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Die Schwestern vom Ku'damm

Jahre des Aufbaus. 'Die Schwestern vom Ku'damm'. 'Die 50er-Jahre-Trilogie'. 2. Auflage.
Buch (gebunden)
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Wirtschaftswunder, Kaufrausch, Träume in Pastell - drei Schwestern und ein Kaufhaus am Ku'damm.
Der Auftakt der großen 50er-Jahre-Trilogie von Bestseller-Autorin Brigitte Riebe.

Berlin im Mai 1945: Es ist die Stunde Null, die Stadt liegt ebenso in Trüm … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Die Schwestern vom Ku'damm
Autor/en: Brigitte Riebe

ISBN: 3805203373
EAN: 9783805203371
Jahre des Aufbaus.
'Die Schwestern vom Ku'damm'. 'Die 50er-Jahre-Trilogie'.
2. Auflage.
Wunderlich Verlag

23. Oktober 2018 - gebunden - 432 Seiten

Beschreibung

Wirtschaftswunder, Kaufrausch, Träume in Pastell - drei Schwestern und ein Kaufhaus am Ku'damm.
Der Auftakt der großen 50er-Jahre-Trilogie von Bestseller-Autorin Brigitte Riebe.

Berlin im Mai 1945: Es ist die Stunde Null, die Stadt liegt ebenso in Trümmern wie die Seelen der Menschen. Auch das Kaufhaus Thalheim am Ku'damm ist zerstört. Fassungslos stehen die drei Schwestern Rike, Silvie und Florentine vor der Ruine des einst so stolzen Familienunternehmens. Doch Rike, die Älteste, hat einen Traum: Sie will das Kaufhaus wieder aufbauen und mit raffinierten Stoffen und neuesten Modekreationen Farbe in das triste Nachkriegsberlin bringen. Nach der Währungsreform scheint es tatsächlich aufwärts zu gehen, die Menschen hungern nach Konsum und schönen Dingen. Doch die neuen Zeiten bringen neue Probleme. Als ein dunkles Geheimnis zutage tritt, das ein unrühmliches Licht auf das Kaufhaus und seine Geschichte wirft, müssen die Schwestern erkennen, dass die Vergangenheit noch immer lebendig ist...

Portrait

Brigitte Riebe ist promovierte Historikerin und arbeitete zunächst als Verlagslektorin. Sie hat mit großem Erfolg zahlreiche Romane veröffentlicht, in denen sie die Geschichte der vergangenen Jahrhunderte wieder lebendig werden lässt. Ihre Bücher wurden in diverse Sprachen übersetzt. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in München.

Pressestimmen

"Ein außerordentlich gut gelungener Roman der 50er Jahre Trilogie. Brigitte Riebe schreibt fesselnd und hautnah aus früheren Zeiten. Seite für Seite ein Lesevergnügen mit einem überraschenden, offenen Ausgang. Ich freue mich riesig auf den zweiten Band!" alles-was-ich-liebe.de 20181108

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Die Schwestern vom Ku'damm
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von Brigitte Riebe
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Empfehlungen Ihres Buchhändlers
Ute J.
von Ute J. - Hugendubel Buchhandlung Cottbus Mauerstraße - 08.01.2019
Der Auftakt der großen 50er-Jahre-Trilogie beginnt in Berlin 1945. Drei Schwestern versuchen, das Lebenswerk der Familie neu aufzubauen. Band 2 "Wunderbare Zeiten" erscheint im Juli 2019.
Bewertungen unserer Kunden
Deutsche Geschichte, sehr interessant erzählt
von Sissy0302 - 29.01.2019
Das Buch ist der Auftakt einer Trilogie um drei Schwestern im Berlin der Nachkriegsjahre. Diese Geschichte dreht sich hauptsächlich um Katharina, genannt Rike, die älteste Tochter. Rike hat es sich zum Ziel gesetzt, das zerbombte Kaufhaus der Familie wieder aufzubauen. Nach dem Testament ihres Großvaters und einem dazugehörigen Brief ist die vernünftige Rike emotional ziemlich durcheinander - vor allem, da sie ein Geheimnis vorerst nicht mit der Familie teilen kann. Die Autorin ist promovierte Historikerin und das merkt man in diesem Buch durch und durch. Der Leser erfährt sehr viel geschichtliches aus dieser Zeit, was mich auch an diesem Buch gereizt hat. Zu erfahren wie das Leben damals war - vor allem in Berlin. Und das ist der Autorin wirklich gelungen. Ich habe sehr viel gelernt, und das gut verpackt in einer interessanten Geschichte. Rike selber habe ich sehr gemocht, allerdings bekam ich sie nicht richtig zu fassen. Sie ist eine sehr vernünftige, bodenständige junge Frau mit sehr viel Verantwortungsgefühl. Bei ihrer Geschichte erging es mir so, das ich sie sehr gerne gelesen habe, das Buch aber auch leicht zur Seite legen konnte. Ich denke, ihre Schwester Sylvie wird mich mit ihrem Temperament im 2. Teil mehr mitziehen. Daher vergebe ich für dieses Buch 4,5 Sterne - für eine lehrreiche, gut erzählte Geschichte - und freue mich jetzt schon auf Sylvie.
Die Hoffnung darf nie versiegen
von Kessi67 - 01.12.2018
Die Schwestern vom Kudamm, Jahre des Aufbaus, ist ein historischer Roman der über die Widrigkeiten, Kämpfe, Hoffnungen und Zuversicht, der Nachkriegsjahre berichtet. Es ist der Auftakt der großen 50er-Jahre-Trilogie von Bestseller-Autorin Brigitte Riebe. Beginnend im Mai 1945, die Stunde Null ist gekommen, die Besatzungsmächte ziehen in Deutschland ein und ab da beginnt die große Unsicherheit der Bevölkerung. Zuvor noch voller Zuversicht, dass ab jetzt alles nur noch besser werden kann, müssen sie erkennen, dass nun die schlimmsten Jahre nach Kriegsende kommen werden. Viele beschrieben die Zeit, schlimmer als den Krieg. Die drei Schwestern Rike, Silvie und Florentine stehen vor den Ruinen ihres einst so glamourösen Kaufhauses, welches ihr Vater mit einem Freund in den Vorkriegs-Jahren mit Pauken und Trompeten eröffnet hatten. Doch jetzt liegt Berlin in Schutt und Asche, was also tun? Rike, die älteste der Schwestern verwendet all ihre Kraft darauf, die restliche Familie beieinander zu halten. Der Vater befindet sich in russischer in Gefangenschaft und ihr Bruder gilt als verschollen. Ihre Villa, in der sie gelebt haben, verlieren sie an die russischen Besatzer. Im Garten liegt der Familienschatz verborgen, doch an den kommen sie nicht ohne entdeckt zu werden ran. Von da an beginnt der Kampf ums Überleben und der Wunsch, irgendwann einmal ein neues Kaufhaus zu eröffnen. Sie gehen als Trümmerfrauen arbeiten, lassen sich allerlei Ideen einfallen um einen Neubeginn zu schaffen. Rike wahr so weitsichtig und hatte zwei Nähmaschinen versteckt, mit denen die Frauen, gemeinsam mit einer Freundin die so dringend benötigte Kleidung zu schneidern. Alle bringen sich in den Überlebenskampf ein. Flori, die kleinste kann wunderbar zeichnen und entwirft die Modelle. Silvie entwickelt sich zu einer wahren Händlerin und kann die Familie durch Geschäfte auf dem Schwarzmarkt über Wasser halten. Nicht nur das, sie besorgt auch Dinge die besonders benötigt werden. Flori ihre Mutter, zuvor verzweifelt und kraftlos, in ihrer Trauer um ihren geliebten Mann völlig verloren, wächst als Trümmerfrau über sich hinaus. So bringen sich alle ein, um ein halbwegs menschliches Überleben möglich zu machen. In dieser Zeit, keimen immer mehr die Hoffnungen auf eine neue gute Zukunft auf. Auch wenn Rückschläge, Hunger und Kälte die nächsten Jahre bestimmen werden, gibt es große Zuversicht, denn Rike erhält ganz unverhofft einen Brief aus der Schweiz. Meine Meinung: Die Autorin Brigitte Riebe hat mit dem Auftakt der Trilogie Die Schwestern vom Kudamm ein kleines Wunderwerk vollbracht. Der Schreibstil bringt einen sehr einfühlsam aber auch mit einer harten Realität in die schwere Zeit der Nachkriegsjahre. Sehr bildlich beschreibt sie die unterschiedlichen Charaktere der Protagonisten, die so viel Leid und Angst durchleben mussten. Auch zeigt die Autorin, dass es gerade in dieser schweren Zeit notwendig war, seine Hoffnung, Träume und Wünsche, nicht aus den Augen zu verlieren. Das der Zusammenhalt mehr als wichtig war, jeder muss für jeden da sein. Ihn trösten und wieder aufbauen und die wenigen glücklichen Momenten genießen um daraus neue Kraft schöpfen zu können. Diese Zeit möchte man nicht noch einmal erleben müssen. Aber dieser Roman zeigt dem Leser, dass es sich lohnt für seine Zukunft zu kämpfen, egal welche Widrigkeiten sich einem entgegen stellen. Absolute lesenswert.
