Zeitloses Drama über Machtgier, Schuld und den Zerfall der menschlichen Psyche, das ein wenig Geduld erfordert
Die Geschichte beginnt mit einer Prophezeiung dreier Hexen: Macbeth wird König von Schottland. Getrieben von dieser Vision und angestachelt durch seine ehrgeizige Ehefrau ermordet er den rechtmäßigen König Duncan und seine Herrschaft wird von Paranoia, Blutvergießen und wachsendem Wahnsinn begleitet, was in einer Tragödie endet. Die dialogstarke Handlung besticht durch ihre hohe atmosphärische Dichte.Bei den Protagonisten steht Macbeth im Mittelpunkt der Handlung, wird sehr glaubwürdig dargestellt und durchlebt während der Geschichte eine fesselnde Entwicklung. Relevante Nebenprotagonisten wie Lady Macbeth oder die drei Hexen treiben die Handlung wesentlich voran und verleihen der Geschichte ein tolles Facettenreichtum.Wer düstere und psychologisch intensive Tragödien über Macht, Moral und menschliche Abgründe mag, wird hier fündig.Der Schreibstil ist poetisch und voller Metaphern.Einziger Minuspunkt: Der erwähnte Schreibstil ist ein wenig gewöhnungsbedürftig und erfordert etwas Geduld.Insgesamt kann ich das Buch empfehlen.