten Pferdezuchtbetrieb. Dora, die älteste Tochter, wächst behütet und verwöhnt auf. Doch der Krieg beginnt. Sie erhält den ersten Dämpfer, als sie in Königsberg bei ihrem Onkel die Familie versorgen muss. Vater, Bruder, Verlobter ... alle müssen in den Krieg. Doch Dora kann zurück auf den Hof und erlebt dort abseits des Kriegsgeschehens eine Idylle mit relativ wenigen Einschränkungen. Doch das Ende des Krieges naht ... Mir hat das Buch über weite Strecken gut gefallen. Die Wandlung der verwöhnten Tochter zu einer pragmatischen, hart arbeitenden Frau ist nachvollziehbar. Die unterschiedlichen Figuren haben Tiefe. Es wird gezeigt, dass es überall gute und schlechte Menschen gibt, unabhängig von der Nationalität. Es wird gezeigt, was Krieg aus den Menschen macht. Mir gab es manchmal ein wenig zu viele Zufälle, was das Zusammentreffen der Menschen betrifft. Doch das ist wohl auch dem Genre geschuldet. Insgesamt ist es ein gelungener Roman über eine schwierige Zeit und den Verlust von Heimat.
Liebe in Zeiten des Krieges
von Island - 20.09.2020
Theresia Graw verarbeitet in dem Roman "So weit die Störche ziehen" auch die Geschichte ihrer ostpreußischen Vorfahren, die sie mit einer fiktiven Handlung verwebt. Wie das Cover bereits vermuten lässt, handelt es sich um einen historischen Roman. Die Handlung beginnt 1939, dem Jahr, in dem Adolf Hitler mit dem Angriff auf Polen den Zweiten Weltkrieg anzettelte. Dies spielt dann auch zu Beginn der Handlung eine gewisse Rolle. Die 16-jährige Dora Twardy wächst aber zunächst trotz aller politischer Wirren und dem Beginn des Krieges recht behütet auf dem Gestüt ihrer Eltern auf, von den Grausamkeiten der Nationalsozialisten und auch vom Krieg bekommt sie zunächst nur am Rande etwas mit, auch wenn irgendwann ihr (heimlicher) Verlobter Wilhelm an die Westfront muss und ihr Bruder sich sogar freiwillig meldet. Sie kann gut mit Pferden umgehen und hat ihren eigenen Kopf, ungern lässt sie sich von etwas abbringen, das ihr wichtig ist. Dank ihres guten Aussehens hat sie einige Verehrer und auch als sie nach dem Notabitur gegen ihren Willen für einige Zeit nach Königsberg muss, um für die Kinder ihres frisch verwitweten Onkels zu sorgen, verdreht sie, eigentlich unbeabsichtigt, einem jungen Mann den Kopf, dem Fotografen Curt, der für das Propagandaministerium durch Europa reist. Dieser bringt Abwechslung in Doras bis dahin eher tristes Leben in Königsberg und so ist sie ihm trotz ihrer Verlobung nicht ganz abgeneigt. Irgendwann erreicht der Krieg in seiner vollen Brutalität aber dann doch Ostpreußen mit Dora und allen, die ihr lieb sind und sie hat plötzlich ganz andere Sorgen. Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Dora ist mir trotz oder vielleicht auch wegen ihrer Sprunghaftigkeit und wegen ihres starken Willens sehr sympathisch. Es gelang mir gut, mich in sie hineinzuversetzen. Die Autorin schreibt zudem sehr anschaulich, sodass man sich die beschriebenen Orte und Situationen sehr gut vorstellen kann. Ich fand es interessant, mehr über die Situation in Ostpreußen während des Zweiten Weltkrieges zu erfahren, da der Geschichtsunterricht sich ja meist hauptsächlich auf Bombenangriffe im heutigen Deutschland oder Kämpfe an der Ost- oder Westfront beschränkt. Der Schreibstil von Theresia Graw ist gut lesbar und die Handlung fesselnd, sodass ich das Buch, trotz seiner recht hohen Seitenzahl, in relativ kurzer Zeit gelesen habe.
Eine Welt zerbricht....
von Smberge - 14.09.2020
Inhalt: Dora wächst als wohlbehütete Tochter eines Gutsbesitzers in Ostpreußen auf. Ihre Welt besteht aus schönen Kleidern, der Liebe zu Wilhelm, dem Erben eines Nachbargestüts, und ihrer Liebe zu den den gutseigenen Pferden. Dies Welt bricht mit dem Beginn des 2. Weltkriegs zusammen. Wilhelm wird eingezogen, Dora muß im Königsberg einem Verwandten den Haushalt führen. Immer stärker verändern die Kriegsauswirkungen Doras Leben und das ihrer Lieben. Meine Meinung: Mich hat die Geschichte absolut gefesselt, es war schwer das Buch aus der Hand zu leben. Sehr gut schafft es die Autorin, Doras Entwicklung von einer naiven, jungen Frau zu einer verantwortungsvollen Gutsbesitzerin zu erzählen. Einige Handlungsstränge hätten nach meinem Geschmack noch weiter erzählt werden können, dann sie nahmen doch ein etwas überstürztes Ende. Ich möchte hier nicht weiter in die Details gehen, denn dann müßte ich leider Spoilern. Die Kriegsereignissen werden fesseln beschrieben und man bekommt als Leser ein sehr genaues Bild was die Flucht für die Menschen bedeutet haben muß und wie unvorstellbar der Verlust der Heimat doch ist. Etwas gestört haben mich die Parallelen zu dem Buch "Vom Winde verweht". Ich habe beim Lesen einig Vergleiche gezogen und konnte mich sogar noch daran erinnern, welche Person auf dem Film/Buch zu den Personen in diesem Buch passen. Insgesamt hat mir das Buch aber einige schöne Lesestunden beschert und mir sind die Charaktere sehr ans Herz gewachsen. Der Schreibstil ist leicht und angenehm und ich würde mich sehr freuen, zu erfahren, wie es mit Dora nach der Flucht weitergeht. Eine Leseempfehlung für Leser die sich für die Zeit des 2. Weltkriegs interessieren und dass mit einem Schwerpunkt in Ostpreußen. Historische Wahrheit - spannend verpackt.