eine emotional aufwühlende Geschichte der Nachkriegszeit
von Vivi 73 - 30.11.2018
Inhalt: Berlin 1945: Der Krieg ist vorbei, doch überall herrscht Notstand. Die Freude über das Kriegsende hält sich dementsprechend in Grenzen. So auch bei Familie Thalheim. Ihr einst so prachtvolles Kaufhaus liegt in Trümmern. Der Bruder und der Vater sind nicht aus dem Krieg zurückgekehrt. Ihre Villa ist von den Alliierten besetzt. Trotz Lebensmittelkarten leiden sie Hunger und leben auf engstem Raum zusammengepfercht. Und doch gibt Rike, die älteste der Töchter nicht auf. Sie hat einen Traum. Sie möchte das Kaufhaus wieder aufbauen. Aber das gestaltet sich als ziemlich schwierig. Im Laufe der Zeit entstehen Situationen, die den Traum immer mehr Raum geben. Immer wieder neue Probleme versuchen Rike die Umsetzung schwer zu machen. Wird sie es schaffen? Und findet bei ihren Schwestern und Verwandten die Unterstützung, die sie benötigt? Wertung: Jahre des Aufbaus ist der erste Teil einer von Brigitte Riebe geplanten Trilogie über Die Schwestern vom Kudamm . Die Autorin hat sich enorm viel Mühe mit ihrer Recherche gemacht, welche deutlich beim Lesen erkennbar ist. Die Not und das Elend werden sehr genau beschrieben. Genauso wie der Schutt und die Zerstörung. Auch präsentiert sie sehr nachvollziehbar das Verhalten der Alliierten gegenüber den Bewohnern von Berlin. Die ganze Zeit ist man beim Lesen mitten drin und kann sich der Atmosphäre nicht entziehen. Sogar die billige Kleidung, die aus Lumpen gefertigt wurde spürt man auf der Haut. Die Autorin lässt kein geschichtliches Detail unerwähnt. Alles flicht sie zu einer Perfektion zusammen. Die Thalheims, die vor dem Krieg recht wohlhabend waren und einen gewisses Ansehen genossen, stehen nun auf der gleichen Stufe wie alle anderen. Der Kampfgeist der Familie kommt sehr gut hervor. Immer wenn man glaubt, jetzt geht es bergauf, weiß die Autorin ein Detail einzubinden, welches die Spannung wieder ansteigen lässt. Durch ihre einfachgehaltene Schreibweise und der angenehmen Satzlängen, die sie verwendet, ist es ein reines Lesevergnügen. Man rauscht durch die Seiten und ist voller Erwartungen. Das Buch endet mit einem bösen Cliffhanger. So ist man gezwungen sehnsüchtig auf die Fortsetzung zu warten. Es bedarf ja schließlich einer Aufklärung. Fazit: Es war ein Genuss in dieses so gut recherchierte geschichtliche Werk abzutauchen. Die Thalheims sind eine Familie wie jede andere zu der Zeit. Ihr Kampf aus dem Elend ist mir sehr ans Herz gegangen. Jeder, der sich für die Geschichte Deutschlands und für gute Romane interessiert, sollte zu diesem Buch greifen. Er wird nicht enttäuscht werden. Versprochen!
Die Schwestern vom Kudamm
von nellsche - 26.11.2018
1945, der Krieg ist vorbei und Berlin liegt in Trümmern. Auch das Kaufhaus Thalheim am Ku'damm wurde zerstört und die drei Schwestern Rike, Silvie und Florentine können den Anblick des einst so stolzen Familienunternehmens kaum fassen. Doch Rike hat sich vorgenommen, das Kaufhaus wieder aufzubauen. Mit neuer Mode und tollen Stoffen will sie Leben in das Nachkriegsberlin bringen, denn die Menschen hungern jetzt nach Konsum und schönen Dingen. Voller Leidenschaft und Mut stürzen sie sich in ihre Aufgabe und ihre ungewisse Zukunft. Was für ein toller Auftakt der Thalheim-Trilogie! Dieses Buch hat mich total gefesselt und ich kann die Fortsetzung kaum erwarten. Der Schreibstil war sehr leicht zu lesen und konnte mich sofort gefangen nehmen und bis zum Ende mitreißen und fesseln. Die Charaktere wurden sehr liebevoll und detailliert gezeichnet samt ihrer ganz speziellen Eigenschaften und Besonderheiten. Die drei Schwestern waren sehr unterschiedlich, doch ich mochte sie alle sehr gerne und fand ihren Einsatz für die Zukunft eines neuen Thalheim-Kaufhauses sehr bewundernswert. Auch die Freundin Miriam, die mit ihren Nähkünsten und ihrer Kreativität die Zukunftsvisionen und den Wiederaufbau unterstützte, gefiel mir gut. Die Autorin konnte mich mit ihrem Buch, das hervorragend recherchiert war, in die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg versetzen. Ich war mittendrin und konnte das zerbombte Berlin richtig vor mir sehen. Die Angst vor den russischen Besatzern, die Kälte, der Hunger - ich konnte alles mitfühlen. Aber auch der Mut der Frauen, der dem Negativen entgegenstand, war hervorragend ausgearbeitet. Sie waren voller Elan dabei und kämpften für eine neue Zukunft und für ihr neues Kaufhaus. Dabei fand ich es ganz toll, dass die Schwestern sich in ihre ganz eigenen Richtungen entwickelten und auch eigene Wege gingen. Neben dem Wiederaufbau spielten auch die Geheimnisse in der Familie Thalheim eine Rolle, ebenso wie die Liebe und romantische Verwicklungen. Dies machte den Roman sehr authentisch und zeigte, dass Hoffnung und Liebe über allem stehen. Ein wundervoller Auftakt um die Schwestern vom Ku'damm, den ich unbedingt empfehlen kann. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.
Ein Buch, auf das man sich am Abend freut
von Nick Coll - 19.11.2018
Brigitta Riebe und ihre neue Trilogie Die Schwestern von Kudamm führt die Leserschaft in die schweren Nachkriegsjahren nach Berlin. Sehr viel historische Details zur damaligen Zeit sind mit eingearbeitet, die Geschichten der Schwestern Thalheim sind sehr unterhaltsam und teilweise auch berührend. Der flüssige Schreibstil bereitet ein großes Lesevergnügen. Die Fortsetzung besorge ich mir auf alle Fälle!
