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Lindbergh

Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus. Empfohlen ab 5 Jahre. 16. Auflage. Durchgehend farbig…
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In Hamburg lebt eine außergewöhnliche kleine Maus. Eines Tages bemerkt sie, dass es gefährlich geworden ist, da wo sie wohnt. Überall lauern Mausefallen und Katzen. Nach und nach verschwinden ihre Mäusefreunde. Aber wohin sind sie geflüchtet? Nach Am … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Lindbergh
Autor/en: Torben Kuhlmann

ISBN: 3314102100
EAN: 9783314102103
Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus.
Empfohlen ab 5 Jahre.
16. Auflage.
Durchgehend farbig illustriert.
Illustriert von Torben Kuhlmann
NordSüd Verlag AG

1. Januar 2014 - gebunden - 96 Seiten

Beschreibung

In Hamburg lebt eine außergewöhnliche kleine Maus. Eines Tages bemerkt sie, dass es gefährlich geworden ist, da wo sie wohnt. Überall lauern Mausefallen und Katzen. Nach und nach verschwinden ihre Mäusefreunde. Aber wohin sind sie geflüchtet? Nach Amerika? Die kleine Maus beschließt, den weiten Weg über den Atlantik zu wagen. Nächtelang bastelt sie an einem Flugzeug. Ein wildes Abenteuer nimmt seinen Anfang!!

Portrait

Torben Kuhlmann, geboren 1982 im niedersächsischen Sulingen.Torben Kuhlmann studierte Illustration und Kommunikationsdesign an der HAW Hamburg, mit Schwerpunkt Buchillustration. Im Juni 2012 schloss er seinen Studiengang mit dem Kinderbuch 'Lindbergh - Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus' ab. 'Lindbergh' ist Kuhlmanns erstes Bilderbuch und verdankt seinen Ideenreichtum Kuhlmanns großer Begeisterung für kuriose Erfindungen.

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 28.12.2013

Na, ihr Eulen, wie schmeckt euch das?

Der lange Weg aus dem Land der Katzen und Fallen: In seiner Examensarbeit schickt Torben Kuhlmann ein Flugzeug über den Ozean und beschert der Pilotin einen triumphalen Empfang.

Ein bisschen irritiert das schon: Links oben auf der sonst fast leeren Doppelseite sitzt eine Maus und hält einen Stift in den Vorderpfoten. Irgendjemand muss sie ja gezeichnet haben, dazu die Schachtel mit abgebrannten und noch ungebrauchten Streichhölzern, die angeschnitten ins Bild hinein ragt. Doch nun hat sie die Regie übernommen, sie hat das Werkzeug, mit dem sich ihre Geschichte erzählen lässt. So in etwa kann man sich den Prolog von Torben Kuhlmanns "Lindbergh" deuten, und für ein Buch, das von einer unerhört kühnen Maus handeln soll, verspricht ein solcher Auftakt viel. Auch deshalb, weil in diesem ersten Bild nichts weiter verraten wird und so die implizite Aufforderung der Maus an den Leser, einfach umzublättern, umso dringlicher wirkt.

Eine der unerfreulichsten Erscheinungen in Bilderbüchern, gleichviel ob sie sich an Kinder oder Erwachsene richten, ist die verdoppelnde Engführung zwischen Text und Bild, wenn man also beispielsweise "Tom setzt seine rote Mütze auf und spielt auf der Wiese" unter einem Bild liest, auf dem ein kleiner Junge mit roter Mütze im Gras gezeigt wird. Umso beglückender ist, wie Torben Kuhlmann die Dinge in "Lindbergh" handhabt. Das Buch, entstanden 2012 als Abschlussarbeit an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg, lässt Text und Bild zu je eigenem Recht kommen. Kuhlmanns künstlerischer Alleinflug (beim Text ließ er sich immerhin von Suzanne Levesque helfen) erscheint am 20. Januar als Buch beim NordSüd Verlag. Die Originale können vom 23. Januar an im Altonaer Museum in Hamburg besichtigt werden.

Das Buch erzählt von einer Maus, an der zunächst einzig ihre Belesenheit auffällt. "Sie verkroch sich oft für viele Monate in düstere Bibliotheken, um heimlich in den Büchern der Menschen zu lesen", schreibt Kuhlmann, nur dass die Maus, die er auf einem Stapel von aufgeschlagenen Bänden zeichnet, wahrscheinlich gerade einmal nicht liest, sondern über das Gelesene nachdenkt. Im Hintergrund zitiert ein Porträtbild Leonardo da Vinci, darunter ein großes "L"-Initial, und von hier ist es nur noch ein kleiner Schritt zu der Frage, was Lindbergh, Lilienthal und Leonardo außer dem Anfangsbuchstaben noch gemeinsam haben.

Um die Maus aber wird es zunächst stiller. Ihre Freunde sind sämtlich verschwunden, von Apparaturen ist die Rede, die plötzlich in der Heimatstadt der Maus gegen die Nager eingesetzt werden, und auf dem nächsten Doppelblatt sieht sich das Tier plötzlich von einer Batterie käsebestückter Mausefallen umgeben. Der Blick von oben unterstreicht die Gefahr, in der die Maus schwebt, und gleichzeitig, dass sie unbesorgt sein kann, solange sie der Verlockung nicht nachgibt, und dafür zumindest sind die langen Stunden über den Mechanikbüchern der Bibliothek gut: Sie erkennt die Falle und entgeht so dem Schicksal der anderen Mäuse. Hinschreiben muss Kuhlmann das nicht, eben weil er diese Wendung exzellent vorbereitet hat.