von mabuerele - 08.09.2020
"...Ich könnte nicht leben ohne das alles hier, ohne die Pferde, ohne die Hunde, ohne die Störche, ohne die Wiesen, ohne den Wald und die Seen. Ach Elli, auch wenn ich manchmal mit meiner Mutter oder Marianne zanke, ich könnte Ostpreußen niemals auf immer verlassen¿" Als die 16jährige Dora Twardy diese Worte zu ihrer besten Freundin spricht, ahnt sie nicht, was das Leben für sie bereit hält. Noch ist alles Freude und Leichtigkeit. Wir schreiben das Jahr 1939. Für die Erwachsenen gibt es am 1. September ein erstes Ahnen, dass dunkle Zeiten auf sie zukommen. An diesem Tag heiratet Doras Cousine Grete. Und Dora hofft, dass sich Wilhelm von Lengendorff mit ihr verlobt. Doch die Hochzeit wird jäh unterbrochen, als die Nachricht kommt, dass Deutschland in Polen einmarschiert ist. Die ältere Generation weiß aus dem Ersten Weltkrieg, was das bedeutet. Die Autorin hat einen fesselnden Familienroman geschrieben. Die Geschichte hat mich schnell in ihren Bann gezogen. Die Personen werden gut charakterisiert. Dora ist eine hübsche junge Dame. Das weiß sie, und das nutzt es gegebenenfalls zu ihren Vorteil. Häusliche Arbeiten allerdings sind ihr ein Graus. Sie ist sportlich und reitet vortrefflich. Das Leben ist für sie noch ein Spiel. Sie möchte ihren Willen sofort durchsetzen und kann ein Nein nur schwer akzeptieren. Wilhelm von Lengendorff wird einst den Hof und das Gestüt seiner Eltern erben. Er hat Pläne für die Zukunft, ist aber Realist genug, um zu wissen, dass der Krieg ihn die durchaus zerstören kann. Deshalb bleibt er vernünftig und erläutert Dora, dass momentan keine Zeit für eine Verlobung ist. Sehr anschaulich beschreibt die Autorin das Leben in Ostpreußen. "...Die harte Zeit der Roggenernte war vorüber, keine Mähmaschine klapperte auf den mehr Feldern, und auch das Dengeln war verstummt, dieser helle metallische Klang, der an den ostpreußischen Sommerabenden die Luft erfüllte, wenn die Bauern ihre Sensen auf den Amboss legten und mit gleichmäßigen Hammerschlägen auf die Schnittflächen für den Einsatz am nächsten Tag schärften..." Das Zitat zeigt gleichzeitig den ausgewogenen Schriftstil, der auf Genauigkeit setzt und passende Metapher findet. Der erste Einschnitt in Doras Leben kommt nach dem Ende der Schulzeit. Ihr Onkel Hermann wurde plötzlich Witwer. Da die Familie zusammenhält, hat Doras Vater bestimmt, dass sie sich um dessen Haushalt und seine kleinen Kinder in Königsberg kümmert soll. Dort lernt Dora den Fotografen Curt von Thorau kennen. Er zeigt ihr in ihrer wenigen Freizeit das Stadtleben. Der Krieg ist weit weg. Seine einzigen Spuren sieht man daran, dass nach und nach immer mehr Männer eingezogen werden. Wilhelm zum Beispiel ist in Frankreich. Doras Bruder Hans geht freiwillig zu den Fliegern. Sein Vater ist dagegen, kann aber nichts machen. "...Dazu brauche ich eure Genehmigung nicht. Ab achtzehn kann man sich melden. So stand es in der Zeitung..." Als der Onkel wieder heiratet, kehrt Dora ins Dorf zurück. Ich darf verfolgen, wie aus dem unbeschwerten und zum Teil egoistischen jungen Mädchen eine Frau wird, die sich den Anforderungen der Zeit stellt und in vielen Situationen über ich hinauswächst. Mittlerweile wurde auch der Vater eingezogen. Sehr behutsam und detailliert schildert die Autorin Doras Entwicklung und bettet sie ein in die gesellschaftlichen Verhältnisse. Es dauert lange, bis man in Ostpreußen wirklich begreift, welche Folgen der Krieg hat. Gut, es gibt materielle Einschränkungen, aber die Kämpfe und die Bombenangriffe sind weit weg. Auf dem Gut geht das Leben seines Gang. Fremdarbeiter ersetzen die Einheimischen. Zu den stilistisch und inhaltlichen Höhepunkten gehört für mich ein Gespräch zwischen Curt und Dora. Er versucht, ihr die Augen zu öffnen, denn als Kriegsberichterstatter weiß er, was wirklich Sache ist. "...Ja, so schreiben es die Zeitungen. Aber glaub mir, Dora. Kein Wort davon ist wahr. [¿] Seit der Niederlage von Stalingrad ist es vorbei. Die Russen marschieren gen Westen, als wären die tapferen deutschen Soldaten nur Streichhölzer in der Landschaft..." Es sind die vielen kleinen Szenen, die das Buch zu etwas Besonderen machen. Mal sachlich, mal voller Gefühl wird deutlich, welche Entscheidungen notwendig sind und was für Folgen sie haben. Erst als Dora selbst den Schrecken der Bombennacht von Königsberg erlebt, kann sie die Angst ihrer Cousine in Hamburg nachvollziehen. Ihre Mutter war stets für Haus und Kinder zuständig. Deshalb liegt die Last der Entscheidungen auf Dora. Glücklicherweise war sie schon früher dem Vater auf dem Gut zur Hand gegangen. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Allerdings sollte man sich von dem Text auf der Rückseite nicht irritieren lassen. Er entspricht nicht den Tatsachen. Das ändert aber nichts daran, dass der Autorin ein beeindruckendes Epos über eine noch gar nicht so lange zurückliegende Vergangenheit gelungen ist.
