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Technik, Studium und Geschlecht

Was verändert sich im Technik- und Selbstkonzept der Geschlechter?. 'Geschlecht und Gesellschaft'. Auflage…
Buch (kartoniert)
Die Ergebnisse einer vergleichenden Befragung von über 400 IngenieurstudentInnen und Studierenden der Fächer Verwaltung und Sozialarbeit/Sozialpädagogik zeigen, daß von sozialen Ausschlußmechanismen, die Frauen den Zugang zu Ingenieurberufen erschwer … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Technik, Studium und Geschlecht
Autor/en: Christel Walter

ISBN: 3810019070
EAN: 9783810019073
Was verändert sich im Technik- und Selbstkonzept der Geschlechter?.
'Geschlecht und Gesellschaft'.
Auflage 1998.
Book.
VS Verlag für Sozialwissenschaften

31. Januar 1998 - kartoniert - 224 Seiten

Beschreibung

,,Die existentielle Bedrohung der Schöpfung, der Menschheit, des blauen Planeten -wie im­ mer wir es formulieren wollen -durch eine technikabhängige Zerstörung zwingt zum Um­ denken. Und zwar Frauen und Männer. Frauen sind gefordert, hier den Ton anzugeben: Technikerinnen und Nicht-Technikerinnen brauchen gemeinsame Ziele, um die männliche Technikdomäne zu besetzen und menschendienlich umzubauen. Das Ansinnen, zum Auf­ bruch in die zivilisatorische Wende zu motivieren, zwingt alle zu einer radikalen Neuorien­ tierung. " (Janshen und Mitautorinnen, 1990, S. 28) Dieser Appell aus der ,,Denkschrift für eine andere technische Zivilisation" verdeutlicht mit einem solcher Textgattung eigenen Impetus, daß das Thema ,,Frauen und Technik" eine wichtige Rolle in der feministischen Wissen­ schaft spielen sollte, darüber hinaus alle an der humanen Gestaltung unserer Lebensverhältnisse Interessierte angeht. Wie bekannt ist, gibt es seit Ende der siebziger Jahre eine ganze Reihe bildungs- und arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen, um das berufliche Spektrum für Frauen zu erweitern, um für sie naturwissenschaftlich-technische Bildungswege und Arbeitsgebiete zu öffnen, ihnen speziell auch die ,,neuen", zukunftsträchtigen Informations­ und Kommunikationstechnologien zugänglich zu machen. Trotz derartiger Bemühungen sind aber Frauen in technisch-naturwissenschaftlichen Stu­ diengängen und in qualifiZierten technischen Berufen nach wie vor in der Minderheit; mehrheitlich stehen sie -als Hochschul-und als Berufsangehö­ rige -im strengen Sinne des Wortes in Distanz zur Technik. Zu der in der Denkschrift postulierten ,. radikalen Neuorientierung" scheint jedenfalls noch ein langer Weg zu sein, was selbstverständlich auch die Verfasserinnen konzedieren.