In diesem Miteinander von Bild und Text geht es weiter, und Kuhlmanns Geschichte, die angenehm klar und hin und wieder schön verrätselt ist, gewinnt durch diese erzählerische Entscheidung ungemein. Wir folgen der Maus, die sich zur Emigration nach Amerika entschließt und durch immer neue wachsame Katzen daran gehindert wird, ein Auswandererschiff zu besteigen. Wir sind dabei, wenn sie Alternativen erwägt und durch die Begegnung mit einer Schar Fledermäuse auf den Gedanken kommt, den Luftweg nach Amerika anzutreten. Und wir erleben Schritt für Schritt, wie aus der Ausgangsidee und vielen Begegnungen allmählich die Konstruktion eines dampfbetriebenen Flugzeugs erwächst, während allerlei dazu notwendige Gebrauchsgegenstände aus der Umgebung der Maus verschwinden.

Allerdings bleiben ihre Flugversuche nicht unbemerkt, und während sie ihr Vehikel für den langen Weg über den Ozean perfektioniert, stellen ihr Eulen nach. Eine Doppelseite zeigt die Vögel, wie sie starr, wachsam, unerbittlich und wahrscheinlich sehr hungrig auf den Schornsteinen der nach dem Vorbild von Hamburg entworfenen Hafenstadt sitzen. Sie scheinen immer zu ahnen, wo sich die Maus gerade aufhält, und kommen trotzdem immer zu spät, um sie an der Flucht zu hindern.

Am Ende entkommt sie mit ihrem Flugzeug gerade noch den ausgestreckten Krallen der Eulen, die sie im Kirchturm entdeckt haben. Und so ist die anschließende Überquerung des Ozeans zwar ein technisches Bravourstück, für das die Maus bei ihrer Ankunft in New York auch angemessen gefeiert wird, sie ist aber auch deutlich als aus der Not geboren markiert. Und wenn es heißt, dass die Maus in der Neuen Welt alle ihre Freunde wiedergetroffen habe, dann wird man das als einen Wunschtraum werten, den Auswanderer naturgemäß hegen und der, wenn die Migration nicht wie mitunter im 19. Jahrhundert dörferweise erfolgt, unerfüllt bleiben muss. Umso deutlicher wird aber, was die Maus in "Lindbergh" hinter sich gelassen hat, als ihr Flugzeug landet: die Mausefallen, die Katzen und die Eulen der Alten Welt. Damit gibt sie ein Beispiel - nicht zuletzt für einen kleinen Jungen, der sich eines Tages mit der "Spirit of St. Louis" auf den umgekehrten Weg machen wird.

TILMAN SPRECKELSEN

Torben Kuhlmann: "Lindbergh".

NordSüd Verlag, Zürich 2014. 96 S., geb., 17,95 [Euro]. Ab 6 J.

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.

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von Igelmanu - 25.12.2016
»Die Wochen vergingen. Weit und breit war keine andere Maus mehr aufzuspüren. Die kleine Maus hatte mittlerweile in den Zeitungen viel über die neuen Mausefallen gelesen. Eine albtraumhafte Erfindung! Sicher hatten diese Fallen all ihre Freunde vertrieben. Nur, wohin waren sie verschwunden? Vielleicht nach Amerika? Alle Mäuse kannten Geschichten über diesen fernen Ort. Es hieß, dass eine große Statue dort alle Neuankömmlinge begrüße, ganz egal ob Mensch oder Maus.« Die kleine Maus führte bislang ein glückliches Leben. Wenn sie sich nicht gerade in den Bibliotheken der Menschen durch deren gesammeltes Wissen las, traf sie sich mit ihren Freunden oder naschte etwas Leckeres aus Speisekammer oder Küche. Doch nach und nach verschwanden die Freunde, wurde die Welt der kleinen Maus immer gefährlicher. Bedroht von Mausefallen und Katzen hofft sie auf eine bessere Zukunft in Amerika. Nur, wie dahin kommen? Als sie eines Nachts in einer Höhle Fledermäuse beobachtet, kommt ihr eine Idee¿ Nachdem mich "Armstrong" so begeistert hatte, wollte ich natürlich auch über die Anfänge der Mäuseluftfahrt Bescheid wissen. Mit "Lindbergh - Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus" schloss Torben Kuhlmann sein Studium (Schwerpunkt Buchillustration) ab. Ich würde sagen, wir haben von ihm noch viel zu erwarten :) Jede einzelne Seite verwöhnt den Leser mit großartigen Bildern, gefertigt mit ganz viel Talent, enorm viel Phantasie und einem liebevollen Blick auf das kleinste Detail. Das Ergebnis macht einfach Spaß. Die Handlung ist witzig, intelligent umgesetzt und spannend. Und in die Bilder habe ich mich gleich verliebt, es ist lange her ("Armstrong" ausgenommen), dass mich Zeichnungen derart gefesselt haben. Für die Interessierten gibt es im Anhang wieder einen kurzen Überblick über die menschlichen Anfänge in der Luftfahrt. Ob die kleine Maus noch weitere Pioniertaten vollbringen wird? Ich hoffe es sehr! Fazit: Witzig, spannend und randvoll mit großartigen Zeichnungen. Lesen, schauen, Spaß haben. »Das Flugzeug schraubte sich immer höher in den Himmel. Der einst so riesige Kirchturm war bald nur noch ein kleiner Strich zwischen den Wolken. Und die Eulen waren längst abgehängt.«
Kuhlmann:Lindbergh
von R.F. - 17.03.2014
"Lindbergh" ist großartig. Von außen wirkte es erst sehr düster, aber sobald man dieses Buch aufschlägt kann man gar nicht anders als begeistert sein, von der Geschichte, von den Illustrationen, einfach schön! Ein Bilderbuch, nicht nur für kleine Leser, auch für Große :)
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