So weit die Störche ziehen
von MarySophie - 07.09.2020
Ich empfand die Schreibweise als angenehm und locker, sie ist nicht zu hochtrabend und lässt sich sehr gut lesen. Ich bin ohne Probleme durch den Roman gekommen und fand es interessant, wie auch bei dem Schreibstil ein kleines Stück weit eine Entwicklung zu sehen ist, genau wie bei Dora. Während diese anfangs noch jugendlich ist und vor allem Spaß haben möchte, ist auch die Sprache einfach und leicht gehalten. Je mehr die Schrecken vom Krieg zunehmen, desto mehr lässt sich dies auch herauslesen und gleichzeitig wird auch Dora ernster und immer pflichtbewusster. Es gibt also eine tolle sprachliche Entwicklung, die viel Spaß gemacht hat. Ich empfand es als ganz besonders, dass es unglaublich viele und gute Beschreibungen von Gegenden, Situationen und Personen gibt. Diese nehmen sicherlich gut über die Hälfte des Romans ein, im Gegensatz dazu gibt es recht selten wörtliche Rede. Und das hat mir richtig gut gefallen und es hat Spaß gemacht, den Roman zu lesen und auf diese Weise ganz tief in die Geschichte eintauchen zu können. Sowohl die Landschaft von Ostpreußen und der Gutshof der Familie Twardy, als auch die Kriegsgeschehnisse werden unglaublich lebendig und mit aussagekräftigen Worten versehen. In dieser Hinsicht ist der Roman ein wahres Highlight und kann absolut überzeugen! Ich hatte ja gerade erwähnt, dass die Geschichte immer ernster wird, je weiter der Krieg fortschreitet. Ich mochte es sehr, wie man dies mitverfolgen kann und zu lesen, welche Gedanken sich die Protagonisten, allen voran Dora darum machen. Und eigentlich müsste die Spannung dadurch auf einem konstant hohen Niveau bleiben, gerade weil man als Leser ungefähr weiß, wie sich die politische Lage und das Kriegsgeschehen weiterentwickeln werden, aber man nicht genau sagen kann, wie sich die Gescchichte um Familie Twardy entwickeln wird. Doch meiner Meinung nach war dem nicht so. Ich fand oft, dass die Geschichte etwas vor sich hin geplätschert ist und nur selten spannende Szenen vorhanden waren. An sich habe ich kein Problem damit, wenn das normale Leben der Personen dargestellt wird, ohne großes Drama und ohne unnötig aufregende Momente. Hier hat mir aber was gefehlt. Selbst als der Krieg in seiner Endphase war, entstand bei mir kein Eindruck von Spannung. Was ich sehr schade finde, so habe ich den Roman zwar gerne gelesen, doch manchmal war mir die Handlung etwas zu einseitig und dröge... Ganz wunderbar hingegen empfand ich die Stimmung. Diese war greifbar und hat sich teilweise auch etwas auf mich übertragen. Egal ob freudige oder traurige Momente, die Emotionen wirkten realistisch und haben immer perfekt zur jeweiligen Situation gepasst. Zudem mochte ich es, dass stimmungsvolle Momente nie zu überzogen dargestellt wurden, sondern immer in einem angenehmen Maße stattgefunden haben, sodass man den Protagonisten ihre Laune stets abkaufen konnte! Ebenfalls richtig gut gefallen hat mir die gelungene Einbindung von historischen Ereignissen. Je weiter die Handlung fortschreitet, desto häufiger tauchen immer wieder Aussagen zur politischen Lage, über den Kriegsverlauf oder sonstiges auf. So kann man ein wenig die Sorgen der Personen wahrnehmen und besonders interessant empfand ich die Folgen des Krieges für Ostpreußen. Ich habe dazu schon viel gehört und gelesen, aber es an einem so lebendigen und authentischen Beispiel mitzuerleben ist doch noch einmal etwas anderes. Mich hat gerade der Aspekt von Flucht und Vertreibung interessiert und ich war darauf richtig gespannt. Leider hat dies nicht sehr viele Kapitel eingenommen und ich empfand auch das Ende als ziemlich fix herbeigeführt. Mir hätte es wirklich gut gefallen, wenn es mehr Abschnitte zu diesem Thema gegeben hätte. Gerne hätte ich auch noch mehr Seiten gelesen, um mehr über diese beiden Punkte zu erfahren. So wurde mir dieser Aspekt leider etwas zu kurz gehalten. Ganz besonders toll und gelungen empfinde ich die Darstellung des Settings! Davon bin ich wirklich hin und weg und absolut begeistert. Mit wie viel Liebe sich die Autorin diesem Punkt gewidmet hat und es gibt ganz wunderbare Beschreibungen von den Landschaften, sondern auch von den Gebäuden. Einfach traumhaft! So gut wie jedes Setting hat sehr lebendige und ansprechende Bilder vor meinen Augen hinterlassen, als ganz besonders farbenfroh erschien mir immer der Gutshof der Familie Twardy. Ich mochte die Szenen dort unglaublich gerne und habe ihn mir in jeder Jahreszeit ausmalen können. Und in jeder der vier Saisons hätte ich richtig gerne Zeit auf dem Hof verbracht und alles mit eigenen Augen gesehen. Und dazu noch die Gegend, die Landschaft. Ich habe den Gutshof sehr gemocht und dort haben sich meine Lieblingsszenen abgespielt. Auf dem Klappentext wird ja bereits eine mögliche Liebesbeziehung von Dora mit zwei Herren angedeutet. Das war auch der einzige Aspekt in der Inhaltsangabe, der mein Interesse nicht sofort geweckt hat. Und ich muss am Ende sagen, dass ich dies nicht unbedingt gebraucht hätte. Vielleicht weil ich die ständig wechselnden Gefühle von Dora nicht verstanden habe, vielleicht weil mir einer der Herren nicht sehr sympathisch war. Ich weiß nicht. Auf jeden Fall fand ich die Abschnitte etwas ermüdend, in denen Dora immer wieder hin und her überlegt hat, für welchen Mann sie Gefühle hegt und mit wem sie wirklich ihr Leben verbringen möchte. Dieser Punkt hätte für meinen Geschmack gerne kürzer ausfallen können! Ich mochte es bei den Protagonisten sehr, wie lebendig und einzigartig alle daherkommen. Jeder hat sich wirklich von den ganzen anderen abgehoben und eigene Attribute und Eigenschaften erhalten. Dadurch entsteht eine unglaublich große Vielfalt an Charakteren, die ein breites Bild der Menschheit darstellen. Mir hat es auch gut gefallen, wie die Autorin es dem Leser überlässt, ob man eine Person als sympathisch oder unsympathisch einstuft. So kann man vollkommen selbst entscheiden und für mich gab es tatsächlich Personen, die ich von ihrem Auftreten und ihrem Wesen nicht mochte. Doch diese sind halt nicht extra dafür ausgelegt, dass sie Misstrauen beim Leser erwecken, sondern es kommt jeweils auf die eigene Person an und darauf, welche Art und welche Charakterzüge man selbst bei jemandem anderen schätzt. Ich empfand es als sehr interessant zu beobachten, wie sich Dora im Roman weiterentwickelt und zu was für einem Menschen sie am Ende wird. Denn ich muss zugeben, dass ich Dora anfangs nicht sonderlich mochte, sie als etwas naiv und blauäugig empfand und viele Aussagen als kritisch betrachtet habe. Sie hat den Krieg nicht als bedrohlich wahrgenommen, sondern war in ihrer eigenen Blase gefangen und hat nur selten einen Gedanken daran verschwendet, wie andere Menschen auf den Krieg reagieren, was für Grausamkeiten und Ängsten sie tagtäglich ausgesetzt sind. Das hat mich lange Zeit gestört, dass Dora nur ihre eigenen Problemchen als wichtig angesehen hat und dabei ein wenig die Augen vor dem Krieg und den grausigen Folgen verschlossen hat. Oft wollte ich sie schütteln und habe gehofft, dass sie auch das Leid anderer Menschen anerkennt und sie in dieser Hinsicht reifer wird. Glücklicherweise hat Dora eine gute Entwicklung hingelegt, sie ist erwachsener geworden, hat Verantwortung übernommen und Entscheidungen fällen müssen, die Auswirkungen auf das Leben vieler Personen haben. Dadurch ist sie merklich selbstbewusster und stärker geworden und hat ihr kindliches Denken fast vollkommen abgelegt. Es war wirklich interessant zu beobachten, was der Krieg für Folgen für ein jugendliches Mädchen hat und ich finde, dass Dora sich toll entwickelt hat und sie war mir am Ende deutlich angenehmer und sympathischer war als am Anfang! Fazit: Leider sind mir, noch bevor ich mit dem Lesen begonnen habe, bereits ein paar Meinungen auf Instagram aufgefallen, die sehr positiv waren und das Buch nur lobend erwähnt haben. Und dadurch sind bei mir die Erwartungen unabsichtlich ein Stück gestiegen und ich war richtig gespannt, was den anderen Lesern daran so gut gefällt. Leider ist dieser Funke auf mich nicht so richtig übergesprungen. Zu weiten Teilen mochte ich die Geschichte gerne und habe die Entwicklung von Dora, aber auch des Krieges mit viel Interesse verfolgt. Doch für mich ist das Buch nicht zu so einem Highlight geworden, wie ich es mir erhofft hatte. Dafür fand ich Dora nicht immer sonderlich angenehm, zudem fehlte mir die Spannung und die Liebeleien von Dora hätten für mich auch nicht unbedingt sein müssen. Im Gegensatz dazu hat mir das Setting und auch die Schreibweise unglaublich gut gefallen und auch an der Stimmung hatte ich viel Freude. Und der Großteil der Protagonisten hat mir ebenfalls richtig gut gefallen, weshalb ich am Ende gute vier Sterne für das Buch vergebe!
