Sehr guter Abschlussband der Reihe. Spannend und klärt die meisten Fragen, aber lässt auch etwas Freiraum für Spekulationen.
Ein junger Autor ist auf Okkultismus spezialisiert. Ein Bekannter namens Yanaoka möchte ein Haus kaufen, aber beim Grundriss fällt ihm ein geheimer Raum auf. Er bittet den Autor einen Blick darauf zu werfen, weil ihm das seltsam vorkommt. Da es sich nicht um ein übliches "Spukhaus" handelt, sucht sich der Autor Hilfe bei einem befreundeten Architekten Kurihara, welcher auch an Okkultismus interessiert ist. Dieser entdeckt weiteren Merkwürdigkeiten und beginnt zu spekulieren. Während Kurihara vermutet, dass das Haus zum Missbrauch benutzt wurde, findet der Autor eine weitere Möglichkeit. Ab da an lässt ihn die Geschichte nicht mehr los. Die Geschichte ist absolut spannend erzählt, dass ich diese innerhalb von drei Tagen durchgesuchtet habe, da ich nicht mehr aufhören konnte. Ich bin froh, dass die Mangareihe bereits komplett erschienen war, dass ich nicht auf weitere Bände warten musste.Tatsächlich hätte ich auch nicht gedacht, was man alles aus einem Grundriss von einem Haus erschließen kann. Im ersten Band dachte ich allerdings noch, dass das aber wilde Spekulationen waren und fand es auch etwas unrealistisch. Ich war da noch etwas skeptisch, wie sich die Geschichte entwickeln soll und was man überhaupt in fünf Bänden erzählen möchte. Aber dann kam eine weitere Figur hinzu und weitere Häuser, die neue Aufschlüsse gebracht haben.Letzten Endes ist es auf eine Familiengeschichte hinausgelaufen mit einem bizarren Geheimnis. Ich bin nach dem letzten Band immer noch etwas geplättet und kann nur den Kopf schütteln. Aber nicht, weil ich es so unglaubwürdig finde, sondern weil die Geschichte so gut aufgearbeitet wurde.Der Schluss war gut und hat auch die meisten Fragen geklärt. Die Geschichte war durchweg durch alle fünf Bände spannend. Am Ende hat dann Kurihara noch einmal spekuliert und neue Fragen aufgeworfen, die jetzt aber nicht komplett geklärt wurden. Das Ende ist demensprechend zwar rund und abgeschlossen und gleichzeitig etwas offen, was ich gar nicht schlimm finde. So lässt man den kleinen Freiraum, um sich selbst noch ein paar Gedanken zu der Geschichte zu machen. Die Figuren waren gut gezeichnet, charakterlich und optisch, dass man sie gut unterscheiden konnte. Interessant finde ich, dass der Autor, der die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt, nicht einmal mit Namen benannt wurde. Im Prinzip hat man auch wenig über ihn erfahren, außer dass er solche mystischen Geheimnisse mag, anscheinend für ein Online-Magazin arbeitet und ein paar Bekannte hat. Ansonsten kann ich eigentlich recht wenig über ihn sagen, was mich aber nicht gestört hat. Er war eine gute Erzählstimme, aber das wirklich interessante in der Geschichte waren die Häuser und ihre Geschichte dahinter.Kurihara war eine ähnlich kuriose Figur. Ich würde die beiden fast als "seltsam" bezeichnen und anscheinend war gewollt, was ein zusätzlich interessanter Kniff des Autors war.Auf jeden Fall weiß man auch wenig über Kurhihara, außer dass er als Architekt als Angestellter arbeitet, oft von Zuhause aus. Sich daher mit Grundrissen gut auskennt und vieles aus diesen herauslesen kann und dadurch auf recht wilde Spekulationen kommt. Mir scheint, dass er eine sehr große Fantasie hat, was vielleicht auch daher rührt, dass er sehr viele Thriller liest. Es gab eine Szene, wo der Autor bei ihm Zuhause war und feststellte, dass Kurihara viele Bücher hatte und er meinte, dass er gerne Thriller liest. Wenn sich Kurihara an einer Sache festbeißt, dann arbeitet er gern auch mal die Nacht durch. Er ist gute Essen nicht abgeneigt und kocht auch gern mal selbst. Allerdings scheint er eher der Theoretiker zu sein, denn immer wenn der Autor gewisse Ausflüge plante, hatte Kurihara eine Ausrede, warum er nicht mitkommen konnte.Aber man merkt, am Ende weiß ich mehr über Kurihara, als über den Ich-Erzähler, was wirklich "strange" ist. Fazit:Wer gerne mystische, spannende Geschichten liest, ist hier vollkommen richtig. Am Anfang kann man gar nicht erfassen, zu welch komplexer Geschichte sich das entwickelt und das die ein oder andere wilde Spekulation tatsächlich wahr sein kann. Und am Ende ist es dennoch ganz anders, als man am Anfang dachte. Dazu gibt es noch prägnante Figuren, denen man gerne folgt, die sich aber nicht zu sehr in den Vordergrund drängen. Denn die Reihe lebt wegen seiner enthaltenen Geschichte und deren Entwicklung. Von mir bekommt dieser Abschlussband, und die Reihe an sich, 5 Sterne.