Bredouille von Martin Walker ist mittlerweile schon der 18. Fall für Bruno, Chef de police.
Der Polizist Bruno verrichtet seinen Dienst im malerischen Périgord im Süden Frankreichs. In seinem 18. Fall bekommt er es mit einem Selbstmord zu tun, dessen Hintergründe er ein wenig neben seinen eigentlichen Tätigkeiten untersucht. Wie üblich bei Martin Walker folgen die Leserinnen und Leser Bruno durch seine täglichen Abläufe: unter anderem Laufrouten, Essen zubereiten, Freunde treffen, reiten, Dienst versehen. Und zumeist einiges davon vermischt. So werden manche Erkenntnisse eben bei einem Essen mit Freunden gewonnen. Dies ist in dieser Romanreihe so üblich und ich finde das beim Lesen sehr angenehm. Martin Walker pflegt einen eher ruhigen, sanft dahin fließenden Erzählstil, der in der Regel erst zum Schluss Fahrt aufnimmt. So ist es auch diesmal, wobei kleine Störfeuer die Idylle bereits durch Fake News etwas früher stören. Ein anderes Feuer wird in diesem Roman in Bruno entfacht, wobei mir das beim Lesen etwas zu glatt war. Erst am Ende wurde ich in der Hinsicht mit der Realität wieder versöhnt.
Bredouille ist wie ein Spaziergang durch den Süden Frankreichs mit einer eingewebten Krimihandlung, die nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist. Mir hat dieser Spaziergang sehr gut gefallen. Bredouille ist einfach (wie Bruno von Martin Walker allgemein) die perfekte Urlaubslektüre. Entweder als Lesebegleitung im eigenen Urlaub oder um sich in den Urlaub zu träumen.