dicke Leseempfehlung
von gagamaus - 07.09.2020
"So weit die Störche ziehen" war mein erster Roman von Theresia Graw. Der Klappentext klang genau nach meinem Beuteschema auch wenn mir der Hinweis auf ein Neues "Vom Winde verweht" doch etwas hochgegriffen schien. Solche Vergleiche werden ja leider eher inflationär gemacht. Ähnlich wie Fantasybücher die man mit HdR in einem Atemzug nennt. Diese Vorschusslorbeeren können die Bücher oft nicht erfüllen und ich finde es eigentlich unnötig, da der Leser dadurch falsche Erwartungen entwickelt und wenn diese dann nicht erfüllt werden, ist man enttäuschter, als es dem Buch vielleicht angemessen erscheint. Heldin des Romanes ist Dora Twardy, älteste Tochter eines ostpreussischen Gutherren. Die Geschichte beginnt im Jahr 1939. Das Mädchen ist 16 Jahre jung und ebenso ungestüm wie naiv. Sie liebt das Reiten und ihre Pferde und den Sohn eines benachbarten Gutshofbesitzers, Wilhelm. Wohlbehütet, wie sie aufgewachsen ist, interessiert sie sich wenig für Politik oder Schule, genießt das Leben, den Wohlstand ihrer Familie und die aufkeimende erste Liebe. Mit ihrem Äußeren und ihrem Enthusiasmus kann sie Wilhelm überzeugen, sie so bald als möglich zu heiraten. Aber als die Frau ihres Onkels stirbt, muss sie erst mal für einige Zeit nach Königsberg um diesem bei Haus und Kindern zu helfen. Dort lernt sie den Fotografen Curt kennen und verdreht auch diesem sehr schnell den Kopf, ohne ihm zu sagen, dass sie inoffiziell bereits verlobt ist. Als dieser herausfindet, dass sie ihm nicht die ganze Wahrheit gesagt hat, bricht er enttäuscht den Kontakt zu ihr ab. Während Dora mehr mit ihrem komplizierten Männergeschichten beschäftigt ist, schliddert Deutschland mit voller Kraft voraus in den zweiten Weltkrieg und dann werden erst der älteste Bruder und später auch der Vater zum Wehrdienst eingezogen und auf das Gut in Ostpreussen rückt der Krieg und die Russen schnell näher. Zu viel will ich gar nicht über den weiteren Verlauf erzählen. Das Buch nimmt von Kapitel zu Kapitel mehr fahrt auf und die Spannung steigt mit der Dramatik der Ereignisse. Dora entwickelt sich dabei vom naiven Mädchen zu einer jungen Frau, die geliebte Menschen in schrecklichen Zeiten verliert, die auch alleine ihre Frau stehen muss, die sich schließlich auf der Flucht vor den Russen in einem Flüchtlingstreck wiederfindet. Dabei handelt sie fast immer mit viel Herz und einem schier unerschütterlichen Optimismus und wächst Stück für Stück über sich hinaus. Ja, Dora ist in ihrer Art durchaus mit Scarlett O¿Hara vergleichbar. Und ähnlich wie sie muss sie erst herausfinden, welchen Mann sie liebt und dass der Krieg eine Bedrohung für Leib und Seele ist, der man sich nur mit Mut und Stärke stellen kann. Und das am Ende nur zählt, dass die Liebsten überleben und die Heimat die Menschen sind, die man im Herzen trägt und die man liebt. Doras Entwicklung und auch der Spannungsbogen bis zum Ende halten dem Vergleich mit "Vom Winde verweht" durchaus stand. Die Tiefe der Figuren, die Lebendigkeit und Authentizität, die die Autorin noch in die kleinsten Nebenfiguren steckt, machen den Roman zu einem wundervollen Leseerlebnis. Außerdem beschreibt sie sehr eindringlich die Kriegsgeschehnisse und die Flucht aus Ostpreussen. Mich hat das Buch begeistert. Umso erfreulicher, dass Theresia Graw bereits an der Fortsetzung arbeitet.
Leseempfehlung
von wusl - 07.09.2020
Genug mit irgend welchen Vergleichen. Der Klappentext bemüht ein bekanntes amerikanisches Liebesepos und anfangs hing das noch in meinem Kopf und wollte, dass ich das Buch von Theresia Graw daran messe. Aber im Laufe der Geschichte habe ich aufgehört zu vergleichen, denn neben jeden Ähnlichkeiten, die es wohl hat ist es auch etwas ganz eigenständiges und darum geht es in meiner Rezension. Um die Eigenständigkeit von So weit die Störche ziehen. Als Vielleserin habe ich schon einiges über die Kriegszeiten des zweiten Weltkrieges gelesen. Hunger und Tod, Flucht und Verzweiflung spielen in diesen Büchern natürlich eine große Rolle und wer so etwas nicht lesen mag, der ist hier falsch, denn die Autorin schont ihre Heldinnen und Helden nicht und lässt sie stellvertretend für Millionen Menschen all das erleben, was wir von dieser Zeit erwarten. Aber wichtig ist für die Story, dass es Personen gibt, mit denen man dies miterleben kann. Und hier schöpft Theresia Graw aus dem Vollen und haucht nicht nur der Familie Tardy und ihren Nachbarn und Verwandten, sondern auch marodierenden russischen Soldaten, deutschen Fahnenflüchtingen und polnischen Fronarbeitern Leben ein. Daraus entsteht ein dickes emotionales Geflecht von Beziehungen und menschlichen Schicksalen, welches mich von der ersten Seite an gefangen genommen hat. Nebenbei gibt es natürlich noch eine große Liebesgeschichte und eine junge Frau, die im Zentrum des Geschehens steht. Eine, die ich mochte, auch wenn sie erst mal ein naives Prinzesschen ist, auch wenn sie so einige Fehler macht und falsche Entscheidungen trifft. Auch wenn sie mit ihren Männergeschichten oft daneben liegt. Man muss sie einfach mögen, weil sie so optimistisch ist und ein großes Herz für Mensch und Tier hat. Ganz am Ende darf man nochmal den Vergleich heranziehen. Aber es ist ein rundes und gutes Finale und sehr zufrieden habe ich die Buchdeckel zugeklappt. Und es gibt einen zweiten Band. Ich freu mich drauf. Und hoffe, dass dann die Störche wieder durch die Geschichte ziehen.
