Wieder schöne Landschaft, ein besorgter Dorfpolizist mit vielen Freunden, sehr gutes Essen, Musik und Geschichte und leider auch Terroristen
Alles beginnt damit, dass Commissaire Jean-Jacques Jalipeau aus dem benachbarten Département Bruno spätabends aufsucht und ihn wegen einer in einem verunfallten Auto gefundenen Patrone um Rat fragt. Dank seiner Ausbildung und seines Werdegangs kann Bruno die Patrone als Munition für ein schweres Maschinengewehr sowjetischer Bauart einordnen. Beide Polizisten machen sich sogleich Gedanken darum, was dieser Fund zu bedeuten hat, denn auch Terroristen nutzen diese Art von Gewehr und Munition. Nur wenig später bereitet genau das Bruno schwere Sorgen, denn die Musikgruppe Les Troubadors hat ein neues Lied veröffentlicht, das die Unabhängigkeit Kataloniens besingt und von Spanien auf den Index gesetzt wird. Genau diese Gruppe soll aber auf dem schon bald anstehenden Musikfestinfal in Brunos Stadt Saint-Denis auftreten. Ist etwa ein Anschlag geplant, auf den Komponisten und Texter, auf die gesamte Truppe oder auf das Festival selbst? Bruno und seine Freunde möchten, dass das Fest stattfindet und müssen jetzt alles für dessen Sicherheit tun.Dies ist schon der fünzehnte Band mit Bruno, dem Chef de police von Saint-Denis und auch dieser lässt sich ohne Vorkenntnisse der anderen Abenteuer lesen, auch wenn man sich freuen wird, den alten Bekannten wieder zu begegnen. Denn das sind sie wirklich, gute alte Bekannte und sie leben dieconvivialité, ein Wort, dass man nicht wirklich mit nur einem anderen Wort übersetzen kann. Es bedeutet, Geselligkeit, harmonisches Miteinander, Gastlich- und Herzlichkeit - und so ist es kein Wunder, dass Bruno zusammen mit seinen Freunden so beliebt ist, vielleicht gerade auch in diesen Zeiten. In diesem Band kommt dazu eine sehr spannende, ja, vielleicht etwas überzogene Geschichte zum Tragen, es wird über die Musik viel über die französische Geschichte und über einen Fall aus Brunos unmittelbarem Freundeskreis auch über die französische Justiz erzählt. Muss man sicher mögen, vor allem die vielen und ausführlich geschilderten Kochrezepte, aber mir hat es sehr gut gefallen."Während sich eine brillant durchdachte Handlung zu einem Höhepunkt aufbaut, der James Bond neidisch machen könnte, folgt man mit Vergnügen Martin Walkers einfühlsamer Darstellung einer Gemeinschaft, in der Freundschaft und Unterstützung mehr zählen als Zweckmäßigkeit. Bruno ist ein Held für unsere unruhigen Zeiten." Diese Kritik der Daily Mail ist vom Verlag auf dem Buchumschlag zitiert und das völlig zu recht. (Ent)Spannendes - ja, beides zugleich - Leseabenteuer.