Ein unglaublich beeindruckendes Meisterwerk! Chapeau!
von Gina1627 - 19.11.2018
Hoffnung, Träume und ein starker Wille sind der Antrieb für die drei Talheim Schwestern Rike, Silvie und der kleinen Florentine, die sich nach dem Ende des verheerenden Krieges 1945 in Berlin wieder eine neue Existenz aufbauen wollen. Große Dankbarkeit erfüllt sie, dass sie dieses Unheil überlebt haben und hoffen das Gleiche auch für ihren verschollenen Vater und ihren Bruder Oskar. Voller Wehmut denken sie an eine glanzvolle Zeit zurück, in der ihre Familie 1932 die prachtvolle Eröffnung ihres Kaufhauses auf dem Ku¿damm gefeiert hat. Doch jetzt liegt alles in Schutt und Asche. Vorrausschauend denkt Rike an die Zeit, in der die Menschen nach all dem Elend wieder den Wunsch nach schönen Dingen verspüren werden und plant einen Neuaufbau an gleicher Stelle. Doch noch liegt ein sehr entbehrungsreiches Leben vor ihnen, das geprägt wird durch die politischen Rangeleien, Aufarbeitung der Vergangenheit, dem Leid und Elend, die die Nachkriegszeit mit sich bringt und einem Geheimnis, dessen Enthüllung ihre Zukunft gefährden könnte. Schafft Rike es gegen alle Widrigkeiten ihren Traum zu verwirklichen und die Familie zusammenzuhalten? Mein erster Gedanke nach dem Beenden dieses sehr beeindruckenden Buches war die Gewissheit, dass ich hier gerade einen brillanten historischen Roman gelesen habe! Mit großer Hochachtung verneige ich mich vor Brigitte Riebe, der es mit einer Perfektion gelungen ist, eine außerordentlich faszinierende Familiengeschichte einer Kaufhausdynastie mit geschichtlichen Begebenheiten und eindringlichen menschlichen Schicksalen zu verknüpfen. Je tiefer man in das Buch einsteigt, desto überwältigter ist man von der gekonnten Erzählweise und dem Aufbau dieses einzigartigen Meisterwerkes. Alles ist so lebendig und unglaublich bildlich dargestellt, voller Emotionen und Dramaturgie und für jeden bewegenden Moment wurde eine besondere Atmosphäre geschaffen! Freud und Leid liegen in dieser Zeit so nah beieinander und das spürt man auch im Prolog und bei den Jahren des Aufbaus in Berlin. Ich war die ganze Zeit so tief im Buch drin und es war, als hätte ich neben den mit unheimlich viel Bedacht und Feinfühligkeit ausgewählten Charakteren gestanden. Ich habe mit ihnen zusammen die Freude bei der Eröffnung ihres prächtigen Kaufhauses, die Beklemmung im Luftschutzkeller, die Entbehrungen in der Nachkriegszeit, das Entdecken der großen Liebe und die anstrengende Aufbauarbeit miterlebt. Im Auftaktbuch der Trilogie wird ein Hauptaugenmerk auf die älteste Schwester Rike gesetzt, die ich wegen ihrer Klugheit, ihrer Weitsicht, ihrem großen Herzen und für ihre starke und selbstbewusste Art bewundere. Ihre Person umgibt ein Geheimnis, auf dessen Entschlüsselung man bis zum Schluss hin fiebert, genauso wie auf die Entwicklung ihrer Liebe zu Sandro. Ebenso faszinierend wie sie ist aber auch Silvie. Sie sprüht vor Tatendrang, Lebenslust und dem Bedürfnis nach Unabhängigkeit. Was ist sie nur für eine sinnliche und aufregende Frau mit einem unglaublichen Charisma, die reihenweise den Männern den Kopf verdreht. Sie ist diejenige im Buch, die mich mit zwei sehr bewegenden Momenten in der Geschichte zu Tränen gerührt hat. Doch auch die kleine Florentine ist sehr reizvoll, da man bei ihr mitverfolgen kann, wie aus ihr ein junger rebellischer Teenager wird. Friedrich, der Vater der drei Thalheim Töchter liebt seine Kinder und versucht ihnen so gut wie er kann beizustehen. Doch auch viele interessante Nebencharaktere wissen einen zu begeistern, wie zum Beispiel die Jüdin Miriam, Florentines Mutter Claire, Rikes große Liebe Sandro und noch so viele mehr. Einen sehr bewegenden Moment hat sich Brigitte Riebe schließlich noch bis zum Schluss aufbewahrt, der mein Herz ganz weit geöffnet und mich zu Tränen gerührt hat. Was für ein fulminantes und wunderschönes Ende! Mein Fazit: "Die Schwestern vom Ku'damm - Jahre des Aufbaus" war für mich ein sehr besonderes Lesehighlight dieses Jahr! Die perfekte Mischung von einer faszinierenden und fesselnden Familiengeschichte und der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung in den fünfziger Jahren haben mich außerordentlich begeistert. Man spürt das Herzblut der Autorin, das sie in dieses gelungene Meisterwerk hinein gesteckt hat! Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung der Trilogie und fiebere ihrem Erscheinen im nächsten Jahr erwartungsvoll entgegen! Von mir bekommt dieser Roman eine absolute Leseempfehlung und hochverdiente 5 Sterne!
Starke Frauen in einer schicksalhaften Zeit - sehr bewegend und optimistisch!
von Goodtime - 14.11.2018
Starke Frauen in einer schicksalhaften Zeit - sehr bewegend und optimistisch! Berlin, nach dem Zweiten Weltkrieg: eine Stadt liegt im Trümmern. Dazwischen die Frauen und Kinder, die den Krieg größtenteils niemals wollten - und die nun schauen müssen, wie sie einen Neuanfang schaffen! Und da Frauen bekanntlich wenig jammern, hört man normalerweise auch sehr wenig darüber, wie es damals so war. Um so mehr freut es mich, dass sich so eine tolle und versierte Autorin wie Brigitte Riebe dem Schicksal der "Trümmerfrauen" widmet! Rike, Silvie, die kleine Florentine und Stiefmutter Claire sind die Frauen der Familie Thalheim. Sie sind bisher keinen Kummer und keine Armut gewöhnt, denn ihr Vater hat vor dem Krieg mithilfe seines Bruders ein Kaufhaus am beliebten KuDamm errichtet - das nun größtenteils zerstört ist. Die tapferen Frauen versuchen, sich über Wasser zu halten, jede trägt auf ihre Weise zum familiären Wiederaufbau teil: Rike schleppt Trümmer, schaut sich aber gleichzeitig nach Möglichkeiten um, das Geschäft ihres Vaters wieder aufzunehmen. Silvie tanzt und singt - und lässt sich von ihren Verehrern mit kleinen Luxusartikeln verwöhnen. Die kleine Flori dagegen plant ganz enthusiastisch die nächste Revolution. Alle Frauen haben ihren eigenwilligen Charakter, und ohne die väterliche Autorität gibt es so manchen Irrweg - aber auch viel Freiraum, den sich die vier langsam erobern. Auch wenn wir diese Nachkriegszeit als vage, düster, grau und vor allem sehr staubig im Kopf abgespeichert haben, wird sie durch Brigitte Riebes lebendige Schilderungen direkt spürbar. Wir fiebern mit, wenn Silvie ein Vorsingen hat, wenn Rike die allererste Kollektion nach dem Krieg entwirft, und bangen um das Schicksal der verschollenen Männer. Wir schmunzeln aber auch über Floris Weltanschauung - die teilweise gar nicht so naiv ist. Vor allem zeigt uns dieser Roman, dass sogar die schrecklichste Katastrophe auch ihr Gutes hat. Durch die starken Frauen kommt frischer Wind in das von der NS-Zeit erstarrte Deutschland, endlich dürfen sich wieder kreative Ideen entwickeln, und der Aufbau von Beziehungen ins Ausland ist wieder legitim - und wie in Rikes Fall sehr bereichernd.! Besonders gut gefällt mir Rikes optimistische Grundhaltung - sie wird bestimmt noch viel erreichen, ebenso wie ihre beiden quirligen Schwestern, und ich bin sehr gespannt auf die weiteren geplanten Romane dieser Serie. Auch der Einbau wichtiger historischer Fakten hat mich an diesem Roman begeistert - ganz so, wie wir es von Brigitte Riebe kennen - Riebe in Höchstform sozusagen! [3 Fazit: ein wirklich interessanter, lebensfroher, vielfältiger und berührender Roman - 5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung!