Ein Neuanfang nach Verzweiflung und Flucht
von EllenK87 - 07.09.2020
Das Cover zeigt eine Frau in einer malerischen Idylle, doch diese soll im Buch auf dem Spiel stehen. Der Schreibstil ist sehr angenehm und entführt den Leser durch seine bildgewaltige Beschreibung in die Zeit von 1939. Man kann sich die Menschen auf dem Gutshof und die malerische Umgebung vor/während dem Krieg bildlich sehr gut vorstellen und das zieht den Leser noch mehr in den Bann. In "So weit die Störche ziehen" findet sich der Leser in Ostpreußen im Jahre 1939 wieder. Der zweite Weltkrieg beginnt, doch noch bleibt das Leben der 16-jährigen Dora idyllisch und friedlich. Erst als ihr Vater und Bruder einberufen werden merkt auch Dora die Veränderungen. Auf einmal muss sie die Verantwortung auf dem elterlichen Gutshof übernehmen und die Gefühle für gleich 2 Männer in geordnete Bahnen lenken. Dora ist die Hauptfigur und zu Beginn des Werkes legt sie eine kindliche Naivität an den Tage, wo man sie als Leser/in das ein oder andere Mal gerne wachrütteln mag. Sie ist warmherzig und liebt ihr Land, ihr Zuhause und die Pferde. Wilhelm (Freund aus der Kindheit) und Curt (Kriegsfotograf) stellen die Gefühlswelt von Dora auf die Probe und zeigen auch das Thema Liebeswirrwarr zu Kriegszeiten auf. Für wen wird sie sich am Ende entscheiden. Auch die Zerrissenheit für ihre Heimat und das nackte Überleben durch die Flucht sind ein zentrales Thema. Für Dora ist es eigentlich undenkbar ihre Heimat zu verlassen, doch der Krieg lässt nur die Flucht über den "Frische Haff" zu. Während der Flucht verlieren viele Leute ihr Leben und auch für Dora und ihr Umfeld wird es ein Kampf um Leben und Tod. Ein wunderschönen fesselnden historischen Roman, der den Leser auf eine Zeitreise schickt und durch einen flüssigleichten, bildhafte und gefühlvolle Erzählstil den Eindruck erweckt, dass man direkt im Geschehen ist.
Liebe und Krieg
von Sofia Leissou - 06.09.2020
Theresia Graw war mir bisher als Autorin kein Begriff. Dennoch haben mich die guten Kritiken auf das Buch aufmerksam gemacht. Und ich wurde nicht enttäuscht, den bei dem Roman handelt es sich um eine gefühlvolle, emotional starke Geschichte mit historischen Hintergrund, die keinen LeserInn unberührt lässt. Die Authentizität mit der die Autorin die Handlungen und das Geschehene beschreibt bleiben noch lange in Gedanken. Vielleicht hat dies auch damit zu tun, dass Teil der Handlung aus ihrer eigenen Familiengeschichte stamm. Dora Twardy ist die älteste Tochter eines ostpreussischen Gutsherren. Wohlbehütet wächst sie in ihrem Hof auf, und verliebt sich in den Sohn eines benachbarten Gutshofbesitzers, Wilhelm. Bei einer Reise nach Königsberg lernt sie aber auch den Fotografen Curt kennen und ihr Gefühlleben kommt ein wenig aus den Fugen. Doch ihre Ausgelassenheit währt nicht lange. Als der zweite Weltkrieg naherrückt und die Männer der Familie an die Front müssen, wird sie vor einer schwierigen Entscheidung gestellt. Ein Roman, den ich Liebhabern dieses Genre zweifellos weiterempfehle! Vor der ersten bis zur letzten Seite haben ich mich prächtig unterhalten. Endlich mal was anderes als nur Thriller und Krimis.
Eine schöne, interessante Geschichte
von SigrunK - 05.09.2020
Das Buchcover passt gut zu dieser Geschichte. Die Autorin Theresia Graw hat einen anschaulichen und interessanten Schreibstil. Wenn man das Buch einmal angefangen hat zu lesen, dann freut man sich auf jede freie Minute es weiter zu lesen. Es geht um Dora, die glücklich mit ihrer Familie auf einem Gutshof lebt. Sie hat eine nette Freundin Elsbeth und liebt Wilhelm, den Freund ihres Bruders. Dann muss sie nach Königsberg zu ihrem Onkel, um ihm mit den Kindern zu helfen nach dem Verlust seiner Frau und verliebt sich in Curt. Doch dann ist Krieg und es ist bewundernswert, wie willensstark Dora ist, was sie alles Schlimme erlebt, viele Verluste ertragen muss und trotzdem gibt sie die Hoffnung nicht auf, dass alles wieder gut wird. Die Liebe und die Familie gibt ihr immer wieder Kraft nicht aufzugeben. Durch den Krieg hat sich viel verändert.
