Warenkorb
€ 0,00 0 Buch dabei,
portofrei
Finanzwissenschaft: Grundlagen staatlicher Verteilungspolitik als Buch
PORTO-
FREI

Finanzwissenschaft: Grundlagen staatlicher Verteilungspolitik

2. , völlig überarbeitete und stark erweiterte Auflage. Reprint 2017. HC runder Rücken kaschiert.
Buch (gebunden)
Ein zentrales Lehrgebiet der Finanzwissenschaft ist Gegenstand dieses Lehrwerkes. Es darf als dafür maßgeblich genannt werden.
Dieses Buch ist auch verfügbar als:
Buch

109,95 *

inkl. MwSt.
Portofrei
Lieferbar innerhalb von zwei bis drei Werktagen
Finanzwissenschaft: Grundlagen staatlicher Verteilungspolitik als Buch

Produktdetails

Titel: Finanzwissenschaft: Grundlagen staatlicher Verteilungspolitik
Autor/en: Armin Bohnet

ISBN: 3486252623
EAN: 9783486252620
2. , völlig überarbeitete und stark erweiterte Auflage. Reprint 2017.
HC runder Rücken kaschiert.
De Gruyter Oldenbourg

29. Juni 1999 - gebunden - 436 Seiten

Beschreibung

Ein zentrales Lehrgebiet der Finanzwissenschaft ist Gegenstand dieses Lehrwerkes. Es darf als dafür maßgeblich genannt werden.

Inhaltsverzeichnis

Grundlegung: Motive, Gegenstand und Ziele staatlicher Verteilungspolitik. Einkommen und Vermögen als zentrale Objekte finanzwirtschaftlicher Verteilungspolitik. Instrumente staatlicher Umverteilung. Meßverfahren und empirische Befunde zur Einkommens- und Vermögensverteilung: Statistische Maße und graphische Darstellungsformen zur Kennzeichnung von Verteilungen. Daten zur Einkommens- und Vermögensverteilung in der Bundesrepublik Deutschland. Die Verteilungswirkungen staatlicher Finanzpolitik. Theoretische Grundlagen und empirische Evidenz: Ansatzpunkte staatlicher Verteilungspolitik. Vorgehensweisen und Probleme bei der Ermittlung von Verteilungswirkungen staatlicher Aktivität. Staatliche Einkommensverteilungspolitik in der Bundesrepublik Deutschland - eine erste Bestandsaufnahme. Die Einnahmen des Staates im Dienste der Einkommensumverteilung: Die Einkommen- und Körperschaftsteuer. Die Verbrauchsteuern. Staatliche Schuldenaktivität. Staatliche Einnahmen und Ausgaben im Dienst der Beeinflussung der Vermögensverteilung: Steuern auf das Vermögen als Instrumente der Vermögensverteilungspolitik. Staatliche Maßnahmen zur Förderung der Vermögensbildung. Die Verteilungswirkungen des Systems der sozialen Sicherung: Bereiche und quantitative Bedeutung des Systems der sozialen Sicherung. Die Verteilungswirkungen der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Verteilungswirkungen der gesetzlichen Krankenversicherung.

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 23.08.1999

Die Verteilung und ihre Wirkungen
Lücke zwischen politischer Bedeutung und wissenschaftlicher Beachtung

Armin Bohnet: Finanzwissenschaft: Grundlagen staatlicher Verteilungspolitik. 2. Auflage. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 1999, 410 Seiten, 88 DM.

Spätestens mit dem Regierungswechsel in Bonn haben alle politischen Debatten über Steuern, Renten oder Gesundheit einen zentralen Anknüpfungspunkt gefunden: die Frage, welche Verteilungswirkungen mit staatlichem Handeln verbunden sind. Wer profitiert tatsächlich von einem Steuersystem mit hohen Steuersätzen, aber zahllosen Schlupflöchern? Welche Einkommensschichten werden von einer Erhöhung der Mehrwertsteuer oder der Mineralölsteuer besonders stark betroffen? Welche Lasten mutet ein umlagefinanziertes Rentensystem künftigen Generationen zu? Antworten auf diese Fragen bietet die Verteilungstheorie - eine volkswirtschaftliche Disziplin, die zwar in der Wirtschaftspolitik höchste Bedeutung genießt, seit einiger Zeit aber etwas in den Hintergrund des wissenschaftlichen Interesses gerückt ist.