Die Geschichte eines Kaufhauses
von Miss Lila - 13.11.2018
Berlin 1945 - alles liegt nach dem 2. Weltkrieg in Trümmern. Die Familie Thalheim hat, wie viele andere auch, durch den Krieg fast alles verloren. Ihre großzügige heimische Villa wurde von den Besatzern eingenommen. Ihnen bleibt bislang nur eine kleine Wohnung in der sie Unterkunft finden. Hier hatte bis vor kurzem ihre Oma gewohnt, diese ist jedoch nach Potsdam gegangen. Auch das neu und modern aufgebaute Kaufhaus der Thalheims liegt völlig in Trümmern und ist so stark zerstört, dass es nicht mal eben wieder aufgebaut werden kann. Die Thalheim Frauen schlagen sich anfangs durch die harten Zeiten des Kriegsendes alleine durch, da der Vater und ihr Bruder Oskar als vermisst gelten und nicht klar ist, was mit ihnen im Krieg geschehen ist. Die Thalheim Frauen raffen alle ihre Energie und Kraft zusammen - lassen sich nicht unterkriegen und packen wo es geht mit an. Als Trümmerfrauen sind sie ganz vorne mit dabei und helfen, wo es nur geht mir ihrer ganzen Kraft. Nebenbei schaffen sie es, sich von dem Grundstück der Villa die gut versteckte Nähmaschine zu besorgen und beginnen, anfangs aus Lumpen später dann aus normalen Stoffen, ihren Traum von dem Geschäft mit der Mode wahr werden zu lassen. Mitten in den Trümmern des Krieges schaffen sie es bereits nach kurzem eine farbenfrohe Modenschau zu präsentieren, die den niedergeschlagenen und am Boden zerstörten Menschen Hoffnung geben soll, eine Hoffnung, dass es irgendwann wieder bessere Zeiten geben wird. Miriam, eine Freundin der Familie und zugleich Schneiderin ist der Familie eine große Unterstützung auf dem Weg des Neustarts. Mit ihren pfiffigen kreativen Ideen schneidert sie alles, was ihr an wundervollen Ideen in den Sinn kommt. "Die Schwestern vom Kudamm-Jahre des Aufbaus" Ist der erste Teil der neuen Trilogie aus der Feder von Brigitte Riebe. Da ich den Schreibstil der Autorin sehr mag, war ich sehr gespannt und habe dem Erscheinen des Buches entgegen gefiebert. Die Autorin nimmt den Leser mit in ein historisches Berlin, mitten in die Nachkriegsjahre. Es ist die Zeit der Trümmerfrauen, des Aufbaus und eines Neubeginns. In diesem Teil der Trilogie liegt der Fokus auf Rike. Rike ist mir von Anfang an sympathisch gewesen. Sie steht mitten im Leben, hat klare Ziele, wo sie beruflich hin möchte. Nur was die Liebe betrifft, da ist sie so ganz anders als ihre Schwester Silvie. Rikes strebsame Art, nie das Ziel aus den Augen zu verlieren, ist in den harten Zeiten für die Familie ein großer Gewinn. Stück für Stück versucht die Familie mit den Jahren ihr Kaufhaus wieder zum Leben zu erwecken. Während dieser harten Zeiten ist alles andere als leicht zu überleben und die Tatsache, dass Berlin abgeschirmt ist wie eine Insel macht den Traum von dem Geschäft mit der Mode auch immer schwieriger. Die Autorin hat einen unwahrscheinlich fesselnden Schreibstil. Man erlebt einige unerwartete Wendungen und Überraschungen, die alles bisher Geschehene in ein anderes Licht stellen. Als promovierte Historikerin lässt Brigitte Riebe viele detailliert recherchierte historische Gegebenheiten einfließen und es macht einfach große Freude, ihre Romane zu lesen. Neben den vielen historischen Details spürt man ganz besonders das bewegende Schicksal der Familie und kann die Not, Armut und das Leid der Menschen nach dem Kriegsende nachvollziehen. Abgerundet wird dieser wundervolle Roman durch das Cover, welches wunderbar die damalige Zeit wiederspiegelt: das Café Kranzler im Aussehen der damaligen Zeit. Alleine schon beim Betrachten versprüht es ein echtes 50er Jahre-Feeling. Sehr gut gefällt mir auch die Zeittafel am Ende des Buches, hier kann man sich während des Lesens einen Überblick über die geschichtlichen Ereignisse des jeweiligen Jahres machen. Der erste Teil dieser Trilogie hat mich gepackt, mir viel interessantes Wissen über die damalige Zeit vermittelt und ich freue mich sehr, auf die weiteren Bände.
Eine tapfere, junge Frau kämpft für ihre Träume
von Lese-katze92 - 13.11.2018
Mai 1945: Kriegsende in Berlin. Nach langen und harten Kämpfen liegt die Stadt in Trümmern, viele Menschen haben alles verloren. Hoffnungsvoll in eine ungewisse Zukunft blicken, können da nur noch die wenigsten. Glück im Unglück hatte da die Familie Thalheim, deren erfolgreiches Kaufhaus zwar den ersten Bombardierungen früh zum Opfer fiel, deren andere Besitztümer diesen grausamen Krieg allerdings weitestgehend unbeschadet überstanden zu haben schienen. Dennoch blicken die drei Schwestern der Familie Thalheim in eine eher düstere Zukunft. Waren die Zeiten schon während des Krieges hart und entbehrungsreich, so sind sie zur Stunde Null noch schwieriger. Das Essen ist knapp und auch an anderen Gütern mangelt es, zudem kommt die nagende Ungewissheit, was wohl aus Vater und Bruder geworden sein mag, da auch sie gezwungen waren, sich diesem aussichtslosen Krieg zu stellen. Während Silvie und Nesthäkchen Florentine Thalheim versuchen, das Beste aus dem tristen Alltag nach dem Krieg zu machen, die schwarze Börse besuchen und auch sonst alles dransetzen, wieder Normalität und Freude im Hause Thalheim einkehren zu lassen, verfolgt ihre große Schwester Rike einen ehrgeizigen Plan: Sie will das Kaufhaus der Familie wiederaufbauen und das Berlin der Nachkriegszeit mit frischen Farben und raffinierten Modekreationen aus feinsten Stoffen versorgen. Doch dieses Unterfangen gestaltet sich alles andere als einfach, was Rike schneller erkennen muss, als ihr lieb ist, denn die neuen Zeiten halten nicht nur eine aufregende Zukunft bereit. Dunkle Geheimnisse trüben schon bald die Aussicht auf eine strahlendes Leben und Rike muss erkennen, dass die Vergangenheit noch immer lebendig ist. Wird Rike auch weiterhin mutig ihre Träume vorantreiben? Brigitte Riebe ist mit ihrem neuen Roman "Die Schwestern vom Kudamm - Jahre des Aufbaus", welcher im Rowohlt Wunderlich Verlag erschienen ist, ein atemberaubender und emotionaler Reihenauftakt ihrer 50er-Jahre Trilogie gelungen. Man wird während des Lesens nicht nur mit allerlei geschichtlichem Hintergrundwissen über das Berlin der Nachkriegszeit informiert, man erfährt zudem auch durch authentische Darstellungen und atmosphärische Beschreibungen der einzelnen Protagonisten und der Umgebung, wie schwierig und entbehrungsreich das Leben zur damaligen Zeit wohl gewesen sein muss. Zudem ist es der Autorin gelungen, mich mit ihrem Schreibstil an die Handlung ihres Romans zu fesseln. Oft habe ich mit den Protagonisten mitgelitten, mitgelacht und auch mitgehofft, was nicht zuletzt der Frische und dem Reichtum an Details zu verdanken ist, mit welchem Brigitte Riebe die fiktiven Schicksale der einzelnen Protagonisten und geschichtliche Details gekonnt miteinander zu einer großartigen und packenden Saga verwoben hat. Auch ist es ihr gelungen, die Emotionen der Protagonisten glaubwürdig und authentisch zu vermitteln, weshalb es mir zeitweise besonders schwerfiel, dieses Buch aus der Hand zu legen. Die Länge der einzelnen Kapitel war sehr angenehm und auch die damit verbundene zeitliche Gliederung hat mir sehr gefallen. Auch unnötige Längen konnte ich während des Lesens nicht feststellen. Insgesamt wirkt die äußere Gestaltung des Buchs auf mich sehr hochwertig und passend zu seinem Inhalt. Das Cover deutet mit der entschlossen und zugleich hoffnungsvoll dreinblickenden jungen Frau gut auf die Hauptprotagonistin Rike Thalheim hin, da die Handlung gänzlich ihrer Sichtweise erzählt wird. Insgesamt ist "Die Schwestern vom Kudamm - Jahre des Aufbaus", ein überwältigendes und gefühlvolles Buch, welches sich nicht nur unvergesslich in die Gedanken seiner Leserschaft einbrennen wird, es eignet sich zudem auch hervorragend als Geschenk.
