Ulrich Wickert trifft es mit seinem Buch absolut auf den Punkt.
Wenn man ehrlich ist, ist man der Dumme.
Jeder, der sich bewusst an Regeln hält und damit auch offen umgeht, wird von vielen schräg angeschaut, beleidigt und teilweise ausgegrenzt. Warum?
Vielleicht will man ja auch nicht aus der Masse ausstechen und nicht auffallen, sondern nur so leben, wie es verlangt wird.
Das ist es auch, was Ulrich Wickert im Prolog ausführt.
Und das, was er in der Erstausgabe aufführt und in der Neuausgabe weiterhin, trifft alles noch genauso zu, wenn nicht sogar mehr als das. Es ist aktueller denn je.
Schlimm ist, dass der Ehrliche so viele Schwierigkeiten und auch Steine in den Weg gelegt bekommt, dass er sich irgendwann selbst fragt, ob das, was er lebt, heutzutage überhaupt noch Sinn macht oder er eher vom Ehrlichsein Abstand nehmen sollte. Vieles wäre dann vielleicht leichter, doch richtig es ist dann trotzdem nicht.
Hat man nur Werte, wenn man ehrlich ist oder auch dann, wenn man eben genau anders ist? Und was nutzen einem diese Werte? Nicht mehr oder weniger als ohne
Ulrich Wickert ist hier ein höchst anspruchsvolles und verdammt ehrliches Buch gelungen, dass mich sehr zum Nachdenken angeregt hat.
Ich gebe für dieses Werk eine absolut klare Leseempfehlung ab.