Beeindruckend!
von Grü Ni - 05.09.2020
Rezession zu So weit die Störche ziehen Das Cover :Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut . Es ist mir sofort ins Auge gefallen. Für das Cover gibt es 5 Sterne. Die selbstbewusste und temperamentvolle Dora liebt mit ihren Eltern und Geschwistern auf einem Pferdegestüt in Ostpreußen. Sie hat eine glückliche Kindheit, in der es ihr an Nichts mangelt. Dora verliebt sich in Wilhelm, ein Freund ihres älteren Bruder Hans. Sie träumen davon, gemeinsam eine Reitschule zu leiten. Doch dann bricht am Tag der Hochzeit ihrer Cousine Grete, der zweite Weltkrieg aus. Doras älterer Bruder Hans, meldet sich gegen den Willen der Eltern als Kiegsfreiwilliger bei der Luftwaffe. Und auch Wilhelm bekommt seine Einberufung. Dora hoft auf ein Wiedersehen an Weihnachten. Die Männer bekommen aber keinen Heimaturlaub. Dora hofft jedoch auf ein baldiges Wiedersehen und die Verlobung mit Wilhelm. Doch diese Hoffnung wird zerstört. Dora wird von den Eltern nach Königsberg zu ihrem Onkel geschickt. Er ist Witwer mit 4 Kindern und benötigt Unterstützung bei der Betreuung seiner Kinder und im Haushalt. In den Sommerferien will Onkel Hermann mit der Familie ans Meer fahren. Dora hegt die Hoffnung, endlich nach Hause fahren zu können. Wilhelm hat angekündigt, bald Heimaturlaub zu bekommen. Endlich könnte Dora sich in seine Arme fallen lassen. Doch auch diese Hoffnung wird schnell zerstört. Onkel Hermann nimmt Dora mit in die Ferien, an die Kurische Nehrung. Dort lernt sie Curt von Thorau kennen, ein abendteuerlustiger Fotograf. Curt verliebt sich in Dora. Sie treffen sich von nun an regelmäßig in Königsberg. Sie gehen Tanzen oder ins Kino. Dora verpasst immer wieder die Momente, Curt von Wilhelm zu erzählen. Dora lernt Christel kennen, Curts Cousine. Die Frauen werden Freundinnen. Dora merkt bald, dass die junge Witwe, die neue Frau von Onkel Hermann werden könnte. Dora arrangiert ein Treffen. Die beiden lernen sich näher kennen und heiraten kurz darauf. Nach der Hochzeit von Onkel Hermann kehrt Dora nach Hause zurück. Dort hat sich einiges geändert. Nicht nur Hans fehlt, auch der Vater wurde einberufen. Nun wird das Gut von den unangenehmen Hinrich verwaltet. Er behandelt das Personal schlecht. Eines Tages verlässt Hinrich im Morgengrauen mit Glida, Doras geliebte Stute, den Hof. Dora folgt ihm und kann Glida zurück auf den Hof bringen. Es stellt sich heraus, dass Doras Vater einem Betrüger den Gutshof anvertraut hat. Von nun an übernimmt Dora die Verantwortung für den Hof. Sie muss es schaffen, den Hof zu retten. Mit viel Fleiß, harter Arbeit und der Hilfe von Friedrich kann Dora den Gutshof halten. Doch im Januar 1945 muss Dora schweren Herzens mit der Familie und den Leuten von Gutshof die Heimat verlassen. Die Flucht in die Ungewissheit beginnt. Mich hat das Buch sehr begeistert. Es liest sich angenehm und flüssig. Für mich ist die Geschichte so gut geschrieben, dass ich unbedingt wissen möchte, wie es mit Dora und ihrer Familie weitergeht. Ich hoffe sehr auf ein weiteres Buch.
Fesselnd! Und sehr viel mehr als ein Liebesroman...
von Gabriele H. aus München - 04.09.2020
Theresia Graw gelingt in ihrem neuen Roman etwas Bemerkenswertes: was als Liebesroman beginnt, entwickelt sich nach einer gewissen Zeit zu einem echten Pageturner. Ich konnte das Buch zwei Tage lang nicht mehr aus der Hand legen. Die Entwicklung der Hauptfigur, Dora Twardy, vom naiven, etwas verwöhnten Teenager hin zu einer eigen- und selbständigen, engagierten und mutigen jungen Frau inmitten der Kriegswirren ist glaubhaft und faszinierend. Dieser Roman hat mir wie wenige andere sehr plastisch vor Augen geführt, wie es sich anfühlen muss, sein Zuhause zu verlieren. Ein zeitloses Plädoyer für mehr Toleranz, Mut und Menschlichkeit. Respekt! PS: Schade, dass Hugendubel diesen tollen Roman nicht im Geschäft vorrätig hat (zumindest in München nicht; ich musste ihn bestellen) - er hätte eine große Leserschaft verdient!
Autentisch und berührend
von Lisa Müller - 03.09.2020
Dora ist eine selbstbewußte, freche und lebenslustige junge Frau. Sie lebt ganz idyllisch mit ihrer Familie auf einem Gutshof in Ostpreußen. Ihr junges Herz ist unsterblich verliebt und es gibt für sie nicht Wichtigeres als den gutaussehenden, edlen Wilhelm. Doch dann bricht der Zweite Weltkrieg aus und Stück für Stück ändert sich Doras ganzes Leben. Für eiige Zeit hilft sie ihrem Onkel im nahen Königsberg aus, da dessen Frau im gestorben ist. Dort lernt sie Curt kennen. Einen eher wilden unbeständigen aber attraktiven Mann. Er fasziniert sie und sie liebt es wie er ihr eine neue aufregende Welt eröffnet. Der Krieg schreitet unaufhörlich voran und beginnt sich wie ein alles verschlingendes Monster über das Land auszubreiten. Dora und ihre Familie müssen viele schreckliche Dinge erleiden. Nach und nach bricht alles zusammen. Dora sieht geliebte Menschen in den Krieg ziehen und darin verloren gehen. Auch sie selbst muss mehrfach immer wieder um ihr Leben kämpfen. Der Roman war mitreizend, stark bewegend und erschütternt. Man hatte nicht das Gefühl von heute rückblickend auf die Geschichte zu sehen sondern war auch gefühlsmäßig immer auf dem Stand der Protagonisten. Man hat wie sie die Hoffnung, Verzweiflung und das Entsetzen gefühlt. Auch die Strapazen der Flucht und der späteren Vertreibung habe ich bisher noch nie so lebensnah in einem Roman gelesen. Vieles in der Geschichte hatte Paralellen zum Roman "Vom Winde verweht". Doch die Handlung hin zum Ende des Krieges war sehr autentisch und ich war froh neben der Grausamkeit auch Hoffnung und Liebe mit Dora empfinden zu können. Neben der wirklich großartigen Unterhaltung die dieses Buch liefert, hat es mir auch die Augen geöffnet über die Geschichte meiner Großeltern. Selbst wollten sie nie etwas über diese Vergangenheit erzählen, waren immer stumm bei diesem Thema und haben viele Geheimnisse mit ins Grab genommen. Durch das Buch habe ich nun endlich das Gefühl mir wäre ihre Geschichte erzählt worden.