In diese Lücke stößt Armin Bohnet mit seinem Buch "Finanzwissenschaft: Grundlagen staatlicher Verteilungspolitik", das sich an Wissenschaftler ebenso wie an Wirtschaftspolitiker richtet und einen breiten Überblick über die theoretischen wie empirischen Verteilungswirkungen staatlicher Einnahmen und Ausgaben bietet. Neu ist vor allem die Analyse der Verteilungswirkungen der Finanztransfers von West- nach Ostdeutschland nach 1991. Darin zeigt Bohnet, dass die mittleren Einkommensschichten zur Finanzierung der deutschen Einheit besonderes stark beigetragen haben. Zum Beispiel habe die Mehrwertsteuererhöhung die unteren und mittleren Einkommensschichten am stärksten belastet, da sie einen deutlich höheren Teil ihres Einkommens für Konsumgüter ausgäben als die Bezieher höherer Einkommen. Die Erhöhung der Mineralölsteuer schlage vor allem bei den Beziehern mittlerer Einkommen negativ ins Gewicht, die einen doppelt so hohen Teil ihres Nettoeinkommens für Benzin aufwendeten wie die Bezieher niedriger und hoher Einkommen. Dagegen wirke der Solidaritätszuschlag tendenziell progressiv, belastete somit die Besserverdienenden besonders stark. Der Anstieg der Beiträge zur Sozialversicherung habe dagegen eine eindeutig regressive Wirkung gehabt. Diese überproportional starke Belastung der unteren und mittleren Einkommensbezieher sei auf zwei Gründe zurückzuführen: Höhere Beiträge zur Sozialversicherung führten lediglich bis zur Beitragsbemessungsgrenze zu wachsenden Belastungen, bei den Besserverdienenden jedoch nicht mehr. Außerdem seien Selbständige und Freiberufler, die tendenziell in höheren Einkommensschichten anzusiedeln seien, von dieser Zusatzbelastung weitgehend ausgenommen worden.

Der Finanzwissenschaftler liefert in seinem Buch zudem ein umfassendes Datengerüst, das interessante Einblicke in die Wirkungen der Steuer- und Sozialpolitik der vergangenen Jahre ermöglicht. Zum Beispiel sei die Zahl der Personen, die Sozialhilfe oder ähnliche Leistungen erhielten, zwischen 1982 und 1996 von 1,1 Millionen auf 2,4 Millionen gestiegen. Die Ausgaben der Bundesanstalt für Arbeit seien in Westdeutschland zwischen 1990 und 1997 um 56 Prozent auf 64 Milliarden DM gestiegen, während sich die Einnahmen aus den Beiträgen dagegen um 120 Prozent auf 89 Milliarden DM erhöht hätten. Dieser Überschuss sei vor allem zur Deckung des gleichbleibend hohen Defizites von rund 35 Milliarden DM in der Arbeitslosenversicherung Ostdeutschlands notwendig gewesen.

Bohnet zeigt in seinem Buch auch einen wichtigen Grund für den heftigen politischen Streit über die Verteilungswirkungen, nämlich den Unterschied zwischen der beabsichtigten Verteilungswirkung zum Beispiel eines progressiv wirkenden Steuersystems und den tatsächlichen Verteilungswirkungen nach Ablauf aller Anpassungsreaktionen. Vielfach führten Änderungen des Arbeits-, Investitions und Konsumverhaltens der Menschen zu abweichenden Ergebnissen, die sogar die ursprünglich beabsichtigte Wirkung ins Gegenteil verkehren könnten.

HOLGER SCHMIDT

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.

Mehr aus dieser Reihe

zurück
Ökonomie für Pädagogen
Buch (gebunden)
von Hermann May
Logistik: Rundreisen und Touren
Buch (gebunden)
von Wolfgang Domschk…
Wirtschafts- und Sozialstatistik
Buch (gebunden)
von Walter Krug, Mar…
Schließen mit Statistik - Verstehen
Buch (gebunden)
von Manfred Tiede, W…
Einführung in die Mikroökonomie
Buch (gebunden)
von Edwin von Bövent…
vor
Servicehotline
089 - 70 80 99 47

Mo. - Fr. 8.00 - 20.00 Uhr
Sa. 10.00 - 20.00 Uhr
Filialhotline
089 - 30 75 75 75

Mo. - Sa. 9.00 - 20.00 Uhr
Bleiben Sie in Kontakt:
Sicher & bequem bezahlen:
akzeptierte Zahlungsarten: Überweisung, offene Rechnung,
Visa, Master Card, American Express, Paypal
Zustellung durch:
* Alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlichen MwSt. Informationen über den Versand und anfallende Versandkosten finden Sie hier.
** Deutschsprachige eBooks und Bücher dürfen aufgrund der in Deutschland geltenden Buchpreisbindung und/oder Vorgaben von Verlagen nicht rabattiert werden. Soweit von uns deutschsprachige eBooks und Bücher günstiger angezeigt werden, wurde bei diesen kürzlich von den Verlagen der Preis gesenkt oder die Buchpreisbindung wurde für diese Titel inzwischen aufgehoben. Angaben zu Preisnachlässen beziehen sich auf den dargestellten Vergleichspreis.