Das Buch "Das Ritual in der Senne" ist der erste Teil aus der "Blohm und Schwarz ermitteln" Reihe von Werner Pfeil und auch mein erstes Buch von diesem Autor. Der Schreibstil des Autors hat mir sehr gefallen. Er ist angenehm und flüssig und es dauerte nicht lange, bis ich in die Geschichte hineingezogen wurde. Von Beginn an entfaltet sich eine dichte zum Teil bedrückende Stimmung durch die Vermisstenfälld, die durch die Thematik rund um alte Rituale zusätzlich noch verstärkt wird. Diese Elemente verliehen dem Fall eine geheimnisvolle und stellenweise unheimliche Note, die sich durch das gesamte Buch zog, was ich sehr mochte. Erzählt wird die Story aus verschiedenen Perspektiven, was mir ebenfalls sehr gefiel. Dies sorgte nicht nur für Abwechlung, sondern hilft auch dabei, die Geschehnisse nach und nach aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu verstehen. So erlebte man die Polizeiarbeit hautnah und die Ermittler Melanie und Vincent, erhielt einen Einblick in Vincents eigene Nachforschungen zum Fall, ebenso gab es aber auch einige Szenen aus der Täter- und Opferperspektive. Dadurch bleibt die Spannung durchgehend erhalten und man kann nachtun nach die einzelnen Puzzleteile zusammensetzen und damit gemeinsam mit Melanie und Vincent dem Täter immer näher zu kommen.Der Fall selbst ist spannend und gut durchdacht konstruiert. Die Verknüpfungdn der Ermittlungen mit den alten Ritualen und Glauben sowie den kurzen Einblick in die Vergangenheit wirken stimmig und geben der Geschichte einen besonderen Flair. An einigen Stellen in der Story gab es mir persönlich den ein oder anderen Zufall zu viel. Trotzdem habe ich die Geschichte aber wirklich gerne gelesen.Die Charaktere haben mir insgesamt gut gefallen und wurden vom Autor überzeugend dargestellt. Die Ermittler Melanie und Vincent und auch Vincents bester Freund André wirken lebendig und gut ausgearbeitet. Die Interaktionen zwischen ihnen gefielen mir sehr, waren schlüssig und anschaulich beschrieben. Gerade durch die Polizeiarbeit von Vincent und Melanie bekam man so einen sehr guten Überblick über die Ermittlungen und was sie alles unternehmen, um die verschwundenen Kinder zu finden. Ob ihnen das aber gelingt, das müsst ihr selbst lesen.Insgesamt hat mir "Das Ritual in der Senne" gut gefallen. Werner Pfeil hat hier einen spannenden Fall mit einer interessanten Thematik konstruiert und auch Melanie und Vincent haben mirnals Ermittlerduo sehr zugesagt. Aufgrund kleinerer Schwächen gibt es von mir vier Sterne und eine klare Leseempfehlung. Es wird auf jeden Fall nicht mein letztes Buch von Werner Pfeil gewesen sein.