Inhaltsverzeichnis

I. Feministischer Diskurs über "Technik und Geschlecht".- 1. Feministische Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie - Korrekturen am Bild von Naturwissenschaft und Technik.- 1.1 Naturmetapher und Weiblichkeit.- 1.2 Die Folgen der "Vergeschlechtlichung" von Wissenschaft und Technik.- 1.3 Wertgesetz, Wissenschaft und Weiblichkeit.- 2. Technik, Macht und Männlichkeit.- 2.1 Zur Vergeschlechtlichung technischer Berufe.- 2.2 Stereotype über Technik.- 2.3 Die Frau als token im technischen Beruf.- 2.4 Technik, ein multidimensionales Konstrukt.- 3. Zur Psychodynamik von Wissenschaft und Technik.- 3.1 Weibliche und männliche Objektbeziehungen.- 3.2 Phantasmen der Naturbeherrschung und der Weiblichkeit.- 3.3 Technische Kreativität und Bedürfnisstruktur.- 4. Konzepte des weiblichen Technikverhältnisses: Von der Differenz zur Latenz.- 4.1 Weibliche Zugangsweisen zur Technik und weibliches Arbeitsvermögen.- 4.2 Das Potentiale-Konzept.- II. Das Verhältnis von Frauen und Männern zur Technik: Empirische Studien im Überblick.- 1. Erläuterungen zur kategoriengeleiteten Übersicht.- 2. Übersicht: Empirische Studien über Technikbezug und Technikeinstellungen.- 3. Interpretation der vorgestellten Forschungsbefunde.- 3.1 Untersuchungscharakteristika.- 3.2 Kategorie "kognitiv".- 3.3 Kategorie "affektiv-evaluativ".- 3.4 Kategorie "Verhalten/Verhaltensintentionen".- 3.5 Kategorien "Persönlichkeitsbezug" und "Geschlechtsralle".- 3.6 Fazit.- III. "Technik-Visionen" und Geschlecht. Ergebnisse einer Befragung von Studentinnen und Studenten an Fachhochschulen.- 1. Anlage der Untersuchung.- 1.1 Qualitative und quantitative Forschungsstrategie.- 1.2 Erhebungsverfahren.- 1.2.1 Semantisches Differential.- 1.2.2 Offene Fragen zur Technikhaltung und Berufsorientierung.- 1.2.3 Skala zur "Ich-Nähe".- 1.2.4 Erhebungsinstrumente und Untersuchungsdimensionen.- 1.3 Aufbereitung und Auswertung der Daten.- 1.3.1 Zum inhaltsanalytischen Vorgehen bei den offenen Fragen.- 1.3.2 Multivariate Auswertung der Untersuchungsdaten.- 1.4 Untersuchungsstichprobe und Durchführung der Untersuchung.- 1.4.1 Stichprobencharakteristika.- 1.4.2 Untersuchungsablauf.- 2. Geschlecht und Fachkultur als Strukturvariablen der Technikhaltungen?.- 2.1 Fragestellung und Hypothesen.- 2.1.1 Exkurs: Dimensionen von Haltungen - Annahmen der Einstellungsforschung.- 2.1.2 Hypothesen.- 2.2 Geschlechtsspezifische und fachkulturelle Varianten eines mehrdimensionalen Technikbezugs.- 2.2.1 Die affektiv-evaluative Dimension des Technikbezugs.- 2.2.2 Die kognitive Dimension des Technikbezugs.- 2.2.3 Die konative Dimension des Technikbezugs.- 2.2.4 "Nähe" und persönlicher Bezug zur Technik.- 2.2.5 Zusammenfassende Interpretation der Ergebnisse zu Fragestellung 1.- 3. Subjektive Technikkonzepte: Welche Akzente setzen Frauen?.- 3.1 Fragestellung und Hypothesen.- 3.1.1 Aspekte subjektiver Technikkonzepte.- 3.1.2 Exkurs: Zur Bedeutung des locus of control-Konzepts.- 3.1.3 Hypothesen.- 3.2 Technikkonzepte der Studentinnen und Studenten.- 3.2.1 Merkmale eines geschlechtsspezifisch differenzierten subjektiven Technikbegriffs.- 3.2.2 Was wird mit Technik assoziiert?.- 3.2.3 Risiken und Aufgaben technischer Entwicklungen.- 3.2.4 Technikkontrolle oder Übermächtigkeit der Technik?.- 3.2.5 Zusammenfassende Interpretation der Ergebnisse zu Fragestellung 2.- 4. Weibliche Identität und Technikorientierung.- 4.1 Fragestellung und Hypothese.- 4.2 Geschlechtsrollenorientierung und Technikbezug.- 4.2.1 Ich-Nähe von Technik und von Weiblichkeit.- 4.2.2 Identitätsmuster von Studentinnen der Natur- und Ingenieurwissenschaften.- 4.2.3 Validierung der Identitätsmuster.- 4.2.4 Zusammenfassende Interpretation der Ergebnisse zu Fragestellung 3.- IV. Ausblick: Bedeutung der Untersuchungsergebnisse für die Frauenforschung.- Literatur.- Fragebogen der Untersuchung.- Tabellen A1 - A5.- Abbildung A1.- Tabelle A6.

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