Die Schwestern vom Ku'damm, Jahre des Aufbaus
von Gelinde - 12.11.2018
Cover: Das Café Kranzler und eine Frau in einem Mantel der damaligen Zeit: total passend zum Buch. Inhalt: Dies ist Teil 1 der große 50er-Jahre- Trilogie. Es beginnt im Berlin im Mai 1945 und geht bis in den Sommer 1951. Auch die Schweiz oder Mailand werden Stationen in diesem Buch, doch das Hauptaugenmerk liegt auf dem Wiederaufbau und all seinen Problemen so kurz nach dem Krieg. Das Kaufhaus Thalheimer steht mit seiner Familie im Mittelpunkt. Der Sohn Oskar, ist in Russland verschollen, die drei Töchter sind sehr unterschiedlich. Jede erlebt die Zeit (auch altersgemäs) total unterschiedlich und verhält sich anders. In diesem Teil nun nimmt die Älteste, Ulrike, genannt Rike, das Geschickt der Thalheims in die Hände. Dies ist auch nötig, denn ein Geheimnis aus der Vergangenheit hat auch Auswirkungen auf ihre Gegenwart. Meine Meinung: Wieder eine historische Geschichte von Brigitte Riebe, bei der man die genaue Recherche direkt beim Lesen spüren kann. Es wird nicht auf die Tränendrüse gedrückt oder verherrlichend oder strafend in die Vergangenheit geblickt, sondern wir erleben eine Zeit, in der viele privaten und persönlichen Befindlichkeiten, hinter der Wirtschaft und dem Blick nach vorne, angestellt wurden. In allem sehr realistisch. Die Personen und Charakter sind sehr unterschiedlich. So sind einige (besonders Onkel Carl) bis zum Ende nicht zu durchschauen und andere wiederum sehr überraschend und wandlungsfähig (z.B. Silvie). Es gibt Personen, denen man viel mehr Platz und Aufmerksamkeit einräumen möchte (z.B. Miri - jüdische Schneiderin und Freundin) und Personen die einfach meinen vollen Respekt erhalten (z.B. Rike). Ich finde die Geschichte ist in einem unwahrscheinlichen Tempo erzähl. So kommen manchmal die persönlichen und emotionalen Empfindungen etwas zu kurz und manch menschliche Tragödie wird nur angesprochen und dann nicht mehr weiter drauf eingegangen. Mit einem Zeitsprung wird dann zum nächsten Geschehen weitergegangen. Die detaillierte Zeittafel am Schluss wird alle geschichtlich interessierten hellauf begeistern. Autorin: Brigitte Riebe ist promovierte Historikerin (deshalb auch die toll recherchierten Bücher die ich liebe) und arbeitete zunächst als Verlagslektorin. Sie hat viele erfolgreiche historische Romane geschrieben, in denen sie die Geschichte der vergangenen Zeiten wieder lebendig werden lässt. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in München. Mein Fazit: Ein akribisch recherchiertes Buch über den Wiederaufbau in Deutschland. Den Mittelpunkt bildet die Familie Thalheim mit ihrem Kaufhaus. Von mir gerne eine Empfehlung und 5 Sterne. Auf die Fortsetzung "Wunderbare Zeiten" warte ich voller Ungeduld.
Berlin nach dem Krieg
von leseratte1310 - 11.11.2018
Es liegen so wenige Jahre zwischen der Neueröffnung des aufwendig umgebauten Kaufhauses Thalheim & Weisgerber und dem Ende des Krieges, als eben dieses Kaufhaus nur noch eine Ruine ist. Der Krieg ist zu Ende, doch es fehlt an allem und die Menschen hungern. Aber da ist auch die Hoffnung auf bessere Zeiten und der Hunger das nachzuholen, was in den letzten Jahren nicht möglich war. Auch bei den Thalheims hat der krieg Spuren hinterlassen. Friedrich Thalheim und sein Sohn Oskar werden vermisst. Die Wertheims mussten schon früh Deutschland verlassen. Nun werden auch noch die restlichen Familienmitglieder von den Russen aus ihrer Villa vertrieben. Sie können nur wenig mitnehmen, aber zwei Nähmaschinen bilden die Grundlage für einen Neuanfang. Die älteste Tochter Rike will das Kaufhaus wiederaufbauen. Mit diesem Buch startet die 50er-Jahre-Trilogie der Autorin Brigitte Riebe. Wieder einmal bin ich begeistert von dem fesselnden und authentisch Schreibstil der Autorin. Auch die Personen sind sehr gut und lebendig beschrieben. Rieke setzt trotz der schweren Arbeit als Trümmerfrau alles daran, das Kaufhaus wiederaufzubauen. Unterstützt wird sie von ihrer Freundin Miriam. Aber ihre Schwestern Silvie und Florentine haben ihre eigenen Vorstellungen vom künftigen Leben. Dann kommt Friedrich zurück, der seine Tochter nicht ernst nimmt. Daher interessiert es ihn auch nicht, woher die Mittel für das Geschäft kommen Es ist interessant und spannend in jene Zeit nach dem Krieg einzutauchen. Die Not ist immer noch groß, aber der Schwarzhandel blüht. Es ist aber auch eine Zeit, in der die Frauen anpacken mussten, da viele Männer im Krieg geblieben oder in Gefangenschaft waren. Es war nicht einfach für sie, bot ihnen aber auch die Möglichkeit, sich zu emanzipieren und ihren Weg zu gehen. Die Währungsreform kommt und Westberlin wird abgeschnitten von den westlichen Zonen Deutschlands. Es ist nur den Rosinenbombern zu verdanken, dass die Menschen überleben können. Mir hat dieser historische Roman gut gefallen und ich bin schon gespannt auf die Folgebände.
Gut recherchierter historischer Roman mit tollen Charakteren
von Tara - 05.11.2018
"Die Schwestern vom Ku`damm" Jahre des Aufbaus" ist der erste Band der 50-er Jahre Trilogie von der Historikerin und Autorin Brigitte Riebe. Nachdem 1932 das luxuriöse Modehaus Thalheim und Weisgerber eröffnet wurde, ist nach dem zweiten Weltkrieg nichts mehr davon übrig, da es durch einen Bombenangriff zerstört wurde. Rike, die älteste der drei Thalheim Schwestern, hat schon immer davon geträumt, das Kaufhaus zuführen und beginnt entschlossen und tatkräftig mit dem Wiederaufbau. Während sich ihr Vater in russischer Gefangenschaft befindet, wird ihr Bruder Oskar vermisst und ihre Mutter ist ums Leben gekommen. An ihrer Seite sind ihre beiden Schwestern Silvie und Florence, ihre Stiefmutter Claire und Miri, deren Mutter eine Schneiderei geleitet hat. Mit viel Enthusiasmus, Kreativität und Optimismus beginnen die Frauen den Schicksalsschlägen zu trotzen. Der Schreibstil von Brigitte Riebe ist fesselnd, lebendig und lässt sich leicht und flüssig lesen. Ihre sehr unterschiedlichen Charaktere werden authentisch und glaubhaft beschrieben, man fühlt, hofft, bangt und leidet mit ihnen. Rike ist eine starke Persönlichkeit, die sehr pflichtbewusst ist und sich immer für ihre Familie und andere einsetzt. Ihre Schwester Silvie ist ganz anders und lebt viel unbeschwerter. Ihr Vater ist sehr konservativ und sein Verhalten typisch für die Zeit. Auch die übrigen Charaktere werden facettenreich und interessant beschrieben. Durch die Beschreibungen hatte ich Bilder vor Augen, konnte die Not und die Kälte in dieser Zeit spüren. Zahlreiche historische Details vermitteln auf äußerst unterhaltsame Weise viele wissenswerte Fakten. Die Kombination aus Fiktion und Geschichtlichem ist gut gelungen und man merkt, dass die Autorin ausgesprochen gut recherchiert hat. Am Ende des Buches findet man eine Zeittafel, die ich als sehr hilfreich empfunden habe und die eine gute Übersicht über die historischen Ereignisse bietet. Für mich war das Buch ein großartiger historischer Roman, den ich sehr gerne gelesen habe. Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung, um mehr über die Thalheim Schwestern zu erfahren und kann das Buch nur empfehlen.
