Eine gelungene Fortsetzung
Auf Bruno, Chef de Police des Städtchens Saint Denis, kommen arbeitsreiche Tage zu. Es stehen ein Tennisturnier und ein Konzert vor der Tür. Bei ersterem ist er aktiver Teilnehmer, bei zweiterem ist er für den reibungslosen Ablauf und die öffentliche Sicherheit verantwortlich. Diese scheint durch einen Song der Band bedroht, der sich für die Unabhängigkeit Kataloniens von Spanien einsetzt. Ein heikles Thema, das sowohl die spanische Regierung mit einem Verbot des Songs reagieren lässt als auch Ultranationalisten auf den Plan ruft. Soll man das Konzert aus Sicherheitsgründen absagen? Immerhin soll, so scheint es, der Songschreiber und Bandleader ermordet werden, dessen verunfalltes Auto am Rande von Saint Denis gefunden worden ist. Die Zeit drängt, um den potenziellen Täter ausfindig zu machen, zapft Bruno seine nationalen und internationalen Kontakte an. Doch damit nicht genug, muss er sich mit dem gewalttätigen Ex-Mann von Florence beschäftigen, der nach Verbüßung einer langen Haftstrafe angeblich seine Kinder sehen will, weshalb Florence an eine Flucht nach Kanada denkt. Das kann Bruno nicht zulassen! Meine Meinung: Wie in jedem der Krimi rund um Bruno, packt Autor Martin Walker seine bewährten Zutaten in das Buch: Das übliche Geschehen in Saint Denis mit Veranstaltungen, die von externen Gefahren bedroht sind, gute Rezepte, Freundschaft sowie (geo)politische Themen, hier der Ukraine-Krieg. Dabei darf auch Bruno die eine oder andere Blessur davontragen. Er ist ja, auch wenn es manchmal den Anschein hat, nicht Superman. Seine Schäfchen von Saint Denis hütet er wie ein Herdenschutzhund, immer aufmerksam, dass niemandem ein Leid geschieht. Sollte es doch dazu kommen, setzt er alles daran, den oder die Täter dingfest zu machen. Da das "Stammpersonal" wieder präsent ist, liest sich das Buch flüssig und vermittelt den Eindruck des "Heimkommens". Fazit:Ein gelungener 15. Fall, dem ich gerne 5 Sterne gebe.