fantasievolles Plädoyer für das Lesen von Büchern und das Retten dieses Mediums - zahlreiche Referenzen auf Klassiker
Nina George hat eine Dystopie geschrieben, in der vieles digital läuft, z.B. der Unterricht in der Schule via Hologrammen, die Kinder aber keine echten Erlebnisse mehr haben, oder Eltern via App permanent wissen, wo ihre Kids zu finden sind. Nur die Großeltern erinnern sich noch an "alte Zeiten".Dort existieret aber auch im Verborgenen ein altes Haus in einem Park, das die vermutlich letzte Bibliothek enthält, verborgen vor den Augen der Welt. Beschützt von den BUKS, das sind Buchschutzgeister, die nicht nur wie kleine Kobolde aussehen, sondern auch in Verbindung mit den Büchern magisch wirken, verstauben die großen Klassiker der Weltliteratur in den Regalen und sind wegen des Desinteresses der Menschen, sie zu lesen, und drohen auch zu Verschwinden. Doch das verrückte Orakel, dass sich nicht immer ganz verständlich ausdrückt, hat angekündigt, dass 5 Kinder als Retter kommen werden - und plötzlich stehen 4 Kinder, die ihre Eltern definitiv zu abenteuerlustig sind vor der Pforte - warum nur vier, naja, verrücktes Orakel eben ..Ich mag Bücher, die es tatsächlich schaffen, die Magie des Lesens und die Begeisterung für ein gutes Buch zu transportieren, denn ich weiß selbst, dass es viel Engagement braucht, um Kinder für das Lesen zu begeistern; selbst wenn sie in einem leseaffinen Haushalt aufwachsen. Hier gelingt ein guter Einstieg schon mal durch die Galerie der BUKs in den Umschlag-Innenseiten, die auch für uns Erwachsene witzig sind, da sie eine Referenz auf Klassiker darstellen, z.T. solche, die man vielleicht dann auch mit seinen Kindern lesen kann (wenn noch nicht geschehen) wie Alice im Wunderland, und solche, die ich der Erwachsenenliteratur zuordnen würde, Ein guter Gesprächsanlass und eine gute Inspiration. Die Geschichte selbst hat auch vieles, was ein gutes Kinder und Jugendbuch ausmacht: Ich Kids stromern ohne das Wissen ihrer Eltern alleine herum, sie entdecken die verborgene Villa usw. Dennoch war das Buch an einigen Stellen etwas langatmig und die Satzstellung auch etwas gewöhnungsbedürftig, was dann wirklich schade war. Dennoch kann man das Buch natürlich uneingeschränkt empfehlen, aber vielleicht nicht zum Alleinelesen für eher ungeübte Leser oder Lesemuffel.