Eine berührende Liebesgeschichte
von zauberblume - 31.08.2020
In ihrem neuen Roman entführt uns die Autorin Theresia Graw nach Ostpreußen. Und dies ist ein ganz besonderer Roman, ihr persönlichstes Buch, indem die Autorin die Geschichte ihrer aus Ostpreußen stammenden Familie mit einer fiktiven Handlung verwebt. Ich tauche in eine große Liebesgeschichte ein. Diese hat mich bis tief in die Seele berührt. Sie beginnt im Jahr 1939. Die junge Dora Twardy wächst unbeschwert und glücklich auf dem Pferdegestüt ihrer Familie in Ostpreußen auf. Doch während sie noch ihre Unbekümmertheit genießt und von Verehrern umschwärmt wird, braut sich im Hintergrund auf der Welt Unheil zusammen. Dora muss über Nacht erwachsen werden, denn die deutsche Wehrmacht greift Polen an und viele Männer werden zum Kriegsdienst eingezogen. Als auch ihr Vater eingezogen wird, übernimmt Dora die Verantwortung für den Hof und die Familie. Mit aller Kraft kämpft sie um den Erhalt des Gestüts. Doch der Krieg macht auch vor dieser ländlichen Idylle nicht Halt. Außerdem gibt es in ihrem Leben zwei Männer, die sie so gut es geht, unterstützen. Ihre Jugendliebe Wilhelm von Lengendorff und der abenteuerliche Fotograft Curt von Thorau. Doch was bleibt am Ende dieser schrecklichen Zeit? Wow! Einfach sensationell - ein Meisterwerk der Extraklasse. Noch jetzt bin ich tieferschüttert von den schrecklichen Vorkommnissen dieser Zeit. Ein Elend und Leid, das man sich nicht vorstellen kann. Vor meinem inneren Auge läuft diese aufwühlende Lektüre, die mir sehr nahe gegangen ist, wie ein Film ab. Dieser beginnt in Ostpreußen auf dem herrlichen Landgut der Twardys, die mit großer Leidenschaft Pferde züchten. Ich sehe die Familie vor mir, wie sie sich mit Begeisterung um die Tiere kümmern, wie Dora ihre Ausritte in der Natur genießt, wie junge Fohlen zur Welt kommen und wie auf einmal dunkle Wolken am Horizont aufziehen. Das Leben ändert sich von heute auf morgen und nichts ist so, wie es einmal war. Durch die herrlichen Beschreibungen kann ich mir diese unberührte Natur und wunderschöne Landschaft Ostpreußens bestens vorstellen. Ein genaues Bild habe ich auch von allen mit wirkenden Charakteren. Dora darf ich ein langes Stück auf ihrem Lebensweg der fröhlich begann und dann bitter endet, begleiten. Ich habe Tränen in den Augen, wenn ich mir manchen Szenen vorstelle. Und was für eine Liebesgeschichte, diese hat mich bis tief in die Seele berührt. Da gibt es zwei Männer in Doras Leben - doch wie wird das Schicksal am Ende entscheiden? Während des Lesens kommen viele Emotionen an die Oberfläche. Dies ist ja ein fiktiver Roman, doch man kann sich vorstellen, dass sich solche Schicksale, wie die Twardys erleiden mussten, viele Menschen getroffen hat. Deshalb geht die Geschichte wirklich unter die Haut. Ein absolutes Lesehighlight, das auf meine Bestsellerliste 2020 wandert. Das Cover ist ja auch ein echter Hingucker. Ich vergebe für diese beeindruckende Traumlektüre 5 Sterne (leider können es nicht mehr sein).
Es hat mich fertig gemacht
von My-bookshelf-is-my-boyfriend - 30.08.2020
Wir befinden uns am Anfang dieser Geschichte in Ostpreußen im Jahr 1939. Während der Krieg wütet, wächst Dora Twardy behütet auf dem Pferdegestüt ihrer Eltern auf. Und dann passiert unendlich viel. Wir erleben mit Dora den 2. Weltkrieg und was dieser mit ihrer Familie, ihrem Besitz und ihrem Leben veranstaltet. Dazwischen verliebt sich Dora. Zwei Männer spielen in ihrem Leben eine große Rolle. Sie wird erwachsen, muss den Hof ihrer Eltern führen, weil ihr Vater und ihr ältester Bruder eingezogen werden. Und dann geht alles Schlag auf Schlag. Meine Meinung: Am Anfang mochte ich Dora überhaupt nicht leiden. Sie war so naiv und unbekümmert und auch total egoistisch. Und das alles während Kriegszeiten. Naja, erstmal bekommen die Menschen in Ostpreußen nicht so viel davon mit, alles geht seiner normalen Wege, bis auch sie miterleben müssen was der 2. Weltkrieg mit der Welt anstellt. Als Dora dann quasi über Nacht erwachsen wird, gefällt sie mir als Person schon besser. Manchmal hat sie immer noch diese kindlich naiven Züge gepaart mit dem Egoismus aber das verfliegt sehr schnell wieder. Da ich Angst habe zu spoilern versuche ich mich bewusst jetzt kurz zu halten. In diesem Buch passiert so viel. Die ersten 200 Seiten waren okay und danach konnte ich es nicht mehr weglegen. Ich wollte nur noch wissen was alles passiert, wie Dora sich schlägt. Dass ich dabei in ein riesiges Gefühlschaos verwickelt werde, war mir überhaupt nicht bewusst. Der Klappentext verspricht eine Liebesgeschichte, doch dieses Buch ist so so viel mehr. Ich habe gelacht und sehr viel geweint. Das Buch hat meine tiefsten und geheimsten Ängste bedient. Hat mir das Herz gebrochen. Und als ich es zu Ende gelesen habe, habe ich weiter geweint und musste es erstmal sacken lassen. Ehrlich gesagt, hab ich es immer noch nicht überwunden aber ich bin froh dieses Buch gelesen zu haben. Es ist für mich bisher DAS Jahreshighlight. Auch wenn es einen für den Moment zerstört, bitte lest es. Ich kann es nur empfehlen.