Der Aufbau West-Berlins wird hier lebendig und nachfühlbar erzählt
von sommerlese - 04.11.2018
Berlin im Mai 1945: Der Krieg ist überstanden, die Stadt ist besetzt von den Siegermächten, Trümmer beherrschen das Stadtbild und die Menschen leiden an ihren persönlichen Verlusten und an Hunger und Entbehrung. Auch das alteingesessene Kaufhaus Thalheim wurde bei einem Bombenangriff zerstört. Der Vater Friedrich Thalheim ist inhaftiert und ihr Bruder Oskar ist verschollen. Die Familienvilla wurde beschlagnahmt und die Töchter Ulrike, Silvie und Florentine Thalheim arbeiten als Trümmerfrauen, um nicht zu hungern. Rike träumt vom Wiederaufbau des Kaufhauses und möchte mit farbenfrohen Kreationen die Modebranche wieder ankurbeln. Nach der Währungsreform scheint dieser Traum sich immer mehr zu erfüllen, doch ein dunkles Geheimnis wirft seine Schatten auf die Familie Thalheim. Dieser Roman beschäftigt sich mit dem aufkommenden Wirtschaftswunder, mit Lebensmittelmarken und Währungsreform, mit Schwarzmarkthandel und mit neuen Lebensträumen der Menschen nach dem überstandenen Krieg. Die Zeitspanne umfasst die Jahre 1945 bis 1951. Vater Thalheim ist noch in Gefangenschaft und so übernimmt die älteste Tochter Rike die Verantwortung für ihre Familie. Sie sorgt für einen Neustart eines Modegeschäftes und erfährt im Laufe der Handlung von einen Geheimnis, an dem die Familie zu zerbrechen droht. Silvie Thalheim ist ein lebensfroher, aber sprunghafter Charakter, sie fällt durch ihre wechselnden Beziehungen auf, singt in verschiedenen Clubs und setzt ihre Reize auch erfolgreich auf dem Schwarzmarkt ein. Die jüngste Schwester Flori liebt das Zeichnen und Malen und sie lehnt ihren Vater wegen seiner Mitgliedschaft in der NSDAP ab und arbeitet aktiv in der Entnazifizierung mit. Rikes Freundin Miriam ist Jüdin, wie durch ein Wunder hat sie den Nationalsozialismus überlebt und nun nähen und entwerfen sie Kleidungsstücke aus Uniformen, Flaggen und alten Stoffresten. Die Schwestern starten eine Modenschau vor ihrem zerstörten Kaufhaus und wecken damit nach all der Entbehrung in den Menschen neue Träume. Sie wollen wieder Freude am Leben haben, bunte Kleidung ist da ein erster hoffnungsvoller Anfang. Die Ausarbeitung der Figuren ist Brigitte Riebe ganz wunderbar gelungen, sie sind lebendig und erkennbar charakteristisch gezeichnet. Ich konnte gar nicht anders als mit ihnen zu fühlen und auf einen guten Ausgang zu hoffen. Die Geschichte zeigt sehr anschaulich und glaubwürdig wie sich das alltägliche Leben dieser Nachkriegsgeneration abspielte. Auch wenn die Geschichte der Thalheims fiktiv ist, so baut sie Brigitte Riebe authentisch in das Zeitgeschehen ein und macht historische Ereignisse nachvollziehbar. Das alltägliche Leben im besetzten Berlin wird hier sehr realistisch in die Handlung eingearbeitet. Wer über diese zeitliche Entwicklung nähere Informationen benötigt, findet sie in einer ausführlichen Zeittafel am Ende des Buches. Sehr lebendig und realistisch versteht es Brigitte Riebe, ihre Leser in das Zeitgeschehen einzuführen und den Aufbau West-Berlins mit Leben zu füllen. Mit Schicksalen, Entbehrungen, Hoffnungen, Nöten und die enorme Aufbaustimmung zu verdeutlichen. Das allein macht ihr Buch zu einer wunderbaren Lektüre, die lebendig die Zeit darstellt und zusätzlich auch spannend unterhält. Dieser Auftaktband der Schwestern vom Kudamm weckt Interesse für die weiteren Bände, er informiert über das Zeitgeschehen und speziell den Aufbau West-Berlins und ist ein kurzweiliger Roman zum Eintauchen in die Zeit.
Geschichte spannend erzählt
von Tigerbea - 02.11.2018
Im Berlin im Mai 1945 sitzen sitzen die Menschen verängstigt in den Kellern. Auch die Thalheim -Schwestern Rike, Silvie und Florentine stehen vor dem Nichts. Das einst so prächtige Kaufhaus Thalheim, das ihr Vater erbauen ließ, ist total zerstört. Ihr Bruder Oskar ist vermißt und der Vater ist nur noch ein Schatten. Als der Krieg endlich vorbei ist steht für Rike fest, daß sie das Kaufhaus wieder aufbauen will. Zäh verfolgt sie dieses Ziel, während Silvie alles viel leichter nimmt und sich auf dem Schwarzmarkt in gefährliche Situationen begibt. Dabei hilft ihr sicherlich die Tatsache, daß sie eine sehr schöne Frau ist. Florentine, die jüngste Schwester, verweigert sich total. Sie rebelliert gegen das gesamte Bürgertum und kämpft für den Frieden.  Wir begleiten die Thalheim-Schwestern durch die ersten Jahre der turbulenten Nachkriegszeit. Als ich dieses Buch sah, dachte ich sofort an die Fernsehfilme "Ku`damm 56 und 59". Ich habe dann aber sehr schnell gemerkt, daß das Buch sehr viel tiefer in die Geschichte geht und nicht nur oberflächlich die Nazi-Zeit ankratzt. Es ist interessant, wie unterschiedlich die Menschen mit der Situation nach Kriegsende umgehen. Da ist Friedrich Thalheim, der irgendwie beleidigt wirkt, weil sein Kaufhaus zerstört ist und seine Macht über die Familie schwindet. Ganz anders sind da seine Töchter. Sie nehmen den Kampf um ein besseres Leben beherzt auf und jede von ihnen geht ihren Weg. Bemerkenswert ist allerdings, wie schnell manche Alt-Nazis in der Nachkriegszeit wieder nach oben kommen und sich keiner Schuld bewusst sind. Wir haben hier ein Buch, das die Geschichte Deutschlands und ganz besonders Berlins spannend erzählt. Durch die Personen in dieser Handlung kann sich jeder genau in die Zeit hinein denken, die unser jetziges Deutschland so geprägt hat. Ohne die Menschen wie Rike, Silvie und Florentine wäre Deutschland nicht so schnell wieder auf die Beine gekommen.  Man darf gespannt sein, wie das Leben für die drei Schwestern weitergeht!
Mode zwischen Trümmern
von Bibliomarie - 31.10.2018
Berlin liegt in Trümmern, endlich ist der Krieg vorbei - aber unvorstellbare Not und Chaos bestimmen die Tage der Überlebenden. Rike, die älteste Tochter des Kaufhauskönigs Thalheim übernimmt die Führung in der Familie. Der Vater im Gefängnis, die Brüder in Kriegsgefangenschaft oder an der Ostfront vermisst, da braucht es ihre Tatkraft und ihre Energie. Aber alles wird überschattet von der Angst vor der Zukunft. Schreckliche Geschichten über die russischen Besatzer machen die Runde. Die Mutter und die älteren Schwestern verdingen sich als Trümmerfrauen umso ein paar zusätzliche Lebensmittelmarken zu ergattern, aber Rike und ihre überlebende Freundin Mirjam blicken auch in die Zukunft. Brigitte Riebe ist Historikern und eine tolle Erzählerin. Wie sie die Wochen und Monate nach Kriegsende beschreibt, hat mich immer wieder innehalten lassen. Erzählungen von Eltern und Großeltern wurden wieder wach! Von Hamsterkäufen und Schwarzmarkt, von der Suche nach Brennmaterial im kalten Winter, von der Luftbrücke und der alliierten Solidarität mit den eingeschlossenen Berlinern habe ich oft gelesen und gehört, aber in diesem Roman wird es plötzlich lebendig. Vielleicht liegt es auch an der Hauptfigur Rike, die hier im ersten Band einer Trilogie das Geschehen beherrscht. Die Folgebände werden den Schwestern gewidmet sein. Rike ist eine Frau, die ihre Wünsche und Sehnsüchte dem praktischen Überleben unterordnen muss und doch nie ihr eigentliches Ziel aus den Augen verliert. Für mich eine starke und sympathische Protagonistin. Aber auch die Schicksale der anderen Familienmitglieder kommen nicht zu kurz. Der Roman ist fesselnd geschrieben und hat mich völlig in Bann gezogen. Auch wenn es abgedroschen klingt, ich konnte nicht aufhören zu lesen, wollte das Buch bis zum Schluss nicht aus der Hand legen. Der Roman umfasst die Jahre 45 - 51 und ganz besonders die Geschehnisse der ersten Nachkriegsjahre haben mir gefallen. Meisterhaft wie die Aufbruchsstimmung zu spüren ist, dahinter immer noch die Angst vor der Zukunft und die Sorge um Angehörige. Eine vielschichtige und sehr berührende Geschichte. Die ausführliche Zeittafel am Ende des Buches habe ich sehr geschätzt und immer wieder aufgeblättert. Ich fand es gekonnt, wie die Autorin ihre fiktive Geschichte mit den historischen Ereignissen verbindet, das hat mich das Geschehen miterleben und mitfühlen lassen.
Toller Auftakt einer Trilogie historischer Romane
von Hermione - 31.10.2018
Vor dem Krieg ist das Kaufhaus Thalheim eine der ersten Adressen in Berlin, doch im Krieg wird es wie große Teile der Stadt zerstört. Mühsam beginnt der Wiederaufbau in der Stadt. Auch Rike Thalheim, ihre beiden jüngeren Schwestern und ihre Familie leiden unter Hunger und Kälte in den Nachkriegswintern. Doch Rike gibt nicht auf. Sie hat den festen Plan gefasst, das Kaufhaus wieder aufzubauen und den Menschen mit neuen Kleidern wieder Hoffnung im tristen Nachkriegsberlin zu geben. Meine Meinung: Dieser historische Roman von Brigitte Riebe ist der erste Band einer Trilogie um drei Schwestern, die im Berlin nach 1945 spielt. Im Mittelpunkt dieses ersten Teils steht die älteste Schwester Rike (während in Band 2 und 3 dann jeweils ihre jüngeren Schwestern Sophie bzw. Florentine mit Vordergrund stehen werden). Ich lese grundsätzlich sehr gerne historische Romane - zu den verschiedensten Epochen - und fand diesen von Brigitte Riebe besonders gelungen. Zum einen kann man sich sehr gut in die - sehr spannende - Zeit nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Berlin versetzen, da die Auswirkungen z.B. der Blockade und Luftbrücke, der Hungerwinter 1946/47, der Besatzung Berlins, der Währungsreform sehr authentisch beschrieben werden. Da man die Auswirkungen auf den Alltag der Bevölkerungen miterlebt, bekommt man ein sehr gutes Bild von der Zeit. Und gerade in Berlin ist zu diesem Zeitpunkt ja wirklich extrem viel passiert! Zur Abrundung gibt es sogar eine Zeittafel, auf der man die einzelnen historischen Ereignisse noch einmal nachlesen kann. Zum anderen gefällt mir auch die Anlage der Personen sehr. Rike war mir gleich sympathisch, während andere Familienmitglieder deutlich umstrittener sind und z.T. auch noch mit der Entnazifizierung kämpfen. Die Familiengeschichte ist wirklich sehr gelungen angelegt und konstruiert und war so ansprechend, dass ich von Anfang an (auch aufgrund des flüssigen und fesselnden Schreibstils!) mitten im Geschehen war und mit den handelnden Personen mitgefiebert habe. Gleichzeitig hat die Geschichte noch so viel Potential für Band 2 und 3, so dass ich mich schon jetzt auf die Fortsetzung freue! Da ich Geschichten mit und um starke Frauen mag, hat mir Rike sehr gut gefallen. Es ist beachtlich, wie sie bei all ihrer Zerrissenheit und den Schwierigkeiten und Herausforderungen der Zeit ihre Frau steht und ihren Traum nicht aufgibt. Es ist wirklich bewundernswert, wie sie um den Aufbau des Kaufhauses kämpft. Die Familiengeschichte hat mich auch an vielen Stellen emotional richtig berührt, weil man den Menschen beim Lesen so nahe gekommen war und zum Teil auch an das eigene Umfeld erinnert wurde. Fazit: Dieser historische Roman mit einer geschickt gewählten berührenden Geschichte in einer extrem spannenden Zeit hat mir sehr gut gefallen, ich konnte die Lesestunden richtig genießen. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung der Trilogie!
Eine sehr spannende Geschichte
von Lerchie - 31.10.2018
Im Prolog feiern wir die Wiedereröffnung des Kaufhauses Thalheim im Jahr 1932. Mai 1945. Rike versteckt sich, ihre Stiefmutter und ihre Schwestern in einem Keller. Bei ihnen ist noch eine Mutter mit Zwillingen. Obwohl sie selbst nicht viel haben. Und dann müssen sie raus. Doch zum Glück gibt es noch die Wohnung der Großmutter. Viel können sie nicht mitnehmen. Aber sie nehmen die versteckten Nähmaschinen mit. Rikes Vater hatte vor dem Krieg noch ein noch ein Warenlager - Stoffe - versteckt. Und das hilft ihnen jetzt zu überleben.. Doch die Stoffe sind zu kostbar, die Kleider zu teuer. Daher kaufen sie Stoffe, aus Lumpen gemacht. Auch Rikes Freundin wohnt bei ihnen in Großmutters Haus. Eines Tages erhält Rike einen Brief von einem Schweizer Anwalt. Sie muss nach Zürich. Und dann gibt es da natürlich auch noch Silvie und Flori, Rikes Schwestern, die nicht immer auf das hören, was Rike ihnen sagt. Und Friedrich, Rikes Vater ist wegen etwas stocksauer. Haben die Talheims das Kaufhaus 1932 renoviert, weil Wiedereröffnung ist? Warum verstecken sich Rike und ihre Familie im Keller? Nur wegen der Bombardierung? Oder aus Angst vor den Besatzern? Wer hat die Mutter mit den Zwillingen dazugebeten? Rike? Sivlvie? Oder beide? Sie haben doch selbst nicht viel zu Essen? Warum müssen sie raus aus dem Haus? Wo gehen sie hin? IN Großmutters Haus? Warum können sie nur die beiden Nähmaschinen mitnehmen und sonst kaum noch was? Inwiefern hilft ihnen das versteckte Stofflager zu überleben? Warum sind die daraus gefertigten Kleidungsstücke zu teuer? Woher haben sie die Idee mit den Lumpen? Wer ist Rikes Freundin? Was hat Rike in Zürich zu tun? Weshalb hören Silvie und Flori nicht immer auf Rike? Warum ist Rikes Vater stocksauer? Alle diese Fragen - und noch viel mehr - beantwortet dieses Buch. Meine Meinung Im Prolog ist noch einigermaßen heile Welt, doch dann ist es zwölf Jahre später. Mai 1945, alle freuen sich auf die Befreiung durch die Alliierten, doch sie haben auch Angst vor dem was kommen mag. Diese Geschichte spielt in der Zeit von 1945 - 1951, 1932 war nur ein kurzer Abstecher. In einer Zeit, als mancher nicht wusste, wo er das Essen hernehmen sollte um nicht zu verhungern. In der Zeit der sowjetischen Blockade, als Westberlin einer Insel glich und die Westmächte die 'Rosinenbomber' losschickten. Ich war schnell in der Geschichte drinnen und konnte mit den Protagonisten mitfühlen. Rike, die sich für ihre Geschwister und ihre Stiefmutter verantwortlich fühlte, da ihre Stiefmutter das nicht mehr konnte. In Silvie, die sich von Rike nichts vorschreiben lassen wollte. Ich fand es klasse, dass sie die Nähmaschinen mitnehmen konnten in Omas Haus und dort einen Aufbau wagten. Auch wenn er noch so klein war. Und dann der Brief aus Zürich. Ich habe mich schon gewundert, wieso Rike und nicht Friedrich? Aber ich denke, Rike hat das durchaus richtig gemacht, wie gewünscht. Der Schreibstil der Autorin ist, wie eigentlich immer, unkompliziert, denn es gab keine Fragen nach dem Sinn von Worten oder gar ganzen Sätzen. Das Buch hat mir gut gefallen, mich in seinen Bann gezogen und sehr gut unterhalten. Mit den Protagonisten habe ich mitgefiebert. Ich konnte das Buch fast nicht aus der Hand legen und habe es in einem Rutsch gelesen. Sehr gespannt bin ich auf die Fortsetzung! Von mir daher eine Lese-/Kaufempfehlung sowie volle Bewertungszahl.