Ein Kriegsroman über Liebe und Hoffnung
von Anna-Karenina - 30.08.2020
Inhalt: Dora, eine junge wunderschöne Frau aus gutem Hause wächst in einer wohlhabenden Familie auf einem Pferde-Gutshof auf. Wohlbehütet weiß sie genau wie ihre Zukunft aussehen soll und verlobt sich mit dem Freund ihres Bruders, Wilhelm. In ihrer Leitfertigkeit kann jedoch auch der charmante Fotograf Curt ihr Herz gewinnen, aber Dora kann keine Entscheidung treffen. Als der Krieg beginnt wird Dora ihre Entscheidung abgenommen, denn nichts kommt wie sie es sich vorgestellt hat. Freunde und Familie sterben, werden verwundet, erleiden Qualen und Leid. Der Hof steht vor dem Ruin und Dora muss lernen an ihren Aufgaben zu wachsen und erwachsen zu werden. Sie muss sich nun um alle kümmern, Entscheidungen treffen und alles ohne einen Mann in die Hand nehmen. Der Krieg treibt alle auseinander, die Frage ist nur ob sie wieder zueinander finden? Meine Meinung: Der Roman "Soweit die Störche ziehen" war ein gewaltiges Buch, eins bei dem man schwer schlucken musste und leider kein typisches Happy-End bekommt, wie man es erwartet. Dora durchläuft eine Entwicklung im Roman, zu Beginn ist sie eine junge leichtsinnige Frau, der kaum etwas Schlechtes in ihrem Leben widerfahren ist. Und auch noch als der Krieg beginnt, sind viele noch euphorisch und zuversichtlich. Dora glaubt, wie viele anderen, an ein schnelles Ende und wird durch die Kriegspropaganda getäuscht. Erst als sich die ersten Auswirkungen zeigen, erkennen sie nach und nach wie gewaltig sich das Leben von allen ändern wird. Dora wird zu einer selbstständigen Frau, die sich nun ohne die Hilfe eines Mannes durchschlagen muss und sich behauptet. Diese Entwicklung ist zwangsläufig von Nöten und dramatisch, es ist unumgänglich, aber man trauert mit wie schnell sich ein sorgenfreies Leben zu einer solchen Tragödie entwickelt. An Männerprobleme ist da längst nicht mehr zu denken, es geht um das blanke Überleben. Diese Kriegszeit und Doras Rolle für ihre Familie und Freunde wurde hier sehr gut thematisiert. Auch das geschichtliche Kriegsgeschehen im Kontext und aus der Sicht von Doras Familie wurde gut dargestellt, man erlebt von Tag zu Tag neue Grausamkeit des Krieges und leidet mit der Familie mit. Ich muss sagen, dass die wirklich dramatischen, leidvollen Szenen mit Tod und Erschütterung etwas kurz und monoton abgearbeitet wurden, trotzdem war es im ganzen Buch ein aufregendes Ab und Auf der Gefühle. Das Ende hat mich leider etwas enttäuscht, denn nach so viel Leid hatte ich mir ein "schönes" Ende erträumt, eins das natürlich den Umständen entsprechend ist und nach so vielen Schicksalsschlägen nicht alle glücklich zurücklässt, aber eins das einem mit guten Gefühl entlässt, wenn man die letzte Seite, das letzte Wort liest und das Buch zuschlägt¿ das habe ich leider vermisst. Trotzdem ist dieses Buch ein richtiger Kriegsroman mit all den Gefühlen die dazugehören. Vielleicht sogar mit den Gefühlen der eigenen Trauer, wenn man Menschen kennt, die selbst zu dieser Zeit gelebt haben und furchtbares erleben mussten. Ein gelungenes Buch mit einigen Makeln aber im Großen und Ganzen ein emotionaler, erschütternder Roman mit einer wunderschönen Liebesgeschichte. Eine absolute Leseempfehlung.
Eine große Empfehlung !
von lesebiene - 30.08.2020
Inhalt: Dora ist ein schönes und temperamentvolles junges Mädchen, der das ganze Leben auf dem Gutshof ihrer Eltern offen zu stehen scheint. Während die Liebe zu ihren Pferden ihr Leben bestimmt, verliebt sie sich auch schon bald in den jungen Wilhelm, der schon bald ihr Verlobter werden soll. Doch dann bricht der Zweite Weltkrieg über Ostpreußen herein und Doras Leben und das ihrer Familie ändert sich drastisch. Schon bald wird aus dem Mädchen eine junge Frau, in deren Händen das Schicksal des Gutshofes steht, doch auch Doras Herz versucht zwischen drei Männern den einen zu finden, der ihr beisteht... in einer Zeit die schon bald alles aufs schmerzlichste verändern soll. Meine Meinung: Dieser historisch angehauchte Roman ist ein wahres Epos des Genres, das großen Romanen in nichts nachsteht. Während die Geschichte sehr seicht und schön beginnt und eine lockere Atmosphäre der Jugend im Mittelpunkt steht, entwickelt sich diese faszinierende Zeit schon bald in ein so anderes Ostpreußen. Während der Leser die junge Dora zu Anfang des Buches noch als unbeschwerte junge Frau wahrnimmt, die ihr Leben mit all der Schönheit zu genießen versucht, lernen wir diese schnell von einer so anderen Seite kennen. Sie geht durch Schicksalsschläge des Krieges hindurch und entwickelt sich zu einer verantwortungsbewussten, starken und so liebenswerten Person, die ich im Laufe des Buches wirklich sehr ins Herz geschlossen habe. Dass sie dabei zwischen so einigen Männern steht, war mir an der ein oder anderen Stelle etwas zu viel, da die Autorin dies aber so charmant, tragisch und emotional in Szene setzt, konnte ich darüber hinweg sehen. Ein der bemerkenswertesten Talente der Autorin ist es Emotionen zu schildern, dass ich so oft Gänsehaut hatte und all das Grauen dieser Zeit vor mir sehen konnte. Besonders der letzte Teil ist so realistisch und eindringlich geschildert, dass ich Tränen weinen musste, da die Autorin eben eines nicht macht: Sie beschönigt nicht, schreibt so, wie es das Zeitgeschehen erfordert hat. Dabei schont sie keinen ihrer Charaktere, keiner scheint sicher vor der Zeit des Weltkrieges und dabei ist dies als Leser häufig kaum auszuhalten, so sehr geht dies ans Herz. Mein Fazit: Ein zu tiefst realistischer Roman, der in meinen Augen perfekt war und dessen Charaktere ich sehr vermissen werde, da sie echt waren, als wären sie es eben... echte Charaktere auf der Suche nach Zuflucht, Hoffnung und Glück in einer Zeit des Zweiten Weltkrieges, die so heftig aus den Fugen geriet. Eine klare Leseempfehlung!!!
Familien und Liebesgeschichte in Kriegszeiten
von Anonym - 30.08.2020
Dora unsere Hauptakteurin hat mir in ihrer ganzen Art sehr gut gefallen. Anfangs noch irgendwie kindlich naiv, von den Pferden begeistert geht sie eine Liebelei mit einem alten Freund ein. Der Krieg scheint in ihrer Welt noch gar nicht richtig angekommen zu sein. Dies ändert sich als der Vater einbezogen wird und sie sich um das Gestüt kümmern muss. Aufeinmal ist der 2. Weltkrieg gegenwärtig. Es wird sehr eindrucksvoll geschildert wue es sich zu Kriegszeiten und auf der Flucht gelebt hat, was für Entbehrungen und Komprommisse man eingehen musste. Durch den flüssigen schreibstil kommt man sehr schnell in die Geschichte rein und die lässt einen auch nicht wieder so schnell los. Besonders wenn man weiss das es damals vielen Menschen so ging.ihr Hab und Gut zurücklassen mussten, Hunger, Kälte und Armut erleben und geliebte Menschen verloren zu haben.
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