Ein neuer Anfang
von Langeweile - 26.10.2018
Klappentext: Berlin im Mai 1945: Es ist die Stunde null, die Stadt liegt ebenso in Trümmern wie die Seelen der Menschen. Auch das Kaufhaus Thalheim am Kudamm ist zerstört. Fassungslos stehen die drei Schwestern Rike, Silvie und Florentine vor der Ruine des einst so stolzen Familienunternehmens. Doch Rike,die Älteste ,hat einen Traum: Sie will das Kaufhaus wieder aufbauen und mit raffinierten Stoffen und neuesten Modekreationen Farbe in das triste Nachkriegsberlin bringen. Nach der Währungsreform scheint es tatsächlich aufwärtszugehen,die Menschen hungern nach Konsum und schönen Dingen. Als ein dunkles Geheimnis zu Tage tritt, das ein unrühmliches Licht auf das Kaufhaus und seine Geschichte wirft, müssen die Schwestern erkennen, dass die Vergangenheit noch immer lebendig ist .... Meine Meinung: Am Beispiel der Kaufmannsfamilie Thalheim hat sich die Autorin intensiv mit der Geschichte Berlins, unmittelbar nach Ende des zweiten Weltkriegs ,beschäftigt. Die Ruinen einer fast völlig zerstörten Stadt, die Armut, der Hunger , aber auch der ungebrochene Lebenswille der Bevölkerung, teilweise gespickt mit dem typischen Berliner Humor, wurden auf sehr anschauliche Weise thematisiert. Die Frauen der Familie Thalheim sind auf sich alleine gestellt, der Vater ist noch nicht aus dem Krieg zurückgekehrt (später inhaftiert), der Bruder ist verschollen. Die Mutter und die drei Schwestern betätigen sich als Trümmerfrauen, eine sehr harte Tätigkeit, wodurch sie aber einen Anspruch auf mehr Lebensmittelmarken haben, um den größten Hunger zu bekämpfen. Auch wenn es sich bei der Familie um die so genannte Mittelschicht handelt, wird deutlich, dass auch sie in großem Maße von den allgemeinen Einschränkungen betroffen ist. Wenig, beziehungsweise gar keinen Strom oder Wasser zu haben, sind nur zwei Beispiele für Mängel, die man sich heute gar nicht mehr vorstellen kann. Auch ist das Leben in einer politisch viergeteilten Stadt, in der nicht wenige Nazis überlebt haben,alles andere als einfach. Die Autorin hat mich von Anfang an in die Geschichte eintauchen lassen. Ich fühlte mich fast als Familienmitglied der Thalheims ,habe mitgekämpft und mitgelitten. Man merkt dem Roman sehr deutlich an, mit wieviel Herzblut er geschrieben wurde. Besonders hervorheben möchte ich die gute Recherchearbeit der Autorin, welche durch eine Auflistung der historischen Ereignisse am Ende des Buches hilfreich ergänzt wurde. Fazit: Ein Buch, was mich rundum begeistert hat. Der Fortsetzung sehe ich voller Spannung entgegen.
Das war ganz großes Kino
von Thomas Jessen - 26.10.2018
Brigitte Riebe ist es wieder ausgezeichnet gelungen, die düstere Atmosphäre der Nachkriegszeit einzufangen. Liebevoll gezeichnete Figuren, tolle Dialoge und in meinen Augen perfekt beschriebene Schauplätze und Vorgänge dieser Zeit machen dieses Buch zu einer Runden Sache. Die Figuren sind so schön beschrieben, dass sie real wirken. So real dass man das Gefühl hat, man hat es mit lebenden Personen zu tun. Ihre Dialoge verstärken dieses Gefühl noch, es wirkt als hätten diese Figuren tatsächlich beisammen gesessen und hätten sich unterhalten. Die Figuren mit ihren Dialogen lassen die Figuren lebendig wirken, nicht wie fiktive Gestalten. Sie erleben die reale Geschichte nach dem Krieg und dies alles ließ in meinem Kopf das Kopfkino zu rattern beginnen. Und das ließ auch nicht nach bis zur letzten Seite. So mag ich es, wenn ein Buch so geschrieben ist, dass es wie ein farbenfroher Film vor meinem inneren Auge abläuft. Und dies obwohl diese Zeit in diesem Sinne nicht wirklich farbenfroh waren. Es fühlte sich an, als würde man durch die Trümmerwüsten des zerstörten Berlins laufen, sich mit den Protagonisten unterhalten und mit ihnen gemeinsam hungern und frieren. Brigitte Riebe entführt ihre Leser zum wiederholten Mal in ihre Geschichten, bei ihr ist man immer mittendrin und nicht nur dabei. Wenn mich ein Buch so abholt und erst wieder loslässt nach der letzten Seite und mich dann auch noch nachdenklich zurück lässt, dann hat die Autorin alles richtig gemacht. Auch wenn das Thema durchaus etwas Bedrückendes an sich hat, ist es für mich allerbeste Unterhaltung gewesen. Einen Kritikpunkt habe ich, das ist der böse Cliffhanger am Ende des Buches und die so noch schlimmere Wartezeit auf Band 2. Ich hatte das Buch in etwas mehr als 2 Tagen durchgelesen und jede Pause fiel extrem schwer. Für mich sind das 5 von 5 Sternen sowie eine Leseempfehlung
Ein literarisches Meisterwerk
von Anonym - 23.10.2018
Die Schwestern vom Ku'damm Brigitte Riebe Dieser Auftaktband hat es in sich, ich wurde wunderbar spannend unterhalten und postwendend in die Nachkriegszeit versetzt. Ja keine einfache Zeit für unsere Vorfahren, der Krieg ist Gott sei Dank zu Ende, aber die Städte zerstört, die Menschen traumatisiert. Jetzt heißt es anpacken, aufbauen und nach vorne schauen. Auch für die drei Thalheim Schwestern, deren Familienkaufhaus ebenfalls in Schutt und Asche liegt. Die Autorin versteht es meisterhaft ihre Leser in die Vergangenheit zu bringen, diese authentisch beschriebenen Schauplätze lassen ein wahres Kopfkino starten. Ihren Protagonisten haucht Sie faszinierend Leben ein und platziert jede einzelne Figur perfekt in Szene. Jeder noch so kleine Charakter passt einfach sagenhaft in die vorgesehene Rolle hinein. Exzellent wurde ich hier an die Zeilen gefesselt und bin in einer imponierenden Epoche gelandet. Mühelos wurde ich mitgerissen und habe diesen Auftaktband in einem Durchlauf gelesen. Frau Riebe lässt hier die Vergangenheit lebendig werden. Auch schickt sie die Emotionen auf den Leser über und präsentiert einen ordentlichen Schuss Spannung in den Roman hinein. Fokussiert war ich vollends gefesselt und bin begeistert von einem für mich, literarischen spektakulär gelungenen Auftakt.
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